Die Sky-Frühjahrsvorschau: WAC

via Sky Sport Austria

Am Samstag trifft der WAC zuhause auf Hartberg (ab 16:00 Uhr live auf Sky Sport Austria 1 HD – mit Sky X kannst du das Spiel live streamen – monatlich kündbar). Aktuell befinden sich die Kärntner auf dem vierten Tabellenrang. Mit einem Sieg kann der Wolfsberger AC seinen Platz in der Meistergruppe fixieren. Unser Vereinsredakteur David Eder hat die Kärntner vor dem Ligastart genauer unter die Lupe genommen. 

Transfers:

Zugänge

Cheikhou Dieng (vereinslos)

Milos Jojic (Basaksehir)

Miguel Vieira (Basaksehir)

Marcel Holzer und Kai Lukas Stratznig wurden von den Amateuren hochgezogen

Abgänge:

Marcel Ritzmaier (FC Barnsley)

Michael Sollbauer (FC Barnsley)

Anderson Niangbo (zurück zu Salzburg)

Amar Hodzic (Vorwärts Steyr – Leihe)

Vorbereitung:

Vom öffentlichen Disput mit Ex-Trainer Struber (wegen Wechsel von Sollbauer) und vom Transfer-Fauxpas mit Andres Andrade ist bei den Spielern wenig zu spüren. Alle sechs Testspiele konnte der WAC gewinnen. Einziger Wehrmutstropfen, die andauernden Verletzungsprobleme bei Dominik Baumgartner.

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Spielanlage:

Sehr ähnlich zum Herbst unter Gerhard Struber. Ferdinand Feldhofer erklärt, es bringe nichts neu zu einem Verein zu kommen und sofort alles völlig umzudrehen. Feldhofers Prinzipien sind ohnehin ähnlich: sehr hohes Pressing, bei Ballverlusten sofortige Einleitung des Gegenpressings. Er selbst sagt knapp: „Ich will immer den Ball haben und wenn ich ihn nicht habe, will ich ihn schnellstmöglich zurückgewinnen.“ Um es noch prägnanter zu formulieren: Dominanz durch aktive Spielweise.

In den Testspielen war schön zu erkennen: Die Grundordnung ist das 4-4-2 mit Raute, aber es gibt etwas andere Abläufe im Anlaufverhalten und auch im Ballbesitz. Vorbereitungspartien sind grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen, aber die Risikofreude und der Offensivdrang scheinen fürs Erste voll erhalten geblieben, wenn nicht sogar noch gesteigert worden zu sein.

Mögliche Startelf:

Aufstellung (im 4-4-2 mit Raute, von rechts nach links!):

(Startformation im letzten Test gegen die Admira. Rnic ist in den ersten 3 Spielen gesperrt. Gut möglich, dass er danach wieder in die Startelf rückt)

Ersatz: Kuttin, Soldo, Dobnik, Gölles, Wernitznig, Baumgartner, Rnic, Peric, Tauchhammer, Baumgartner, Tauchhammer, Gollner, Wernitznig, Sprangler, Stratznig, Wernitznig, Gölles, Schöfl, Syla, Schmid, Jojic, Steiger, Schmidt, Schmerböck, Holzer

„Rising Star“:

Perspektivisch haben sich in der Vorbereitung Kai Lukas Stratznig, Lukas Schöfl und Fabian Tauchhammer ordentlich präsentiert. Wie früh da wer aufzeigen wird, wird man sehen.

Saisonziel:

Prinzipiell die Meistergruppe, mittlerweile sei es „keine Schande, wenn man in den Top 5 landen würde“. Klar, wer will schon sechster werden.

Budget: geschätzt auf 6-8 Mio Euro

Kadergröße: 28 Spieler

Durchschnittsalter Kader: 23,9 Jahre

Prognose Vereinsredakteur:

Es scheint dem WAC in Sachen individuelle Qualität gelungen zu sein, die Abgänge Niangbo, Ritzmaier und Sollbauer mit Dieng, Jojic und Vieira zu kompensieren – wenn auch mit anderen Spielertypen. Dieng ist im österreichischen Fußball nach seinen Engagements in St. Pölten und Innsbruck kein Unbekannter. Er besticht durch sein Tempo und sein Vermögen im offensiven Eins-gegen-eins.

Jojic ist ein feiner Fußballer, das war schon in Dortmund und Köln zu sehen. Der erwartet große Durchbruch ist ihm nie geglückt. Bei Basaksehir hatte er im Herbst nach einem gescheiterten Wechsel und der folgenden fehlenden Meldung für den Spielbetrieb nicht einmal eine Einsatzgenehmigung.

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Zwar etwas mehr, aber dennoch wenig Spielpraxis in dieser Saison hat Miguel Vieira vorzuweisen. Basaksehir hat den portugiesischen Innenverteidiger erst im Sommer aus der 2. Spanischen Liga geholt. Routine ist von ihm in jedem Fall zu erwarten. Was die Mannschaftsführung betrifft, wird es jedoch nicht einfach, Michael Sollbauer sofort zu ersetzen. Aus sprachlichen Gründen, aber auch, weil Sollbauer ganz einfach ein WAC-Urgestein war und als Chef geachtet wurde.

Die Kapitänsschleife wandert übrigens an Michael Liendl. Nur logisch, Liendl war bislang Ersatzkapitän des WAC. Es ist dem WAC absolut zuzutrauen, die Zielsetzung „Top 5“ zu erreichen. Bei aktuell zehn Punkten Vorsprung auf Platz sieben sollte der Einzug in die Meistergruppe nicht mehr ernsthaft zur Debatte stehen.

Das größte „Problem“ der Mannschaft im Herbst, die hohe körperliche Belastung durch die Europa League, gibt es nicht mehr. Selbst wenn der ein oder andere taktische Automatismus aufgrund des Trainerwechsels und der Kaderveränderungen noch nicht sofort vorhanden sein sollte, ist die individuelle Qualität des Kaders als ausreichend hoch einzuschätzen um den sechsten Platz am Ende jemand anderem überlassen zu können.

Das Restprogramm – Der Kampf um die Meistergruppe