LAHTI,FINLAND,19.FEB.16 - NORDIC SKIING, SKI JUMPING - FIS World Cup, normal hill, ladies. Image shows Chiara Hoelzl (AUT). Photo: GEPA pictures/ Philipp Brem

Ski nordisch: Zweimal Junioren-WM-Gold für Österreich

via Sky Sport Austria

Rasnov (APA) – Skispringerin Chiara Hölzl hat am Dienstag bei den Nordischen Junioren-Weltmeisterschaften in überlegener Manier die Goldmedaille geholt. Die 18-jährige Salzburgerin gewann in Rasnov vor der Deutschen Katharina Althaus und der Russin Sofia Tichonowa. Im Vorjahr in Almaty war sie bei den Nachwuchstitelkämpfen in Almaty Dritte geworden.

In Rumänien war Hölzl nach Sprüngen auf 90,5 und 88,5 m mehr als elf Punkte vor Althaus klar die Beste. Ihre Teamkolleginnen Claudia Purker (8.) und Elisabeth Raudaschl (9.) kamen auch noch in die Top Ten.

Bei den Burschen ging Österreich leer aus. Bester ÖSV-Springer war Janni Reisenauer mit großem Rückstand auf Bronze an der fünften Stelle. Die Medaillen gingen an David Siegel (GER), Domen Prevc (SLO) und Ryoyu Kobayashi (JPN).

“Ich bin überglücklich, auch weil hier doch einige starke Konkurrentinnen dabei waren, die heuer im Weltcup schon gute Erfolge feiern konnten”, freute sich Hölzl über Junioren-WM-Gold. “Weil es hier keine Anzeigetafel gibt, habe ich nach dem ersten Durchgang gar nicht registriert, dass ich so weit vorne liege”, meinte Hölzl.

Die Erfahrungen von der Junioren-WM im Vorjahr haben Hölzl letztlich geholfen. “Im letzten Jahr habe ich mir noch viel zu viel Druck gemacht und dann hat es nur für Bronze gereicht. Heute war das viel besser.”

Enttäuschend war bei den Herren das Abschneiden des schon zu Weltcup-Ehren gekommenen Thomas Hofer. Der als Mitfavorit gehandelte Hofer verpatzte seinen Sprung und wurde nur 32.

Kombinierer Bernhard Flaschberger hat bei den Nordischen Junioren-Weltmeisterschaften in Rasnov nach Skispringerin Chiara Hölzl für die zweite rot-weiß-rote Goldmedaille gesorgt. Der 19-jährige Salzburger setzte sich am Dienstag im Langlauf souverän vor den beiden Deutschen Vinzenz Geiger und Terence Weber durch.

Flaschberger, nach dem Springen am Montag noch auf Rang acht, war bei frühlingshaften Temperaturen um die 20 Grad in der Loipe eine Klasse für sich. Bereits nach zwei von vier Runden holte er seinen Rückstand von 50 Sekunden auf. Im Ziel hatte er schließlich fast eine Minute Vorsprung auf den Zweitplatzierten.

“Als ich auf die Spitze aufgelaufen bin, habe ich gewusst, dass ich der stärkste Läufer von allen bin und das hat sich dann Gott sei Dank bewahrheitet”, meinte Flaschberger erfreut. Er konnte sich bei nassen Verhältnisse auch auf seine Ski verlassen: “Das Serviceteam hat ganze Arbeit geleistet, denn unser gesamtes Team hatte heute super Laufzeiten”, erklärte der 19-Jährige. “Ich habe mein großes Ziel erreicht. Alles was jetzt noch kommt, ist Draufgabe.”

Die Kärntner Brüder Noa und Samuel Marz landeten auf den Plätzen fünf und neun.

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