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Wintersport

Gibt es ab 2020 keine Alpine Kombination mehr?

via Sky Sport Austria

Wien (APA) – Der alpine Ski-Weltcup steht vor einer umfassenden Reform. Bei der FIS-Kalenderkonferenz von Mittwoch bis Sonntag in Portoroz in Slowenien wird am Samstag ein “Strategiepapier” präsentiert, das die neue Richtung ab 2020 vorgeben soll. Auch WM-Kandidaten 2023 wie Saalbach-Hinterglemm sind für Briefings vor Ort, am Sonntag tagt zum Abschluss der FIS-Vorstand.

Saalbach-Hinterglemm hatte 2015 gegenüber St. Anton am Arlberg (Tirol) den Vorzug für eine österreichische Bewerbung bekommen. Obwohl die jüngsten Alpinski-Weltmeisterschaften in Österreich erst 2013 stattfanden, wähnt man sich in Salzburg gegenüber dem französischen Konkurrenten Courchevel-Meribel im Vorteil, weil im hinteren Glemmtal die Wege kurz sind und in Frankreich an zwei verschiedenen Orten gefahren werden muss. Die Weltmeisterschaften 2023 werden im Juni 2018 vergeben.

Traditionelle Bormio-Abfahrt vor Rückkehr in Kalender

Im Mittelpunkt der Konferenz an der Adria-Küste stehen aber die diversen Weltcup-Kalender, und da tut sich speziell im Alpinbereich einiges. Schon im kommenden Winter etwa könnte die traditionelle Herren-Abfahrt in Bormio ins Programm zurückkehren.

Speziell im Alpinski-Bereich wird die lange diskutierte “Umkrempelung” des Kalenders nun offenbar ernsthaft angegangen. So gilt das Aus für die Alpine Kombination ab 2020/21 als beschlossen. Das bestätigte auch FIS-Chefrenndirektor Markus Waldner gegenüber der APA – Austria Presse Agentur.

Alpine Kombination zum letzten Mal bei WM 2019

Die aus einem Speed-Rennen und einem Slalom zusammengezählte Kombination wird demnach 2019 bei der WM in Aare (Schweden) zum letzten Mal ausgetragen und danach durch stadtnahe City- bzw. Parallel-Events ersetzt. Im Kalender-Entwurf ab 2020 stehen etwa gleich sieben Parallelbewerbe pro Geschlecht (Team und Einzel) im Programm, der erste soll als Team-Event gleich bei der Saisoneröffnung in Sölden steigen. Bleibt das so, hätten die Techniker womöglich einen weiteren Vorteil im Kampf um die große Kristallkugel.

Zudem durchkreuzt dies auch etwas die Strategie von Peter Schröcksnadel. Der ÖSV-Präsident hatte kürzlich u.a. mehr Augenmerk auf die Kombi angeregt, weil dort “leichte” Medaillen zu holen seien. Auch mit einem “Alpine Team Event” (ATE) in Sölden hätte der Tiroler bekanntlich keine Freude.

Sprint-Abfahrten statt Super-G?

In Slowenien wird jedenfalls diskutiert, wie die “New Vision” im Alpin-Weltcup im Detail aussehen könnte. So sucht man etwa auch Lösungen dafür, die Starterfelder zu verkleinern. “Die Fernsehstationen steigen nach der Nummer 30 aus, da sind oft aber oft noch 50 Läufer am Start”, erklärte Waldner das Dilemma. Kleinere Starterfelder würden aber wohl vor allem auf Kosten der großen Verbände gehen.

Auch über das Renn-Format der einzelnen (Technik-) Disziplinen wird diskutiert. So sind Sprint-Abfahrten in zwei Durchgängen statt dem Super-G vorstellbar. Weil der Alpin-Weltcup schlanker, einfacher und kompakter werden soll, könnte es nach der Kombi in absehbarer Zeit deshalb auch dem Super-G an den Kragen gehen.

Die zweitschnellste Alpindisziplin ist nach Meinung vieler der Abfahrt zu ähnlich. “Man sieht oft kaum Unterschiede. Es stellt sich also die Frage der Sinnhaftigkeit”, so Waldner.

Pläne, die alle zwei Jahre stattfindenden Weltmeisterschaften auf Ende Februar/Anfang März nach hinten zu schieben und danach nur noch das Weltcup-Finale auszutragen, haben hingegen offenbar keine Befürworter gefunden. “Es wäre zwar für den Weltcup eine Aufwertung, der Marktwert ist im Februar aber doch sehr hoch”, erklärte Waldner, warum man die Weltmeisterschaften weiterhin Anfang Februar beginnen lassen wird.

Die Idee wird schon seit längerem ventiliert, weil das Interesse am Skirennsport spätestens mit Wiederbeginn der Fußball-Ligen deutlich abebbt. Auch in den kommenden Wintern geht der Alpinski-Weltcup aber weiterhin erst Mitte März zu Ende. “Die Wertigkeit des Weltcups nach der WM ist aber vielfach praktisch null”, verweist Waldner etwa auf schwach besuchte Events wie jenen der Herren in Kvitfjell in Norwegen.

