BELEK,TURKEY,03.FEB.15 - SOCCER - tipico Bundesliga, 1. Fotbalova Liga, WAC Wolfsberg vs FC Slovan Liberec, training camp, test match. Image shows assistant coach Manfredl Nastl and head coach Dietmar Kuehbauer (WAC). Photo: GEPA pictures/ Christian Ort

Überraschungszweiter WAC will schnell Spieß wieder umdrehen

via APA

Wolfsberg (APA) – Trotz nur drei Punkten aus den letzten acht Herbstspielen geht der WAC als Zweiter in die Frühjahrssaison der Fußball-Bundesliga. Den aktuellen Negativtrend müssen die Wolfsberger 2015 aber schnell stoppen, um nicht in der Tabelle sofort einen deutlichen Rückfall hinnehmen zu müssen. “Durch nur ein gutes Spiel kannst du komplett wieder alles umdrehen”, weiß WAC-Trainer Dietmar Kühbauer.

Das soll am besten gleich bei der Frühjahrs-Heimpremiere am Sonntag in Klagenfurt gegen die Austria zum Abschluss der 20. Runde gelingen. “Nur mit Erfolgserlebnissen kannst du die Sicherheit wieder zurückgewinnen”, ist sich Kühbauer bewusst. Die Erfolge sollen wieder dank einer stabilen Defensive zustande kommen. Die Abwehr war ja auch schon im Herbst das Prunkstück, 21 WAC-Gegentreffer sind aktuell der Saisonbestwert in der Liga.

“Vor allem in der Abwehr hat es im Herbst schon ganz gut funktioniert mit den wenigsten Gegentoren. Es ist nicht so schlecht, was wir da erreicht haben und da wollen wir weitermachen”, hat Abwehrchef Michael Sollbauer ein klares Ziel. Vergessen ist mittlerweile das schwache Saisonfinish. Beschäftigt hat man sich intern damit aber sehr intensiv.

“Wir haben vielleicht gedacht, wir brauchen nicht mehr alles zu tun. Wir haben schmerzhaft miterlebt, dass wir sofort verlieren, wenn wir nicht alles auf den Platz bringen”, resümierte Sollbauer. Abgehoben sei man trotz der Tabellenführung nach den Runden acht bis elf aber nicht. “Das war nicht das Problem, das Trainerteam hält uns sehr gut am Boden”, betonte der 24-Jährige.

Sein Trainer ist überzeugt, dass mentale Gründe für den Einbruch mitverantwortlich waren. “Die mentale Geschichte ist definitiv dazugekommen, wenn du von Anfang an immer auf den Plätzen eins und zwei stehst und das im Kampf mit Clubs mit weit höheren Budgets und du immer nur hörst wie gut du bist”, erklärte Kühbauer. Es sei zu dem Zeitpunkt sehr viel auf seine Mannschaft eingeprasselt. “Sie waren auf einmal in aller Munde, die Erwartungshaltung ist in der Mannschaft, von den Zuschauern und von der Region höher geworden”, erinnerte Kühbauer. Er sei auf den Zug nicht aufgesprungen. “Ich habe den Ball immer flachgehalten.”

Das ist jetzt auch im Frühjahr der Fall. “Wir haben den zweiten Teil des Herbstes ein bisschen verhackt, ich vertraue aber der Mannschaft weiter zu 100 Prozent. Wir müssen wieder zu den Tugenden zurückkommen, dass wir alles am Platz umsetzen und es dem Gegner daher schwer machen”, sagte Kühbauer. Das Erfolgsrezept ist schnell formuliert: “Wenn wir agil und aktiv sind und im Block arbeiten sind wir gut. Und die Spieler müssen an sich glauben.”

Sollbauer und Co. haben jedenfalls Lunte gerochen. Nach den Rängen 5 (2013) und 7 (2014) soll im dritten Bundesligajahr noch mehr herausschauen. “Wir haben uns eine gute Ausgangssituation erarbeitet, 30 Punkte haben uns nicht viele zugetraut. Jetzt wollen wir schauen, so lange wie möglich da vorne dabei zu bleiben”, gab der Innenverteidiger die Marschroute vor.