Austria's Dominic Thiem celebrates after winning against Kazakhstan's Alexander Bublik at the end their men's singles second round match on day five of The Roland Garros 2019 French Open tennis tournament in Paris on May 30, 2019. (Photo by Christophe ARCHAMBAULT / AFP)        (Photo credit should read CHRISTOPHE ARCHAMBAULT/AFP/Getty Images)

Thiem kämpft sich in elftes Major-Achtelfinale

via Sky Sport Austria

Und wieder ist es ein gewaltiges Stück Arbeit für Dominic Thiem gewesen. Doch der Vorjahres-Finalist bei den mit 42,66 Mio. Euro dotierten French Open ist am Samstag zum vierten Mal en suite ins Achtelfinale von Roland Garros eingezogen. Der 25-jährige Tennis-Star besiegte den Uruguayer Pablo Cuevas nach 2:36 Stunden mit 6:3,4:6,6:2,7:5.

Am Ende ballte er die Faust und blickte erleichtert in seine Box, die sich in den vergangenen Monaten so verändert hat. Gegen den 33-jährigen Cuevas, der sich zuletzt im Ranking wieder auf Platz 47 zurückgearbeitet hat, lautet sein Head-to-Head jetzt 4:2.

Thiem hat nun bei der Hälfte seiner bisher 22 Grand-Slam-Turniere das Achtelfinale erreicht. In diesem trifft der Weltranglisten-Vierte am Montag auf den als Nummer 14 gesetzten Franzosen Gael Monfils. Gegen den charismatischen Weltranglisten-17. hat Thiem alle vier zur Austragung gekommenen Matches gewonnen, je eines wurde von einem der beiden wegen einer Erkrankung abgesagt.

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“Ich bin so glücklich, es war ein tolles, langes Match. Es war unsere sechste Begegnung und wieder war es sehr schwer”, sagte Thiem noch auf dem Court Suzanne Lenglen. “Pablo ist einer der besten auf Sand und ich bin wirklich froh, dass ich in der vierten Runde stehe.” Zu den rund 8.000 Fans meinte er: “Ich habe hier vor acht Jahren das Finale bei den Junioren erreicht, damals habe ich mich in dieses Turnier verliebt.”

Und dieses Mal sprach der 13-fache Turniersieger auch wieder einige Sätze Französisch. “Ich kenne ja genügend Worte auf Französisch”, sagte Thiem und meinte etwas schüchtern: “Aber es ist schwer, das ist eine große Arena und es sind viele Leute hier. Ich hoffe, dass mein Französisch von Tag zu Tag besser wird.”

Ende gut, alles gut also für Fußball-Fan Thiem, der nun am Abend auch in Ruhe das Champions-League-Finale mit einem Hochgefühl genießen konnte.

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Für Thiem hatte das Match gegen den gefährlichen Südamerikaner alles andere als nach Wunsch begonnen. Der Schützling von Nicolas Massu musste sofort seinen Aufschlag abgeben und geriet in der Folge mit 0:2 in Rückstand. Mit Breaks zum 2:2 und 4:2 dreht Thiem den Satz aber und stellte mit seinem fünften Satzball die 6:3-Führung her.

Im zweiten Satz verlor Thiem aber wie schon in den ersten beiden Runden den Fokus, machte viele Eigenfehler bei Aufschlag seines Gegners und musste nach einem Doppelfehler und einem völlig unmotivierten Netzangriff das Break zum 2:4 hinnehmen. Zwar schaffte Thiem das sofortige Rebreak und auch das 4:4. Doch zum 4:6 gab er nach neuerlich schwachem Aufschlagspiel den Satz ab.

Im dritten Durchgang startete Thiem mit einem Break und nun schien er die Partie in den Griff zu kriegen. Nach einem weiteren Serviceverlust Cuevas’ zum 4:1 für Thiem stellte der Weltranglisten-Vierte nach 1:49 Stunden auf 2:1 in Sätzen. Auch in den vierten Satz startete Thiem mit einem Break zum 1:0 und ging in der Folge 3:1 in Führung.

Plötzlich steigerte Cuevas aber sein Level beträchtlich und nutzte die dritte Möglichkeit, um Thiem das Service zum 3:3 abzunehmen. Danach ging es mit dem Service bis zum 5:5, ehe Thiem das entscheidende Break zum 6:5 gelang. Zum 7:5 nutzte er Matchball Nummer 1 zum Aufstieg.

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Beitragsbild: Getty Images
(APA)