INDIAN WELLS, CALIFORNIA - MARCH 09: Dominic Thiem of Austria plays a forehand against Jordan Thompson of Australia during their men's singles second round match on Day 6 of the BNP Paribas Open at the Indian Wells Tennis Garden on March 09, 2019 in Indian Wells, California. (Photo by Yong Teck Lim/Getty Images)

Thiem kämpft in Indian Wells um drittes ATP-1000-Finale

via Sky Sport Austria

Dominic Thiem steht ohne Satzverlust bereits im Halbfinale des mit 8,359 Mio. Dollar dotierten ATP-Masters-1000-Turniers in Indian Wells. Der 25-jährige Niederösterreicher profitierte Donnerstagabend (Ortszeit) von einer verletzungsbedingten Aufgabe des Franzosen Gael Monfils. Gegen den als Nummer 13 gesetzten Kanadier Milos Raonic geht es nun am Samstag um sein drittes Endspiel auf diesem Level.

Das mit Spannung erwartete Duell mit dem zuletzt sehr starken Monfils fiel am Donnerstag ins Wasser. Thiem war schon spielbereit und wartete im Golf-Kart schon auf den Transport zum Center Court. “Als Gael nach 10, 15 Minuten noch immer nicht gekommen ist, habe ich mir schon gedacht, dass irgendwas nicht stimmt. Es wäre auf jeden Fall ein super Match geworden, schade für uns und die Fans.”

Dass sich Thiem danach für ein Training mit seinem Touring-Coach Nicolas Massu auf dem Center Court entschieden hat, war nicht nur den Fans zuliebe. “Es sind viele geblieben, um das Training zu sehen, für die habe ich es gemacht, aber andererseits habe ich dieses Jahr noch nicht auf dem Center Court gespielt. Vor Leuten hat es viel mehr Spaß gemacht. Es war das Beste, was ich aus der Situation habe machen können.”

Thiem bislang ohne Satzverlust

Thiem kann nach den zuvor schon gezeigten Leistungen in den ersten drei Runden ohne Satzverlust mit Selbstvertrauen ins dritte Duell mit Raonic gehen. “Ich habe hier sehr gut trainiert und die Trainingsleistungen immer besser ins Match umgesetzt. Ein Semifinale in Indian Wells ist ein Superergebnis. Das ist fast wie ein Grand-Slam-Turnier”, freut sich der Weltranglisten-Achte, der im Ranking ab Montag zumindest Siebenter sein wird. Doch natürlich hat er noch nicht genug. “Ich fühle mich körperlich sehr gut, werde morgen eine gute Trainingssession haben und dann hoffentlich gegen Raonic den ersten Sieg einfahren und alles dafür geben.”

Sein bisher zwei Matches gegen Raonic hatte er jeweils in zwei Sätzen und jeweils 2016 auf Hartplatz (in Cincinnati und beim Masters in London) verloren. Thiem weiß, was ihn erwartet. “Er ist sicher einer der besten drei Aufschläger, die es gibt, da wird es sehr schwer, dass ich bei seinem Aufschlag Chancen bekomme”, sagt der elffache Turniersieger, der auf seinen ersten Titel auf Masters-1000-Niveau noch wartet. “Auch von hinten bewegt er sich nicht schlecht, und spielt eine sehr gute Vorhand.”

Thiem heiß auf drittes 1000er-Finale

Für Thiem ist es sein insgesamt fünftes Halbfinale in der zweithöchsten Turnierkategorie nach den Grand Slams. Nun möchte er zum dritten Mal nach zweimal Madrid (2017, 2018) in ein 1000er-Endspiel vordringen. Und dort könnte es zum Duell mit einem der Superstars Roger Federer oder Rafael Nadal kommen, der Schweizer und der Spanier mussten zuvor aber am Freitag erst selbst ihre Viertelfinali gewinnen.

Im ersten ATP-Masters-1000-Halbfinale außerhalb Europas geht es für Thiem freilich auch um fette Punkte und viel Preisgeld: Er hat bisher 360 ATP-Zähler sowie 354.000 Dollar (313.413,02 Euro) Preisgeld brutto sicher. Gewinnt Thiem, dann erhöht er sein Punktekonto um 600 und als Finalist winken ihm 686.000 Dollar. Mit einem Finaleinzug wäre er ab Montag auch fix Nummer 6 der Welt.

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Beitragsbild: Getty Images

(APA)