Gruber zu Derby-Vorfällen: “Polizei-Bashing ist auch nicht das Richtige”

via Sky Sport Austria

Das 328. Wiener Derby wurde von den Vorfällen zwischen Rapid-Fans und der Polizei überschattet. LASK-Präsident und Aufsichtsrat-Mitglied der österreichischen Bundesliga Siegmund Gruber nahm in Talk & Tore zu diesem Thema Stellung und reagierte auf die Aussagen von Rapid-Präsident Michael Krammer.

“Das war nicht spontan, das war geplant. Der Einsatz war nicht verhältnismäßig”, erklärte Krammer. Rapid-Vizepräsident Nikolaus Rosenauer ging sogar noch weiter: “Hier wurden, aus welchen Motiven auch immer, Leute ihrer Freiheit beraubt und zwar wurden sie stundenlang in einer völlig unangemessenen und jegliche Verhältnismäßigkeit mit Füßen tretenden Art und Weise in einem Kessel festgehalten.”

Krammer und Rosenauer zu den Vorfällen

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“Es sind natürlich Unschuldige zum Handkuss gekommen. Aber wenn hier auf die Südosttangente Schneebälle bzw. Pyrotechnik oder was auch immer geworfen worden ist und die Polizei hier nicht eingegriffen hätte – dann Gott bewahre. Dann hätte es wieder geheißen, die Polizei ist zu spät und schreitet nicht ein”, erklärte Gruber.

Gruber: “Polizei-Bashing ist auch nicht das Richtige”

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“Was ich gehört habe, hat es für die 1300 Personen zu Beginn sogar die Möglichkeit gegeben, freiwillig herauszugehen und die Personalien aufnehmen zu lassen. Eineinhalb Stunden ist da niemand herausgegangen. Ich hab das jetzt aber auch nur vom Hörensagen. Ich war nicht dabei”, ergänzte der LASK-Präsident und gab zu bedenken: “Jedes Mal auf die Polizei hinhauen oder ein Polizei-Bashing ist auch nicht das Richtige.”

Die Polizei veröffentlichte am Montagnachmittag erstmals Videomaterial von den Ausschreitungen.

VIDEO: Talk & Tore 407. mit Brigitte Annerl, Siegmund Gruber, Rene Gartler und Toni Experte