Olympia-Programm 2018 bleibt gleich

Wie üblich sind dies aber alles lediglich Vorschläge und Diskussionsthemen, die diese Woche bei der Konferenz in Slowenien besprochen werden. Entscheiden kann in der FIS nur das Council bzw. der alle zwei Jahre tagende Kongress.

Nicht gerüttelt wird am Programm der Alpinski-Wettkämpfe bei Olympia 2018 in Pyeongchang. In Südkorea wurde nur eine Abfahrtspiste gebaut. Deshalb erstrecken sich die Speed-Bewerbe über die kompletten zwei Wochen statt diese wie zuletzt üblich in der ersten und die Technikbewerbe in der zweiten Olympia-Woche abzuwickeln. Der erstmals bei Olympia ausgetragene Teambewerb findet als letzter Bewerb ganz zum Schluss statt.

Bild: GEPA

Aktuelle Beiträge

Schröcksnadel: Olympia-Start von Veith wird “sehr knapp”

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Pyeongchang/Wien (APA) – Die Teilnahme von Österreichs Ski-Star Anna Veith an den Olympischen Spielen im Februar 2018 in Pyeongchang steht offenbar auf der Kippe. ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel sagte am Donnerstag in einem Interview im ORF-Kurzsport: “Das wird sehr knapp werden.” Der Tiroler wurde zuletzt von Veith per SMS um ein Gespräch gebeten. “Ich weiß nicht, was jetzt anliegt”, meinte Schröcksnadel.

Der 75-jährige Tiroler riet der Super-G-Olympiasiegerin von Sotschi, bei einem möglichen Comeback in der kommenden Ski-Saison nichts zu überstürzen. “Wenn man da zu früh anfängt, dann ist es vorbei”, warnte Schröcksnadel.

Anfang März wurde Veith wegen einer chronischen Entzündung der Patellasehne im linken Knie operiert. Im Oktober 2015 hatte die Salzburgerin bei einem Trainingssturz in Sölden Risse des vorderen Kreuzbandes, des inneren Seitenbandes und der Patellarsehne im rechten Knie erlitten.

Bild: GEPA

INNSBRUCK,AUSTRIA,26.APR.17 - ALPINE SKIING - OESV, Oesterreichischer Ski Verband, press conference. Image shows president Peter Schroecksnadel (OESV). Photo: GEPA pictures/ Andreas Pranter

Österreichischer Skiverband krempelt Alpin-Struktur um

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Innsbruck (APA) – Der Österreichische Skiverband (ÖSV) hat auf die Probleme der vergangenen Saisonen reagiert und krempelt die Trainings-Struktur im Alpinbereich künftig radikal um. Künftig wird verstärkt in mehr und kleineren Gruppen trainiert, um die Läufer und Läuferinnen noch individueller betreuen zu können. Prominentester Trainer-Neuzugang ist Sepp Brunner als Abfahrtschef der Herren statt Florian Winkler.

Österreich ist zwar seit Jahrzehnten Alpinski-Nation Nummer eins, abseits der Erfolge des sechsfachen Weltcup-Gesamtsiegers Marcel Hirscher haben sich zuletzt aber auch viele “Baustellen” eingeschlichen. Wie etwa die Herren-Abfahrt, bei den Damen ging vergangenen Winter erstmals seit langem die Nationenwertung verloren.

Gründe wie Verletzungen und Rücktritte sind Verbandspräsident Peter Schröcksnadel zu wenig. Vielmehr verwies der ehrgeizige Tiroler auf die zunehmenden Erfolge von kleineren Nationen oder individuell trainierenden Konkurrenten.

Darauf hat nun auch der große ÖSV reagiert. Die Zahl der betreuten Läufer wurde ebenso aufgestockt wie jene der Coaches und Trainings-Gruppen. Künftig werden im ÖSV also in 18 – deutlich kleineren – Gruppen vom Weltcup bis zum Nachwuchs 108 Aktive von 68 Trainern und Betreuern trainiert. Im Weltcupbereich lautet das Verhältnis künftig 80 zu 60. Dazu kommen 28 Verbands-Serviceleute aus dem Bereich von Toni Giger.

“Damit nutzen wir die Stärken eines großen Verbandes, trainieren aber trotzdem sehr individuell”, strich ÖSV-Sportdirektor Hans Pum bei der Präsentation am Mittwoch an der Innsbrucker Bergisel-Schanze heraus. Mehr als eine Million Euro nimmt der ÖSV für die Neuausrichtung in die Hand. Schröcksnadel machte kein Hehl daraus, dass er sich davon auch viel erwartet.

“Wir haben reagiert und stellen diese neue Struktur zur Verfügung. Jetzt gibt es keine Ausreden mehr”, stellte der Verbandschef seinen Aktiven die Rute ins Fenster. “Es gilt das Leistungsprinzip. Schauen wir mal, wie fleißig sie sind. Wenn sie aber nicht gut fahren, denken wir auch über Kostenbeteiligungen nach.”

