Wirtschaftsmotor Fußball – Profiteure des Weltsports!

via Sky Sport Austria

Der Fußball ist schon lange kein einfacher Sport mehr, sondern stellt im globalen Gefüge einen gigantischen Wirtschaftsfaktor dar. Die Sportart mit dem runden Leder hat dabei so immens an Wichtigkeit gewonnen, dass ein Wegfall erhebliche Einbrüche für die Volkswirtschaft eines Landes bedeuten würde. Im globalen Wirtschaftsmotor Fußball fließt Unmengen an Kapital, das durch zahlreiche andere Branchen in den Markt hineingetragen wird. Dadurch ist ein gewaltiges Wirtschaftskonstrukt entstanden, das den Fußball als zentralen Mittelpunkt innehat. Doch welche Bereiche profitieren vom branchenübergreifenden Einfluss des Weltsports? 

Arbeitsmarkt profitiert!

Der Fußball hat einen positiven Einfluss auf den globalen Arbeitsmarkt, da er sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitstellen generiert und eine wirtschaftliche Wertschöpfung für die jeweiligen Staaten darstellt. Allein der reguläre Ligabetrieb der einzelnen Nationen benötigt eine Vielzahl von unterschiedlichen Ressourcen, die nur mithilfe menschlicher Arbeitskraft bereitgestellt werden können.

Die Vereine müssen für ihre Heimspiele einen hohen logistischen Aufwand betreiben, um die riesigen Menschenmenge bändigen zu können. Dazu gehören z.B. die Regulierung der Infrastruktur und das Betreiben der Verkaufsstände. Im Fokus steht zwar immer der wirtschaftliche Gewinn, doch ohne den Einsatz von kompetenten Personal kann kein finanzieller Mehrwert geschaffen werden. Diese wirtschaftliche Kausalkette löst der Fußball sowohl direkt als auch indirekt in mehreren Wirtschaftssektoren aus, die auf Basis des Weltsports ein Geschäftsmodell aufgezogen haben, das Arbeitsplätze schafft und einen positiven Einfluss auf den Arbeitsmarkt hat.

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Sportwetten

Die unvergleichliche Reichweite des Fußballs ist verantwortlich dafür, dass die Glücksspielindustrie sich in Form der Sportwetten über riesige Gewinne freuen darf. Zocker, Fans und Gelegenheitsspieler setzen auf die Spiele, Events und Turniere, um sich neben ihrer Leidenschaft zum Sport einen Nebenverdienst zu sichern. Im Bereich der Sportwetten bildet der Fußball mit Abstand die beliebteste Sportart, die somit für einen Großteil des Umsatzes der unterschiedlichen Sportwetten-Anbieter verantwortlich ist.

Die Branche befindet sich seit Jahren auf einem ungebremsten Höhenflug. In der Konsequenz strömen immer mehr neue Wettanbieter auf den Markt, die den etablierten Platzhirschen Konkurrenz machen. Um sich in der Branche eine gute Position zu verschaffen, setzen die Newcomer vermehrt auf attraktive Neukundenboni. Auch die Struktur der Quoten bildet in diesem Zusammenhang ein reizvolle Verlockung.

Einnahmen für den Staat

Die wirtschaftliche Macht des Fußballs kommt letztlich auch den jeweiligen Staaten zugute, die dank der kommerziellen Strukturen des Weltsports gigantische Summen einnehmen. Der Ligabetrieb der tipico-Bundesliga sorgt für wichtige Staatseinnahmen, die durch die Regierung eine sinnvolle Umverteilung und Reinvestierung erleben. Für den Nachbarn Deutschland wurden im Zuge einer Studie genauere Zahlen erhoben, die die wirtschaftliche Wichtigkeit des Fußballs für eine Nation explizit hervorheben sollten.

So besagen die Ergebnisse, dass die Bundesrepublik nach Abzug aller Kosten mit Fußball insgesamt 2,3 Milliarden an Steuern und Abgaben pro Jahr einnimmt. Die wichtigsten Kapitalquellen des Fußballs stellen dabei die Einnahmen von Mediennutzungsrechten dar. Damit sind die TV-Stationen und mittlerweile auch Streaming-Dienstleister gemeint, die Unmengen an Geld für die Übertragungsrechte in die Hand nehmen. Andere Quellen sind etwa Ticketverkäufe, Merchandising-Artikel und Sponsoring.

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Einnahmen durch Namensrechte & Sponsoring

Für eine branchenübergreifende Wertschöpfung sorgt der Fußball im Rahmen des Sponsorings und der Namensrechtvergabe. Vor allem die Stadien spielen in diesem Kontext eine übergeordnete Rolle, da sie die Wahrnehmung bzw. das Image einer Stadt entscheidend beeinträchtigen. Große Vereine wie z.B. der FC Bayern werten aufgrund ihres Stadions und auch ihres Erfolgs die Stadt München auf, die so noch attraktiver für die Öffentlichkeit und die Wirtschaft wird.

Nicht zuletzt ist auch das Geschäft mit den Namensrechten für Stadien sehr reizvoll. Die Namenspartner geben viel Geld dafür aus, dass die Arenen der Vereine mit ihrem Firmennamen und -logo geziert werden. Vor allem Versicherungen und Banken sind darauf aus, Namensrechte zu erwerben. Diese kommunikative Strategie sorgt in der Regel für eine Reihe positiver Effekte, die etwa durch mediale Präsenz und mehr Zulauf zu beobachten sind.

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Konsum von Snacks & Bier

Ein Stadionbesuch bei einem Fußballspiel ist ein echtes Erlebnis, das den Sport mit einigen essenziellen Dingen verbindet. Dazu gehört speziell der Konsum von Snacks und Bier. Vor allem das alkoholhaltige Getränk erfreut sich an Spieltagen einer wahnwitzigen Nachfrage, die letztlich die Kassen den Brauereien klingeln lässt. Die im Raum stehenden Umsatzzahlen haben viele Branchenvertreter dazu veranlasst, sich das exklusive Verkaufsrecht ihrer Marke in bestimmten Stadion zu sichern.

Diese wirtschaftliche Kausalkette sorgt zwar dafür, dass wieder mehr Kapital in die jeweiligen Vereine fließt, doch die Bierbranche erzielt durch den Fußball deutlich höhere Umsatzzahlen, die mit einer höheren Auftragsdichte einhergeht. Der finanzielle Mehrwert schließt wiederum einen Kreis, da auch Arbeitsmarkt, Stadt und auch Staat als Profiteure auftreten.

Bildquelle: Pexels / Pixabay