RIO DE JANEIRO, BRAZIL - JULY 31:  IOC President Thomas Bach speaks during a Press Conference on July 31, 2016 in Rio de Janeiro, Brazil.  (Photo by Getty Images/Getty Images)

WADA weist Vorwürfe von IOC-Präsident Bach zurück

via APA
Rio de Janeiro (APA/dpa) – Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA hat Vorwürfe von Thomas Bach zurückgewiesen. Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hatte am Montag in Rio de Janeiro im Doping-Skandal um Russland erklärt, dass die WADA zu spät die Initiative ergriffen habe.

“Die WADA versteht, dass der Zeitpunkt der Veröffentlichung des McLaren-Reports zu Russland eine Reihe von Organisationen in der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele und Paralympics beeinträchtigt hat”, hieß es in einer Erklärung am Montag. Die WADA habe aber “unverzüglich gehandelt, als sich nach den Anschuldigungen betreffend Russland die Beweise erhärteten”.

Der IOC-Präsident hatte am Sonntag die WADA beschuldigt, wesentlich dazu beigetragen zu haben, dass kurz vor Beginn der Sommerspiele noch Unklarheit herrsche, welche russischen Athleten starten könnten. Es hätte schon viel früher Hinweise auf Dopingvergehen in Russland gegeben, sagte Bach.

Richard McLaren hatte seinen Bericht, in dem er staatliches Doping in Russland anprangerte und die Empfehlung aussprach, das Land komplett von den Rio-Spielen auszuschließen, am 18. Juli veröffentlicht. Das IOC hatte am 24. Juli entschieden, keinen Komplett-Bann zu verhängen und jeden einzelnen russischen Sportler zu überprüfen.

Artikelbild: Getty