Die Vorteile der kleineren Gruppen lägen auf der Hand, ist Schröcksnadel überzeugt. “Läuft es bei einem Fahrer nicht, kann er individuell trainieren, bis das Problem behoben ist.” Dazu komme mehr Transparenz. “Fehlentwicklungen sind künftig schneller erkennbar, Coaches können zudem nun wieder echte Bezugspersonen werden.” Jede Gruppe ist künftig für sich selbst verantwortlich. Damit stehen auch die Gruppen- und Spartentrainer noch mehr in der Eigen-Verantwortung.

Schröcksnadel war zuletzt mit den Einstellungen einiger Läufer aber auch Trainer nicht mehr zufrieden gewesen. Eine spezielle “Baustelle” ist seit längerem der Herren-Abfahrtsbereich, im jüngsten WM-Winter gab es nur zwei Siege. Während Andreas Puelacher (Herren) und Jürgen Kriechbaum (Damen) Rennsportleiter bleiben, ist der Steirer Josef Brunner deshalb nun neuer Abfahrts-Cheftrainer.

Der Steirer war nach 20 höchst erfolgreichen Jahren bei Swiss Ski vergangenen März etwas unerwartet joblos geworden. Vom “Schlag ins Gesicht” (Brunner) profitierte der ÖSV. “Wir wollten ihn schon lange, werben aber niemand ab. Das jetzt hat uns natürlich in die Hände gespielt”, sprach Schröcksnadel von einer Ideallösung.

Brunner ist seit über 30 Jahren Ski-Trainer, in der Schweiz hat er Sonja Nef zur Riesentorlauf-Weltmeisterin gecoacht und war danach auch hauptverantwortlich für die Riesen-Erfolge eines Carlo Janka oder von Abfahrts-Weltmeister Beat Feuz.

Auch Brunner soll die neuen ÖSV-Strukturen nun in Erfolge ummünzen. “Wir haben immer versucht, die Rahmenbedingungen für unsere Sportler zu optimieren”, sagte Pum. “Der Skisport hat sich aber enorm entwickelt und ist sehr komplex geworden. Wir haben hohe Ansprüche, deshalb haben wir heuer auch an größeren Schrauben gedreht und auch den Nachwuchs und damit die Basis gestärkt.” Diesen Bereich leitet nach wie vor Ex-Rennläufer Christian Greber.

Am Donnerstag bei der Sportwartetagung in Seekirchen wird die neue Alpin-Struktur des ÖSV u.a. mit Namen “befüllt”. Danach wird man dort auch Namen wie Georg Streitberger als Nachwuchs-Coach finden.

“Der Erfolgshunger unseres Präsidenten treibt uns immer an”, sagte Pum. Er sei überzeugt: “Wir sind gerüstet für die neue Saison und künftige Erfolge.”

 

Titelbild: GEPA

MONTREAL, QC - APRIL 14: Montreal Canadiens right wing Brendan Gallagher (11) controlling the puck looking for someone to pass the puck in front of New York Rangers right wing Michael Grabner (40) during the game 2 of the first round of the 2017 NHL Eishockey Herren USA Stanley Cup Playoffs between the New York Rangers versus the Montreal Canadiens on April 14, 2017, at Bell Centre in Montreal, QC (Photo by David Kirouac/Icon Sportswire) NHL: APR 14 Round 1 Game 2 - Rangers at Canadiens PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxRUSxSWExNORxONLY Icon17041467

Montreal QC April 14 Montreal Canadiens Right Wing Brendan Gallagher 11 Controlling The Puck Looking for someone to Passport The Puck in Front of New York Rangers Right Wing Michael Grabner 40 during The Game 2 of The First Round of The 2017 NHL Ice hockey men USA Stanley Cup Playoffs between The New York Rangers versus The Montreal Canadiens ON April 14 2017 AT Bell Centre in Montreal QC Photo by David Kirouac Icon Sports Wire NHL APR 14 Round 1 Game 2 Rangers AT Canadiens PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxRUSxSWExNORxONLY Icon17041467

New York Rangers verlieren trotz Grabner-Tor gegen Montreal

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Montreal (APA) – Die New York Rangers mit Michael Grabner haben das zweite Play-off-Spiel gegen die Montreal Canadiens in der National Hockey League (NHL) verloren. Im Bell Centre der Canadiens unterlagen die Rangers trotz eines Tors des Kärntners 3:4 nach Verlängerung. Die Canadiens glichen damit die Serie nach ihrer 0:2-Auftaktniederlage aus. Spiel Nummer drei findet am Sonntag im Madison Square Garden statt. Tor von Grabner zum 1:1-Ausgleich

Am Ende des zweiten Drittels lagen die Rangers noch 3:2 in Führung, im dritten Drittel gelang den Montreal Canadiens dann 17 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit der Ausgleich, was zur Verlängerung führte. In dieser erzielte Alexander Radulov schließlich nach 18 Minuten den 4:3-Siegestreffer.

