Zum NACHSEHEN: Talk & Tore mit Thalhammer, Struber & Feldhofer

via Sky Sport Austria

Am Montag durfte Martin Konrad drei sehr erfolgreiche Trainer bei “Talk & Tore” begrüßen. Die Sendung mit LASK-Trainer Dominik Thalhammer, New-York-Red-Bulls-Coach Gerhard Struber und WAC-Übungsleiter Ferdinand Feldhofer gibt es hier zum Nachsehen.

Die ganze Sendung zum Nachsehen:

Die Sendung als Podcast:

Alle Stimmen zu „Talk & Tore“

Dominik Thalhammer (Trainer LASK):

…über Tottenham Hotspur: „Es ist eine Riesenchallenge gegen diese Mannschaft zu spielen. Es ist unglaublich, was da für eine Spielerqualität gibt. Er kann fünf, sechs, sieben Spieler tauschen und die Qualität bleibt die gleiche. Eine typische Mourinho-Spielweise, die Null halten, das Zentrum verdichten, schwierig zu spielen, aber es ist was möglich.“

…über das Duell mit Red Bull Salzburg: „Wir haben gestern verloren, aber es ist eine Riesenmotivation für uns noch mehr zu tun. Wir haben gespürt, dass wir näher an Salzburg herangerückt sind, das motoviert uns, auch wenn wir gestern verloren haben.“

…über Johannes Eggestein: „Wir planen bis Saisonende mit ihm. Ein sehr guter Griff für uns, ich habe selten einen Spieler gesehen, der taktisch so diszipliniert spielt, ein toller Spieler, von der Technik sehr sauber.“

…über Neuzugänge im Sturm: „Es wird intern diskutiert, weil v. a. unsere erste Pressing-Linie sehr intensiv abreiten muss und wir sie als erstes vom Platz nehmen müssen. Nachdem auch Raguz und Karamoko ausfallen aktuell, ist es natürlich ein Thema.“

…über die Trainerausbildung in Österreich: „Es geht um das Trainerbild an sich, weil der Trainer einen unglaublichen Impact auf den Fußball im gesamten Land hat. Deswegen haben wir sehr stark darum gekämpft, dass die Ausbildung einen hohen Stellenwert haben muss im Verband. Es freut mich, dass viele Trainer aus Österreich den Sprung ins Ausland schaffen. Es gab in der Trainerausbildung in den letzten Jahren sehr, sehr viele Professionalisierungs-Maßnahmen. Der Stellenwert ist sehr wichtig, den die Ausbildung haben muss. Die Ausbildung geht immer mehr in die Realität. In Liefering haben wir zum Beispiel ein Training analysiert, in alle Teilbereiche zerlegt. Dann gibt es viele Situationen, wo die Realität simuliert wird, ich denke da an Medientrainings. Ich denke, man kann da sehr viel machen und entwickeln und realitätsnahe Prinzipien implementieren, sodass die Ausbildung einen extrem hohen Standard hat.“

…über seine Zeit beim ÖFB: „Es war ein großartiges Arbeitsumfeld beim ÖFB (…) der Sicherheitsgedanke spielt natürlich eine Rolle, du hast einen sicheren Job. In der Bundesliga ist die durchschnittliche Lebensdauer eines Trainers glaube ich 1,2 Jahre. Nach einer gewissen Zeit erkennt man wohin manch sich entwickeln will, wie schaut dein Lebensplan für die Zukunft aus. Da musste für mich noch was kommen. Ich wollte den Weg in die Bundesliga unbedingt machen und da gab es mit dem LASK eine gute Gelegenheit. Weil dort Leute am Werk sind, die visionär denken, mit Präsident Siegmund Gruber und Jürgen Werner. Das hat mich begeistert. Für so ein Projekt, für so einen Verein lohnt es sich viel aufzugeben. Man kommt mit vielen internationalen Fachleuten zusammen, bekommt sehr viel mit in der Zeit, erweitert seinen Horizont und will das dann auch in der Praxis anwenden und jetzt war es soweit.“

