Sepp Straka hat sich in den vergangenen Jahren einen Namen auf der PGA-Tour gemacht - wovon vier Siege zeugen

Straka nach starken Tour-Leistungen gefragter Mann

„Rory“-, „Rosie“- oder „Tommy“-Rufe sind auf US-Golfevents schon lange nichts Besonderes mehr, sind doch Rory McIlroy, Justin Rose oder Tommy Fleetwood auch in Amerika Topstars. Auch Sepp Straka hat sich in den vergangenen Jahren einen Namen auf der PGA-Tour gemacht – wovon vier Siege zeugen. Als der gebürtige Wiener am Dienstag die erste Trainingsrunde der Europäer auf dem Ryder-Cup-Platz Bethpage Black auf Long Island absolvierte, waren auch zahlreiche „Sepp“-Rufe zu hören.

Die Truppe von Kapitän Luke Donald spielte sämtliche 18 Löcher durch, das einzige Mal vor dem Turnierstart am Freitag. Am Mittwoch standen noch einmal die ersten neun Bahnen auf dem Programm, am Donnerstag werden die sogenannten „Back Nine“ noch einmal einem Test unterzogen. Straka zeigte sich jedenfalls angetan. „Der Platz ist in einem wahnsinnig guten Zustand“, sagte der 32-Jährige nach getaner Arbeit zur APA.

Straka „zufrieden mit dem Start“

Der anspruchsvolle Kurs scheint an einigen Stellen ein wenig entschärft. So ist das Rough auf einigen Bahnen deutlich weniger tief als befürchtet. Die tiefen Sandbunker und erhöhten Grüns spielen dafür alle Stücke. Mit seiner Trainingsrunde war Straka, die er gemeinsam mit dem Norweger Viktor Hovland, dem Schotten Robert MacIntyre und dem Dänen Rasmus Höjgaard bei fast hochsommerlichen Temperaturen bestritt, jedenfalls einverstanden. „Es ist ganz gut gegangen. Ich bin zufrieden mit dem Start hier.“ Am Mittwoch war Straka dann mit Shane Lowry, seinem irischen Ryder-Cup-Partner von 2023, Jon Rahm (ESP) und Tyrrell Hatton (ENG) unterwegs.

Permanente Begleiter waren die Fans, die schon am ersten Besuchstag zu Tausenden erschienen und sich zwischen den Grüns, Fairways und auf den riesigen, extra errichteten Tribünen breit machten. Straka und Co. nahmen sich auch während des Trainings viel Zeit, um Autogrammwünsche zu erfüllen, und bedankten sich danach auch bei den vielen „Volunteers“. Dahinter steckt Kalkül, will man bei den US-Fans doch für eine positive Stimmung sorgen und im Vorfeld wenig anecken.

USA wollen Titel im eigenen Land holen

Auffällig war, dass der ÖGV-Golfer in seinem Flight am längsten seinen Namen auf Hüte, Caps und Fahnen kritzelte – dass Straka auch die amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt und schon fast zwei Jahrzehnte in den USA lebt, verpflichtet. Begleitet wurde er übrigens von Vater Peter, der am 18. Loch auf seinen erfolgreichen Golf-Spross wartete.

Was den Titelverteidiger auf der New Yorker Wiese erwartet, war allerdings kurz darauf spürbar. US-Kapitän Keegan Bradley wurde spontan beim Publikum vorstellig. „Wir wollen das Land in Bethpage so gut wie möglich vertreten“, hatte der 39-Jährige zuvor angekündigt. Kein Wunder, dass so etwas wie Stadion-Atmosphäre das erste Mal aufbrandete. Da waren die Rorys und Sepps schnell vergessen und frenetische „USA, USA“-Rufe dominierten die Szenerie.

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(APA) / Bild: Imago