Beitragsbild: Imago

Neureuther und Gössner im Babyglück

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Ski-Rennläufer Felix Neureuther und Biathletin Miriam Gössner erwarten zum ersten Mal Nachwuchs. “Der Ursprung aller Dinge ist klein. Wir freuen uns sehr!”, schrieb Neureuther am Sonntag über ein Bild bei Facebook, auf dem er einen Kuss auf den leicht nach vorne geschobenen Bauch von Gössner andeutet. Neureuthers Eltern, “Gold Rosi” Mittermaier und Christian Neureuther, werden damit zum zweiten Mal Großeltern.

“Wir freuen uns sehr”, sagte Großvater Christian Neureuther dem SID und meinte augenzwinkernd: “Wir werden daran arbeiten, dass er oder sie auch Skifahrer wird.”

Felix Neureuther (33) und Gössner  (26) sind seit Sommer 2013 ein Paar. In Garmisch-Partenkirchen bauen die beiden gerade gemeinsam ein Haus. Seit Gössner bei der Hochzeit von Bastian Schweinsteiger und Ana Ivanovic im vergangenen Sommer den Brautstrauß gefangen hat, halten sich auch Gerüchte über eine baldige Hochzeit.

SID th cl

Artikelbild: Screenshot FB: Felix Neureuther

SAALBACH-HINTERGLEMM,AUSTRIA,19.FEB.15 - ALPINE SKIING  - FIS World Cup, downhill training, men. Image shows Joachim Puchner (AUT).. Photo: GEPA pictures/ Andreas Pranter

Ski alpin: Joachim Puchner tritt zurück

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Hallein/Rif/Wien (APA) – Nach Klaus Kröll und Georg Streitberger hat am Montag mit Joachim Puchner ein weitere ÖSV-Abfahrer das Ende seiner Ski-Karriere bekannt gegeben. Der 29-jährige Salzburger begründet dies mit seinen langwierigen Verletzungen. Puchners jüngere Schwester Mirjam (24), die sich im Februar bei der WM in St. Moritz den Unterschenkel gebrochen hat, macht hingegen weiter.

Die Puchners gaben ihre Entscheidungen bei einer gemeinsamen Pressekonferenz im Olympiazentrum Salzburg-Rif bekannt. Dabei berichtet Mirjam Puchner auch, dass sie nach ihrem Abfahrts-Trainingssturz gleich zwei Mal operiert hatte werden müssen. Die erste OP war unmittelbar nach dem Unfall am 8. Februar in St. Moritz vorgenommen worden. Danach und während der ersten Reha in Igls sei aber eine 13-gradige Rotation des Beines fest gestellt worden, weshalb sich die Sportlerin am 14. März, also fünf Wochen später, in Innsbruck einer weiteren Operation durch Christian Hoser unterziehen musste.

Vorwürfe gebe es wegen der ursprünglichen Fehlstellung aber keine, betonte die Skirennfahrerin. Puchner wird ab sofort mit der Reha in Rif beginnen und hofft, in vier bis sechs Monaten wieder auf Ski stehen zu können. “Ich habe gute Hoffnung, im kommenden Winter wieder im Weltcup dabei zu sein”, erklärte die Speed-Spezialistin, die beim Weltcup-Finale im März 2016 in St. Moritz die WM-Generalprobe in der Abfahrt gewonnen hatte.

Am Tag ihres Neubeginns verabschiedete Puchner ihren Bruder mit einer selbstgemachten Sachertorte in die Ski-Pension. Die sich womöglich aber nur auf das Rennfahren beziehen wird. Denn der Bachelor der Wirtschaftswissenschaften wird nun auch seinen Master machen und kann sich vorstellen, danach auch im Business-Segment des Skirennsports aktiv zu sein.

Nach Kröll und Streitberger könnte daher etwa der ÖSV schon bald auf weitere Ressourcen aus dem eigenen Bereich zurückgreifen. Puchner galt als großes Talent, ehe ihn bei den österreichischen Meisterschaften 2012 eine Sprunggelenksverletzung erstmals heftig zurück warf. Unter anderem Komplikationen nach einer elfstündige Operation führten dazu, dass Puchner nie mehr ganz in die Erfolgsspur kam. Außerdem gesellten sich dann auch noch Probleme mit den Patellarsehnen beider Knie hinzu. Zuletzt vergangene Saison beim Europacup in Kitzbühel.

Nach 20 Top-Ten- und drei Podestplätzen ist deshalb nun Schluss mit Skirennfahren. “Skifahren war mein Leben. Ich hatte herrliche Jahre. Aber es wird Zeit, dass nicht die Schmerztherapie, sondern das Leben im Vordergrund steht”, erklärte Puchner und fügte an: “Ich habe berechtigte Hoffnung auf ein Leben ohne Schmerzen.”

Beitragsbild: GEPA
NEW YORK, NY - MARCH 31:  Justin Schultz #4 of the Pittsburgh Penguins skates against Michael Grabner #40 of the New York Rangers at Madison Square Garden on March 31, 2017 in New York City.  The Penguins defeated the Rangers 4-3 in the shootout.  (Photo by Bruce Bennett/Getty Images)

NHL: Rangers verlieren mit Grabner gegen Penguins

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New York (APA) – Die bereits für das Play-off der National Hockey League (NHL) qualifizierten New York Rangers haben am Freitag gegen die Pittsburgh Penguins 3:4 nach Penaltyschießen verloren. Rangers-Stürmer Michael Grabner blieb bei der achten Heimniederlage in Serie wieder ohne Scorerpunkt. Der Kärntner, der in der Verlängerung eine Riesenchance ausließ, wartet schon seit acht Partien auf sein 28. Saisontor.