…über seine Veränderung als Trainer: „Gefeiert habe ich früher, die Zeiten sind vorbei, ich kann mich schon freuen. In den Anfängen der Trainerkariere war ich sehr emotional, auch in Bezug auf die Schiedsrichter, das habe ich mir abgewöhnt. Es ist keine gute Strategie, es ist wichtig als Trainer zu versuchen alles unter Kontrolle zu haben, ein hoher Fokus ist sehr wichtig.“

…über Frauen- und Männerfußball: „Es ist gar nicht so ein großer Unterschied in der Arbeitsweise. Wir haben auch beim Frauen-Nationalteam auf sehr hohem und professionellem Niveau arbeiten können. Das Tempo und die Dynamik sind natürlich nicht so hoch. Wenn es Unterscheidungsmerkmale gibt, dann ist es so, dass für Frauenteams der soziale Gedanke im Vordergrund steht. Im Männerfußball ist das Gewinnen und Siegen sehr dominant. Aber auch jetzt habe ich eine Mannschaft, die sehr werteorientiert ist, der Bodenständigkeit wichtig ist. Von daher ist der Unterschied, von der Herangehensweise und Arbeitsweise, nicht so groß.“

…über den LASK: „Es zeichnet den LASK aus, dass die Spieler sich wohlfühlen und gerne beim Verein spielen. Der LASK denkt strategisch mittel- und langfristig und will so die Kaderstruktur für die nächsten Jahren aufbauen. Der Cup ist ein großes Ziel von uns, wir müssen den richtigen Fokus bekommen, auch nach der Europa League in der Meisterschaft den Fokus zu bekommen, das erwarte ich mir auch am Mittwoch gegen Elektra.“

Gerhard Struber (Trainer New York Red Bulls):

…über den WAC: „Ich wollte Ferdinand Feldhofer heute persönlich zu diesem Riesenerfolg gratulieren. Viele Dinge haben wir damals in die richtige Richtung geleitet und er hat weiterhin die Mannschaft in guter Spur gelassen, sie bringen stabil ihre Leistungen, performen immer und immer wieder auf sehr hohem Niveau. Der Mannschaftsgeist und der Spirit ist schon was Spezielles beim WAC. Immer wenn ich die Zeit habe, schaue ich dem WAC zu.“

…über Salzburgs Europa League Gegner Villarreal: „Ein spanischer Spitzenverein, der es versteht zu verteidigen und gleichzeitig durch individuelle Klasse Spiele zu entscheiden. Ich gehe davon aus, dass Salzburg in diesem Spiel auf Augenhöhe agieren wird und wenn ein bisschen Glück dazukommt, werden sie den Gegner besiegen können, es wird eine Riesenherausforderung.“

…über die Spielart in der MLS: „Es ist sehr südamerikanisch geprägt, es sind Spieler mit viel Spielwitz unterwegs in der MLS, die Amerikaner bringen von der physischen Seite die Athletik ins Spiel.“

…über seine Beweggründe nach New York zu gehen: „Es ist die Chance an großen Zielen zu arbeiten, das Projekt ist sehr ambitioniert. Die Ziele sind hochgesteckt, das ist Standard in der Red-Bull-Welt. Das hat mich an dem Schritt nach New York gereizt. Die Ambitionen, die ich in den Gesprächen mit den Verantwortlichen in New York erlebt habe und die persönliche Entwicklung ist für mich eine Riesenchance. Diese Chancen will ich wahrnehmen, die kriegt man nicht so oft im Leben.“

…über die Regeln in der MLS: „Es ist schon ein ‚Regel-Dschungel‘, aber gleichzeitig, wenn man in der MLS arbeitet, kann man als Coach viel Einfluss nehmen. Weil andere Mannschaften mit denselben Regeln ausgestattet sind, der ‚salary cap‘ zum Beispiel. Von der Kaderstärke sind alle auf einem ähnlichen Level. Mit einem Trainerteam kannst du dann Rieseneinfluss nehmen. Das war mit ein Grund, warum ich diesen Schritt gemacht habe.“

