VfL Wolfsburg zieht ins Achtelfinale ein

via Sky Sport HD

MÖNCHENGLADBACH, LISSABON, 26. Februar (SID) – Der VfL Wolfsburg darf dank eines starken Diego Benaglio als einziger Bundesligist weiter vom Titel in der Europa League träumen, Borussia Mönchengladbach reichte dagegen eine couragierte Leistung nicht zum Einzug ins Achtelfinale. Die Niedersachen hielten bei Sporting Lissabon nach dem 2:0-Erfolg im Hinspiel mit viel Glück ein 0:0, Gladbach verlor gegen den Titelverteidiger FC Sevilla nach dem 0:1 im Hinspiel auch das Rückspiel 2:3 (2:2) und schied aus.

 

 

Die Wolfsburger durften sich in Portugal vor allem beim starken Torhüter Benaglio bedanken. Gleich mehrmals rettete der Schweizer gegen die Sporting-Angreifer und war der Erfolgsgarant der Gäste. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte lenkte er spektakulär einen Schuss von Junya Tanaka an den Pfosten.

 

 

Nach zuletzt wettbewerbsübergreifenden zwölf Spielen ohne Niederlage gingen die Wolfsburger vor 23.097 Zuschauern selbstbewusst in die Begegnung. Zwar war den Gastgebern das Bemühen um ein schnelles Tor anzumerken, der VfL kontrollierte aber die Begegnung weitestgehend. Auch Serien-Torschütze Bas Dost blieb ohne brauchbare Anspiele.

Erst kurz vor Pause wurde es richtig gefährlich vor dem VfL-Tor, doch Benaglio reagierte stark, zudem verhinderte Träsch nach einer Ecke auf der Linie den Führungstreffer für Sporting. Figueiredo hatte geköpft.

Vom zuletzt so starken Mittelfeld mit Kevin de Bruyne und Weltmeister André Schürrle war fast nichts zu sehen. Auch die sonst so gefährlichen Standardsituationen brachten nichts ein. Erst nach knapp zehn Minuten in der zweiten Hälfte deutete der VfL seine Torgefahr an. Nach einem Solo traf de Bruyne allerdings nur den Pfosten (54.) – es war die beste Chance für die Niedersachsen.

Für Gladbach ist die Reise durch Europa trotz großer Moral beendet. Das Team von Lucien Favre holte gegen Sevilla zweimal einen Rückstand auf, spielte über 20 Minuten in Unterzahl und hatte in einem wahren Sturmlauf trotzdem weitere gute Tormöglichkeiten – am Ende standen die Gladbacher allerdings mit leeren Händen da.

Granit Xhaka (19.) und Thorgan Hazard (29.) glichen nach einem Eigentor von Martin Stranzl (8.) und einem Gegentreffer von Vitolo (26.) jeweils aus. Vitolo mit seinem zweiten Treffer (79.) besiegelte das Aus. Xhaka (68.) sah zudem noch Gelb-Rot wegen wiederholtem Foulspiels.

“Wenn man in zwei Spielen und nach 180 Minuten ausscheidet, ist es gerecht”, sagte Gladbachs Weltmeister Christoph Kramer: “Wir standen allgemein ein bisschen zu offensiv. Wir sind aber immer wieder zurückgekommen und es lag immer ein Tor in der Luft.”

Vor 45.337 Zuschauern im Borussia-Park lagen die Gladbacher bereits nach dem ersten Angriff der Gäste zurück. Mit der Führung im Rücken zog sich der ohnehin schon äußerst defensiv eingestellte Tabellenfünfte der Primera Division noch weiter zurück. Die Lücke fand der Schweizer Nationalspieler Xhaka nach schönem Zusammenspiel mit Patrick Herrmann und traf zum Ausgleich.

Doch die Borussia hatte aus ihrem Fehler in der Anfangsphase nicht gelernt und zahlte erneut internationales Lehrgeld, als die Gäste mit ihrem zweiten Angriff erneut in Führung gingen. Die Gastgeber steckten auch den erneuten Rückschlag in weg: Hazard gelang das 2:2.

Gladbach betrieb in der zweiten Hälfte einen hohen Aufwand, im Strafraum der Gäste spielten sich teilweise kuriose Szenen ab. Vitolo machte dann allerdings alles klar.

SID kd cp