NHL-Ergebnisse vom Freitag: New York Rangers (mit Grabner) – Pittsburgh Penguins 3:4 n.P., Colorado Avalanche – St. Louis Blues 2:1 n.P., Calgary Flames – San Jose Sharks 5:2, Vancouver Canucks – Los Angeles Kings 0:2, New York Islanders – New Jersey Devils 2:1, Chicago Blackhawks – Columbus Blue Jackets 3:1, Arizona Coyotes – Washington Capitals 6:3

Beitragsbild: Getty Images

GRAZ,AUSTRIA,11.FEB.17 - ICE HOCKEY  - OEEHV, Oesterreichischer Eishockey Verband, Oesterreich Cup, international match, Austria vs France. Image shows the team of Austria. Photo: GEPA pictures/ Markus Oberlaender

ÖEHV: Acht neue Spieler beim nächsten Team-Trainingslager

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Wien (APA) – Mit acht neuen Spielern gegenüber dem letzten Teamcamp absolviert Österreichs Eishockey-Nationalteam das nächste Trainingslager für die B-WM (22. bis 28. April) in Kiew. Der Lehrgang beginnt am Sonntag, Höhepunkt sind die beiden Testspiele gegen Schweden am 5. April (20.20 Uhr) in Linz und am 6. April (17.50 Uhr) in Wien.

Teamchef Roger Bader hat Torhüter Bernhard Starkbaum, die Verteidiger Dominique Heinrich und Layne Viveiros sowie die Stürmer Florian Baltram, Thomas Raffl, Michael Schiechl, Alexander Rauchenwald (alle Salzburg) und Patrick Spannring (Linz) neu einberufen.

Nicht dabei ist Daniel Oberkofler, der wegen einer physiotherapeutischen Behandlung auch für die WM absagen musste. Dafür besteht Hoffnung, dass die beiden angeschlagenen Salzburger Alexander Pallestrang und Alexander Cijan rechtzeitig für die Ukraine fit werden.

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Der Schweizer Skifahrer Andri Ragettli steht den ersten Quad 1800 aller Zeiten

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Watles, Südtirol (ITA), 28. März 2017 – Dem Schweizer Skifahrer Andri Ragettli ist eine Weltpremiere gelungen. Beim Suzuki Nine Royals 2017 am Watles in Südtirol stand der 18-Jährige den ersten Quad Cork 1800 Safety Grab aller Zeiten. Mit anderen Worten: Ragettli absolvierte während seines 35-Meter-Flugs vier Rückwärtssalti sowie fünf Drehungen um die eigene Achse.

Andri Ragettli freute sich sehr, dass er den Sprung landen konnte: „Ich hatte ursprünglich gar nicht vor, den Trick zu zeigen. Aber es war einfach der perfekte Tag. Das ist der größte und beste Kicker, den ich je gesprungen bin. Ich habe es gefühlt und bin superglücklich, dass es sofort geklappt hat.“

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Nico Zacek, der Gründer des Events, war ebenso euphorisch: „Der Sprung war absolut perfekt. Die Bedingungen und der Shape der Schanze waren ideal, um neue Tricks auszuprobieren. Andri hat sich gut gefühlt und ist den Trick gleich zu Beginn gesprungen.“

Noch bis 1. April 2017 sind die begabtesten weiblichen und männlichen Skifahrer und Snowboarder der Welt diese Woche für Foto- und Filmaufnahmen beim Suzuki Nine Royals 2017 am Watles in Südtirol zu Gast. Der Event ist schon immer für seinen innovativen Kurs bekannt, der den Fahrern neuartige Tricks ermöglicht. Ragettlis Quad Cork 1800 Safety hat diesen Ruf einmal mehr bestätigt.

 

SQUAW VALLEY,CALIFORNIA,USA,11.MAR.17 - ALPINE SKIING - FIS World Cup, slalom, ladies. Image shows the rejoicing of Sarka Strachova (CZE). Photo: GEPA pictures/ Daniel Goetzhaber

Slalomspezialistin Strachova beendet ihre Karriere

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Prag (APA/AFP) – Die tschechische Slalomspezialistin Sarka Strachova hat ihre Karriere beendet. Die Weltmeisterin von 2007 in Aare teilte am Dienstag mit, dass es in den vergangenen Jahren immer schwieriger geworden sei, die Priorität auf das Skifahren zu legen. “Es ist ein guter Moment aufzuhören”, meinte die 32-Jährige.

Strachova gewann vier Medaillen bei Weltmeisterschaften und eine bei Olympia, im Weltcup stehen zwei Erfolge zu Buche. Das letzte Mal auf dem Stockerl stand sie als Zweite heuer im März in Squaw Valley.

