Wiederbeginn der tipico-Bundesliga steht weiter in den Sternen

Gastbeitrag

Aufgrund der Corona-Pandemie steht die Sportwelt still. Wann die tipico-Bundesliga fortgeführt werden kann, ist bisher völlig offen. Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer gab nach einer Konferenz mit Vertretern der Vereine aus der ersten und zweiten Liga allerdings erste Informationen zu einem möglichen Wiederbeginn im Mai aus. Es gilt allerdings zuvor noch diverse offene Fragen zu klären.

Weiterhin Geduld gefragt

„Wir müssen abwarten, wie der Erlass der Bundesregierung im Detail aussieht, damit wir wissen, wie man etwa exakt in Kleingruppen trainieren kann. Einen fixen Termin zum Wiederbeginn gibt es bisher nicht. Die Fans müssen daher weiter warten, wann und ob die Saison der tipico-Bundesliga fortgesetzt wird.“ Mit diesen Worten dämmte der Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer die Erwartungen vieler Fußballfans erstmal ein. Zwar sei grundsätzlich ein Neustart Mitte Mai angepeilt, aber konkrete Vorhersagen zu treffen, sei aufgrund der aktuellen Lage äußerst schwer. Zwar seien noch viele Fragen offen und diverse Details müssten mit den zuständigen Behörden abgeklärt werden, grundsätzlich hält der Bundesliga-Vorstand den anvisierten Termin aber für möglich. In den Amateurligen ist die Lage hingegen gänzlich anders. Diese wurden bereits abgebrochen.

Wiederaufnahme des Trainings in Planung

Die Vorhersage, ob der Neustart Mitte Mai auch wirklich stattfindet, gleicht der Vorhersage der Zahlen beim Lotto. Es fließen einfach zu viele unvorhersehbare Faktoren in den Entscheidungsprozess mit ein. „Wenn ich an den Arbeitsaufwand denke, wird mir leicht übel. Aber wenn ich daran denke, dass vielleicht die Kugel wieder rollt, dann freue ich mich wieder. Ich halte es für möglich“, kommentierte Ebenbauer den aktuellen Status gegenüber dem ORF. Für den Neustart wurde zumindest schon einmal ein erstes Konzept an die verantwortlichen Behörden geschickt.

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Trainingseinheiten könnten hingegen schon ab kommenden Dienstag wieder aufgenommen werden. Allerdings gilt es die vorherige Verordnung des Gesundheitsministeriums abzuwarten. Anschließend könne man genaueres über die Form der Kleingruppentrainings sagen. „Ebenso stehen wir in punkto medizinisches Gesamtkonzept in ständigem Austausch mit dem Sport- und dem Gesundheitsministerium. Da geht es um Hygienevorschriften und um organisatorische Vorschriften, die wir genau kennen müssen“, sagte Ebenbauer

Regelmäßige Covid-19-Tests die Lösung?

Eine Voraussetzung sind anscheinend regelmäßige Covid-19-Tests, die bei den Profis durchgeführt werden müssten. „Der Fußball hat natürlich nicht Vorrang gegenüber systemrelevanten Einrichtungen. Wenn Testkapazitäten fehlen, würde der Ball nicht rollen. Sicherheit geht vor, Gesundheit geht vor. Aber wenn wir die Kapazitäten und die finanziellen Rahmenbedingungen bekommen, wollen wir schnellstmöglich wieder starten“, gab der Liga-Vorstand von sich.

Da derartige Testreihen die sowieso schon durch die Corona-Pandemie wirtschaftlich schwer angeschlagenen Vereine finanziell weiter belasten würden, baut Ebenbauer auf finanzielle Hilfe durch die UEFA, die Bundesregierung sowie auch von Sponsoren. Die Spiele selber fänden als Geisterspiele statt. Fußballfans sollten in diesem Fall sich auch nicht vor den Stadien versammeln. „Ich gehe davon aus, dass sie so vernünftig sind und die Maßnahmen weiterhin umsetzen werden, um den Spielbetrieb nicht zu gefährden“, so Ebenbauer.

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Sollte ein Test bei einem Profispieler allerdings positiv auf das Coronavirus anschlagen, könnte allerdings der gesamte Neustart gefährdet sein. Würde zudem ein erneuter Abbruch der Saison erfolgen, würde die Vergabe der Europacup-Plätze sich nach der Tabellenkonstellation nach den 22 Runden des Grunddurchgangs orientieren. Noch etwas düsterer sieht es aktuell in der Hpybet 2. Liga aus. Auch hier ist eine Wiederaufnahme des Ligabetriebs zwar noch nicht vollständig vom Tisch, die Erlaubnis des Trainingsalltags wurde für die zweite Liga allerdings noch nicht gegeben.

Bild: Pixaby