MUNICH, GERMANY - OCTOBER 18: Marco Friedl of FC Bayern Muenchen plays the ball during warum up prior to the UEFA Champions League group B match between Bayern Muenchen and Celtic FC at Allianz Arena on October 18, 2017 in Munich, Germany. (Photo by Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images )

Marco Friedl könnte heute Pflichtspiel-Debüt bei den Bayern geben

via Sky Sport Austria

Bayern München will beim belgischen Rekordmeister RSC Anderlecht seinen Lauf fortsetzen und die kleine Chance auf den Gruppensieg in der Champions League wahren.

Bevor Sonderflug LH 2570 zur Dienstreise nach Belgien abhob, war Karl-Heinz Rummenigge eine Botschaft besonders wichtig: Bei Bayern München darf sich jetzt bloß kein Schlendrian einschleichen. “Wir haben eine Serie hingelegt und man muss in diesem Flow bleiben”, sagte der Vorstandschef deutlich vor dem Champions-League-Gastspiel beim RSC Anderlecht.

Allerdings, und auch da setzt der viel beschriebene Jupp-Heynckes-Effekt wieder ein, ist sich Rummenigge sicher, dass die Konzentration auf dem nötigen Niveau bleibt. “Ich glaube nicht, dass die Mannschaft einen Spannungsabfall haben wird, Jupp wird das auch nicht zulassen”, sagte der 62-Jährige über den Triple-Trainer, der seit seiner Rückkehr alle acht Pflichtspiele gewonnen hat.

Für den Gruppensieg in der Königsklasse wird das wohl dennoch nicht mehr reichen, zu groß ist die Hypothek mit dem 0:3 im Hinspiel bei Paris St. Germain unter dem danach geschassten Carlo Ancelotti. Heynckes bezeichnete es als “Wunschdenken.” “Ich bin nicht dafür bekannt, dass ich ‘Dreaming about White Christmas’ von mir gebe”, sagte auch Rummenigge.

Er fügte hinzu: “Paris hat in der Champions League alles weggeputzt. Ich mache zwar kein Hehl daraus, dass wir am 5. Dezember zumindest gewinnen möchten. Aber ich bin kein großer Optimist, dass es für ein 4:0 reicht.” An einen Ausrutscher der Pariser gegen Celtic Glasgow glaubt er ohnehin nicht.

Zwei Siege in den abschließenden Spielen wünscht sich derweil auch Heynckes. Ein Erfolg gegen PSG sei vor allem für den Kopf sehr wichtig, meinte der Coach: “Psychologie spielt im Fußball eine große Rolle. Also wäre es gut, wenn wir das Paris-Spiel gewinnen würden.”

Unabhängig davon müssen sich die Bayern über die Achtelfinale-Qualifikation keinen Kopf mehr machen, die ist vor den beiden abschließenden Vorrundenspielen geschafft. Auch deshalb ist die Stimmung gelöst.

Auch personell entspannt sich die Lage langsam, obwohl den Bayern am Mittwoch David Alaba und Rafinha angeschlagen fehlen werden. Dafür könnte der 19-Jährige Marco Friedl erstmals in einem Pflichtspiel für die Bayern zum Einsatz kommen. Der Tiroler könnte sogar in der Startelf der Bayern stehen.

Thomas Müller (noch Trainingsrückstand) steht dicht vorm Comeback, bei Franck Ribery deutet sich ebenfalls eine Rückkehr noch vor Ende der Hinrunde an. Und Manuel Neuer könne, wie Rummenigge berichtete, “demnächst die Krücken ablegen. Er ist im Soll”.

Auch die Aussicht auf zunehmende Konkurrenz verstärkt die Überzeugung, dass die Heynckes-Elf nicht aus dem Tritt gerät. “Es kommt mehr Druck in den Kader”, meinte Rummenigge. Kaum Indizien also, dass die Münchner ausgerechnet beim Underdog Anderlecht ins Stolpern geraten.