Beitragsbild: GEPA

PHILADELPHIA, PA - MARCH 02:  Thomas Vanek #26 of the Florida Panthers skates against the Philadelphia Flyers at the Wells Fargo Center on March 2, 2017 in Philadelphia, Pennsylvania. The Flyers defeated the Panthers 2-1 in the shootout.  (Photo by Bruce Bennett/Getty Images)

NHL: Vanek-Team Florida verliert im Rennen um Play-off

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Buffalo (APA) – Thomas Vanek und die Florida Panthers haben am Montag in der NHL eine gute Möglichkeit ausgelassen, im Rennen um die Play-off-Teilnahme zu punkten. Die Panthers kassierten bei Nachzügler Buffalo eine 2:4-Niederlage. Vanek vermochte gegen seinen Ex-Club, der 3:0 und 4:1 voranlag, keine Akzente zu setzen, er stand bei einem Gegentor auf dem Eis.

Florida liegt weiter sieben Punkte hinter dem zweiten Wildcard-Platz in der Eastern Conference. Nur sieben Matches stehen im Grunddurchgang noch aus. “Wir waren mental und physisch nicht bereit, haben nicht so gespielt, wie wir spielen sollten”, meinte Panthers-Coach Tom Rowe. Brian Gionta traf für Buffalo in seinem 1.000 NHL-Match zum 3:0 (22.) und sorgte damit für die Vorentscheidung.

Montag-Ergebnisse der National Hockey League (NHL): Buffalo Sabres – Florida Panthers (mit Vanek) 4:2, Calgary Flames – Colorado Avalanche 4:2, New York Islanders – Nashville Predators 1:3, Tampa Bay Lightning – Chicago Blackhawks 5:4 n.V., Carolina Hurricanes – Detroit Red Wings 3:4 n.V., St. Louis Blues – Arizona Coyotes 4:1.

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ASPEN,COLORADO,USA,16.MAR.17 - ALPINE SKIING - FIS World Cup Final, Super G, men, inspection. Image shows Hannes Reichelt (AUT). Photo: GEPA pictures/ Daniel Goetzhaber

Ski alpin: Reichelt gewinnt Abfahrtstitel vor Mayer und Baumann

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Saalbach-Hinterglemm (APA) – Hannes Reichelt hat sich am Dienstag bei den österreichischen Alpinski-Meisterschaften in Saalbach-Hinterglemm den Titel in der Abfahrt geholt. Der 36-jährige Salzburger setzte sich nach 1:07,14 Minuten mit 0,15 Sekunden Vorsprung auf den Kärntner Olympiasieger Matthias Mayer und 0,44 auf den Tiroler Romed Baumann durch.

“Das ist für mich ein gelungener Abschluss einer sehr intensiven und langen Saison. Der Titel freut mich sehr, weil das Starterfeld heute sehr gut war”, sagte Reichelt. Am Mittwoch stehen für Damen und Herren Super-G und Kombination auf dem Programm.

ÖM-Ergebnisse Herren-Abfahrt in Saalbach-Hinterglemm vom Montag: 1. Hannes Reichelt (S) 1:07,14 Minuten – 2. Matthias Mayer (K) +0,15 – 3. Romed Baumann (T) 0,44 – 4. ex aequo Niklas Köck (T) und Frederic Berthold (V) je 0,61

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ANAHEIM, CA - MARCH 26:  Mika Zibanejad #93 of the New York Rangers loses his balance as Hampus Lindholm #47 of the Anaheim Ducks gets position during the first period at Honda Center on March 26, 2017 in Anaheim, California.  (Photo by Harry How/Getty Images)

NHL: Rangers verlieren mit Grabner in Anaheim 3:6

via Sky Sport Austria

Anaheim (Kalifornien)/Pittsburgh (Pennsylvania) (APA) – Die New York Rangers haben am Sonntagabend einen 3:6-Niederlage bei den Anaheim Ducks bezogen. Der Kärntner Michael Grabner verbuchte insgesamt 13:48 Minuten Einsatzzeit und stand bei zwei Gegentreffern auf dem Eis. Die Philadelphia Flyers gewannen indes ohne den weiterhin verletzten Kärntner Michael Raffl in Pittsburgh 6:2.

Sonntag-Ergebnisse der National Hockey League (NHL): Anaheim Ducks – New York Rangers (mit Grabner) 6:3, Pittsburgh Penguins – Philadelphia Flyers (ohne Raffl/verletzt) 2:6, Detroit Red Wings – Minnesota Wild 3:2 n.V., Winnipeg Jets – Vancouver Canucks 2:1, New Jersey Devils – Dallas Stars 1:2 n.V.

