Vadlau gibt mit neuem Vorschoter Regatta-Comeback

Lara Vadlau springt dieser Tage vor Split ins kalte Wasser. Die EM in Kroatien wird für die Segel-Olympiasiegerin in der 470er-Klasse zur Feuertaufe mit ihrem neuen Vorschoter Niklas Haberl. Obwohl die Kärntnerin bekundet, dank erfolgversprechender Trainingstage wieder „Blut geleckt“ zu haben, erwartet sie für die erste Regatta keine Wunderdinge. „Die Honeymoon-Phase läuft bei allen toll, es kommt darauf an, wie wir zusammenarbeiten, wenn Gegner ins Spiel kommen.“

Nach dem Rücktritt von Lukas Mähr, mit dem Vadlau vor Marseille im vergangenen Sommer Olympia-Gold gewann, bildet sie seit März mit Haberl ein neues Gespann. Split ist Schauplatz ihres Wettkampf-Debüts, das längerfristige Ziel ist Olympia 2028 vor Los Angeles. Dort will das neue Duo um eine Medaille kämpfen. „Wir werden bis zum Start der EM am Montag nicht mehr als zehn Trainingstage absolviert haben – viel zu wenig, um Erwartungen zu formulieren“, erklärte Vadlau bei aller Vorfreude auf die Premiere in neuer Kombination. „Wenn wir aber in Los Angeles erfolgreich sein wollen, dürfen wir nichts auslassen. Deswegen sind wir hier am Start.“

„Bis jetzt waren die Trainings zum Reinfinden – viel drehte sich um unsere Kommunikation bei den Manövern. Da ist nach nur etwa zehn Tagen definitiv noch Luft nach oben“, meinte Haberl. „Ich bin gespannt, wie wir da nun auch mit der Komponente Gegner zurechtkommen. Hoffentlich entsteht kein Chaos.“

Erste Container in Olympia-Revier 2028 verschifft

Rund 8.300 Kilometer weiter östlich wird parallel die Weltmeisterschaft der olympischen Klasse ILCA 7 ausgetragen. Für Österreich startet Clemens Kübber. Olympia 2028 streckt indes bereits seine Fühler aus. Im Juli wollen Österreichs Top-Teams der Klassen Nacra 17 und 49er erstmals in den olympischen Gewässern vor Los Angeles trainieren – mit ihren eigenen Booten, die Ende April verladen und verschifft wurden. Die Fracht soll Mitte Juni an der US-Westküste ankommen. Das LA-Revier ist für den Großteil des Segel-Nationalteams neu.

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(APA) Foto: GEPA