…über Mut und Authentizität: „Ich bin, glaube ich, ein mutiger Mensch, das war ich immer, das erwarte ich auch von meinen Jungs am Platz, ich traue mir viele Dinge zu, schaue mir die Dinge davor genau an. Vor dem Schritt nach Barnsley habe ich gewusst, auf was ich mich einlasse. England hat mich persönlich reifen lassen, mit einem viel schnelleren Tempo, als es in Österreich möglich gewesen wäre. Der Erfolg hat mir auch recht gegeben. Ich bin ein sehr authentischer Trainer. Wenn wir was zu feiern haben, dann feiern wir. Wenn man viel Energie reinsteckt und Erfolg einfährt, dann gilt es zu feiern. Speziell mit Barnsley in der Liga zu bleiben war ein sehr emotionaler Moment.“

…über Salzburg-Sportdirektor Christoph Freund: „Wir kennen uns gut und der Christoph darf tatsächlich sehr viel sagen. Wir haben gemeinsam in der Landesauswahl Fußball gespielt in Salzburg. Gemeinsam coole Momente gehabt in der Fußballwelt und auch außerhalb. Er ist für mich immer ein Ansprechpartner. Wir wissen was wir voneinander haben können.“

…über mögliche Transfers zwischen Salzburg und New York: „Man muss schauen was Sinn macht, am Ende des Tages muss es für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation sein, auch für den Spieler. Wenn er in Salzburg nicht viel Spielzeit hat und wir als New York eine Plattform bieten können, um den nächsten Schritt zu machen, dann macht es Sinn. Es könnte den einen oder anderen geben, der das nützen möchte. Daniel Royer hat eine richtig gute Erfolgsgeschichte geschrieben, hat einen guten Einfluss auf die Mannschaft, ich gehe davon aus, dass er bleibt und eine wichtige Rolle in der Mannschaft einnimmt.“

…über die österreichische Meisterschaft: „Mich freut es, wenn die Liga spannend ist. LASK, Sturm und Rapid machen einen guten Job. Es ist ein Stück enger geworden, das braucht die Liga, dass es spannend bleibt und nicht vom ersten Moment klar ist, dass das Red Bull machen wird. Am Ende glaube ich, dass es Red Bull aufgrund der Kaderqualität für sich entscheiden wird. Der LASK wird lange Zeit mitreden und vielleicht auch Sturm Graz. Christian Ilzer macht einen stabilen Job und hat Sturm richtig in die Spur gebracht. Der WAC wird in den nächsten Wochen und Monaten in der Meisterschaft eine Rolle übernehmen und wieder dort landen wie in den Jahren zuvor.“

Ferdinand Feldhofer (Trainer RZ Pellets WAC) aufgrund eines Magen-Darm-Virus per Video-Schaltung:

…über den Europa-League-Kracher gegen Tottenham Hotspur: „Wir freuen uns sehr, wir haben uns das verdient. Gegen den besten in der besten Liga, mehr geht nicht. Ich habe heute schon in meinen E-Mail-Account geschaut, ob schon was gekommen ist. Der Dominik (Thalhammer) wird meine E-Mail noch haben von der Ausbildung, dementsprechend freue ich mich schon auf seine E-Mail.“

…mit einem Ausblick: „Wir wollen in allen drei Bewerben überwintern bzw. gute Ausgangspositionen für das Frühjahr schaffen und da sind wir auf einem guten Weg. Wenn es mir weiterhin so gut geht, gehe ich davon aus, dass ich auf der Bank sitze (am Mittwoch im Cup).“

Christoph Freund (Sportdirektor FC Red Bull Salzburg):

…in einem Einspieler über Gerhard Struber: „Er hat eine ungewöhnliche Karriere für einen österreichischen Trainer gemacht, ihm wurde nichts geschenkt. Beeindruckend, wie er sich als Trainer und Persönlichkeit entwickelt hat, er hat auch Rückschläge hinnehmen müssen, nie aufgegeben, er geht seinen Weg. Ich kenne ihn schon sehr lange, er steht für Bodenständigkeit und Kontinuität. Er kennt unsere Spieler sehr gut, wie sie ausgebildet sind, das passt gut zu seiner Art und Weise, wie er Fußball spielen lässt. Wir werden sehen, was die nächsten Wochen bringen, er ist sicher nicht uninteressiert an dem einen oder anderen Spieler von uns.“