Beitragsbild: Getty Images

PLANICA,SLOVENIA,26.MAR.17 - NORDIC SKIING, SKI JUMPING, SKI FLYING - FIS World Cup Final, men, award ceremony for the overall World Cup. Image shows head coach Heinz Kuttin (OESV). Keywords: trophy, crystal globe. Photo: GEPA pictures/ Matic Klansek

Skispringen: Heinz Kuttin bilanziert dritte Saison sehr zufrieden

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Planica/Wien (APA) – Stefan Kraft hat mit acht Tages-Siegen, zwei Mal WM-Gold, dem Skiflug-Weltrekord und den Gesamtsiegen im Skisprung- sowie Skiflug-Weltcup eine sensationelle Saison hingelegt. Auch ÖSV-Cheftrainer Heinz Kuttin konnte über den Erfolgslauf seines besten “Adlers” nur staunen, bilanzierte seine dritte Saison in dieser Funktion aber auch aus anderen Gründen hocherfreut.

Nach der Ablöse von Erfolgs-Coach Alexander Pointner vor drei Jahren hatte es der Kärntner auch in der öffentlichen Wahrnehmung nicht immer leicht gehabt. Zudem beendeten Thomas Morgenstern und Wolfgang Loitzl ihre Karrieren und Gregor Schlierenzauer nahm nach einer Formkrise eine Auszeit. Nun hat Kuttin die Truppe auch im Nationencup nach Rang vier im Vorjahr vorerst wieder auf Platz zwei zurückgeführt. “Ich habe vor der Saison gesagt: wir brauchen noch ein, zwei Jahre, dass wir ganz vorne mitmischen. Das sage ich auch jetzt. Wir waren bei der Tournee vorne, und dann haben wir durch den Virus extrem viele Punkte verloren. So sind wir noch Zweiter geworden, das stimmt uns für die Zukunft sehr positiv.”

Auch sonst sieht Kuttin viel Positives. “Natürlich. Ich bin ja der, der das Ganze leitet, der den Weg vorgibt und die Schwerpunkte setzt. Und der auch geradestehen muss, wenn es nicht so gut geht”, erklärte Kuttin im Gespräch mit der APA – Austria Presse Agentur. Besonders froh ist der 46-jährige, zweifache Familienvater über die offenbar richtig gesetzten Weichenstellungen. “Die Schwerpunkte, die wir im Sommer gesetzt haben, waren gut. Man sieht wie das bis zum FIS-Cup hinunter richtig Früchte trägt. Das macht dich stolz. Der Weg, wie wir ihn gegangen sind, war sehr gut und die Burschen haben das alles aufs Papier gebracht.”

STEFAN KRAFT HOLT DEN GESAMT-WELTCUPSIEG

Einer dieser Schwerpunkte war auch “Energiehaushalt und Ernährung”, ein Hauptfaktor nicht zuletzt auch für die schier endlosen Kraft-Reserven des Stefan Kraft. “Wir sind auch mit unserem System eher so, dass wir mit dem Gewicht nicht ans Limit gehen wie viele andere Nationen. Ich habe schon gewusst, dass wenn, dann alle müde werden. Wenn du einen Lauf hast wie der Stefan, dann kriegst Extra-Kräfte”, erklärte Kuttin. Während der “Raw Air” habe es kurzfristig nicht so gut ausgeschaut. “Da waren auch einige Fehler dabei, aber er hat das souverän weggesteckt.” Gerade dort habe Kraft auch das Glück des Tüchtigen gehabt.

Der emotionalste Moment war für Kuttin nicht etwa Doppel-WM-Gold, WM-Team-Bronze oder der Skiflug-Weltrekord Krafts. Es war kurioserweise die durch einen Virus verpatzte Vierschanzen-Tournee, und der Turnaround, der dem Team danach gelungen ist. “Wir waren perfekt vorbereitet und sind mannschaftlich super reingestartet. Und dann haut dich der Virus so aus den Socken”, erinnerte sich der Ex-Weltklasse-Springer. “Da kannst du ja nichts dafür. Wir sind in Bi’hofen untengestanden und haben gesagt, wir haben alles richtig gemacht, aber haben den fünften, sechsten Platz.” Genau das habe das Team auch wieder gestärkt. “Weil wir gewusst haben, wir sind gut drauf. Ich muss ganz ehrlich sagen, das war für mich einer der Höhepunkte in dem Jahr – diese Erfahrung zu machen. Wobei sie negativ behaftet ist. Wie das gesamte Team und die Athleten mit der Situation umgegangen sind, ohne nervös zu werden und geduldig zu bleiben.”

In Zakopane hatte Kraft nach dem Virus pausieren müssen, nach Zakopane hatte Kamil Stoch schon 293 Zähler Vorsprung auf den damals viertplatzierten Kraft. Ob Kuttin da noch an den Gesamtsieg geglaubt hätte? “Nein, eigentlich sagt man, wenn so ein Riesenunterschied ist, der wird durchmarschieren. Man hat halt gesehen, dass er (Stoch) dann unkonstant geworden ist, da bin ich wieder beim Punkt Energie. Stefan ist dann eineinhalb Monate Vollgas durchmarschiert und hat im Prinzip kein schlechtes Ergebnis gemacht.”

Mit Michael Hayböck (7.) und Manuel Fettner (10.) haben zwei weitere seiner Schützlinge die Saison in den Top Ten beendet. “Michi hat eine schwierige Saison gehabt. Am Anfang der Saison hat er mit dem Rücken schwere Probleme gehabt, dann hat ihn der Virus umgehaut. Es war eine verkorkste Saison für ihn”, meinte Kuttin, ergänzte aber, “nichtsdestotrotz hat er einen Weltcup gewonnen, die Konstanz hat er halt nicht gehabt. Das zeigt, dass du das ganze Jahr topfit sein musst, damit du ganz vorne mitmischen kannst.”

Nach der WM-Saison ist vor der Olympia-Saison. “Der Weg soll sicher so weitergehen, aber ich habe mir noch null Gedanken gemacht”, erklärte Kuttin, der sich während der Saison Notizen gemacht hat, und nun in aller Ruhe im April analysieren will. Dann werde man u.a. auch über die Zusammensetzung der Trainingsgruppen reden, auch mit wem zum Beispiel Gregor Schlierenzauer arbeiten wird.

Beitragsbild: GEPA

PLANICA,SLOVENIA,25.MAR.17 - NORDIC SKIING, SKI JUMPING, SKI FLYING - FIS World Cup Final, ski flying hill, men. Image shows the rejoicing of Stefan Kraft (AUT). Photo: GEPA pictures/ Matic Klansek

Stefan Kraft holt den Gesamt-Weltcupsieg

via Sky Sport Austria

(APA) Die Superlativen für Stefan Kraft sind im am Sonntag abgelaufenen WM-Winter beinahe ausgegangen: Der 23-jährige Salzburger sprang sich in der Saison 2016/17 nicht nur endgültig in die Herzen der Skisprung- und Sportfans, er ist auch in die Riege der rot-weiß-roten Sportgrößen aufgestiegen. Im Kampf um den “Sportler des Jahres 2017” ist es für Marcel Hirscher keine klare Sache mehr.

Denn Kraft hat es dem nunmehr sechsfachen Alpin-Weltcupgesamtsieger nachgemacht: Zunächst schaffte der Pongauer in Lahti Doppel-WM-Gold und als erster Österreicher überhaupt Einzel-Gold von beiden Schanzen, dann segelte er in Vikersund zur neuen Weltrekord-Marke von 253,5 m und nun krönte er seine Saison auch noch mit seinem ersten Gesamt-Weltcupsieg. Acht Saison-Einzelsiege haben u.a. dazu beigetragen.

Als erster Österreicher seit Gregor Schlierenzauer (2012/13) bzw. insgesamt siebenter schaffte Kraft dieses Kunststück. Schon vor Saisonbeginn hatte er sich gewünscht, im Weltcup die gesamte Saison ganz vorne mitmischen zu können. Nun hat Kraft sogar die große und die kleine Kristallkugel gewonnen, denn auch im Skiflug-Weltcup triumphierte der am 13. Mai 1993 in Schwarzach im Pongau geborene Athlet.

Mit seiner fröhlichen Art stand Kraft schon vor seinen ganz großen Erfolgen in dieser Saison in der Publikumsgunst weit oben. Erstmals aus dem Schatten von Größen wie Thomas Morgenstern und Co. war Kraft mit dem Sieg bei der Vierschanzen-Tournee 2014/15 getreten. In der abgelaufenen Saison lief es Kraft bei der Tournee wegen eines Virus nicht nach Wunsch, dafür sicherte er sich im Finish einer besonders kräfteraubenden Saison auch noch die neue “Raw-Air”-Serie und zusätzliche 60.000 Euro Preisgeld. So ganz nebenbei flog er in Vikersund noch in die Geschichtsbücher und überbot auch am Abschluss-Wochenende in Planica noch mehrmals die 250-m-Marke.

So sehr der Pongauer auf den Schanzen dieser Welt auch abhebt, so sehr am Boden ist er auch nach all den Erfolgen geblieben. Kraft hat eine natürliche Art, macht keine großen Sprüche und lässt sich auch durch Rückschläge die gute Laune selten nehmen. Als Wettkampftyp vermag er sich zudem genau dann zu steigern, wenn es darauf ankommt.

Während der WM in Lahti sah sich Kraft Vergleichen mit Marcel Hirscher gegenüber, der wie er aus Salzburg stammt. Mit 1,73 m ist Hirscher drei Zentimeter größer, und doch hat es Kraft in dieser Saison sportlich immer wieder auf Augenhöhe mit dem Alpin-Superstar geschafft. Beide haben Doppel-WM-Gold, beide haben nun den Gesamt-Weltcup gewonnen. “Zum Marcel habe ich immer gesagt, er ist ein Roboter, jetzt bin ich vielleicht selber schon einer”, meinte Kraft jüngst in Lahti im APA-Gespräch schmunzelnd.

Nach der Saison wird Kraft mit seiner Freundin Marisa Probst, mit der er seit drei Jahren liiert ist, eine Eigentumswohnung in Oberalm beziehen. Die Finanzierung wird kein Problem für den Bayern-München-Fan sein: An offiziellen WM-Prämien, Weltcup-Preisgeldern und “Raw-Air”-Geld hat Kraft brutto rund 290.000 Euro verdient, dazu kommen noch ÖSV-interne sowie Sponsorengelder.