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Wintersport

HOCHFILZEN,AUSTRIA,16.FEB.17 - BIATHLON - IBU World Championships, 20km individual, men. Image shows Simon Eder (AUT). Photo: GEPA pictures/ Philipp Brem

Simon Eder holt Bronze zum WM-Abschluss in Hochfilzen

via Sky Sport Austria

Hochfilzen (APA) – Biathlet Simon Eder hat am Sonntag bei der Heim-WM in Hochfilzen mit Bronze für einen umjubelten Abschluss gesorgt. Der Salzburger musste am Tag nach Staffelbronze im Massenstart nur dem Deutschen Simon Schempp und dem Norweger Johannes Thingnes Bö den Vortritt lassen. Der 33-Jährige hatte auch schon im Vorjahr in Oslo über 20 km WM-Bronze erobert.

Der jetzige dritte Rang stehe aber weit über der damaligen ersten Einzelmedaille. “Bronze bei einer Heim-WM ist schöner als Gold irgendwo anders, das ist kitschig. Die Medaille von gestern hat mir einen Riesenaufschwung gegeben, ich kann es gar nicht fassen”, jubelte der Saalfeldener, der nach 20 Volltreffern vor 22.000 begeisterten Zuschauern sogar als Führender in die Schlussrunde gegangen war.

In der Entscheidung wurde er von dem ebenfalls fehlerfreien Schempp, der in der Staffel am Samstag in der Endphase von Dominik Landertinger bezwungen worden war, aber überholt. Gegen den Antritt des Deutschen im längsten Anstieg sei er machtlos gewesen. “Ich habe nichts mehr tun können, das Rennen war nach 13, 14 km schon vorbei, ich habe übersäuert. Es war so beinhart.”

In der Schlussphase ging auch noch Bö an ihm vorbei, zu einem Zielsprint gegen den Norweger kam es nicht mehr. “Ich habe einfach Vollgas gegeben, ich wollte nur noch die Medaille absichern”, so Eder, der in der laufenden Weltcupsaison noch nie am Podest gestanden war.

Alfred Eder war überwältigt von der Galavorstellung seines Sohnes, der nach Weihnachten wegen einer Krankheit etliche Rennen verpasst hatte. “Nach diesem Jänner zwei Medaillen sind ein Wahnsinn. Wenn man so hart arbeitet das ganze Jahr und dann so entlohnt wird, was gibt es Schöneres”, betonte der frühere WM-Medaillengewinner und verwies auf die hohe Vorbelastung. “Die Rennen vorher waren natürlich hart, das war so nicht mehr zu erwarten nach dieser schwierigen Woche”, sagte Eder senior zur APA – Austria Presse Agentur.

Ex-Weltmeister Dominik Landertinger kämpfte bei neuerlichem Traumwetter ebenfalls bis zum letzten Stehendschießen um die Medaillen, zwei Fehler warfen den Lokalmatador dann aber auf Endrang sieben zurück. “Leider habe ich die letzten zwei nicht mehr getroffen, das war schon schade”, bedauerte der Olympia-Zweite im Sprint, tröstete sich mit Staffelbronze und gratulierte Eder. “Er hat es sich verdient, ich freue mich wirklich für ihn”.

Am Schießstand hatte ÖSV-Cheftrainer Reinhard Gösweiner allen Grund für ein positives WM-Fazit. “Das ist natürlich ein versöhnender Abschluss nach den ersten Rennen, da hat es gerade nicht gereicht. Deshalb ist das natürlich sehr schön”, sagte Gösweiner zur APA und lobte Eder für die makellose Vorstellung am Schießstand. “Viermal null – damit hat er sich die Bronzemedaille verdient. Man kann nicht sagen, dass er Gold oder Silber verloren hat. Wir haben Bronze gewonnen.” Schempp, der seine erste WM-Medaille holte, sei diesmal zu stark gewesen. “Er hat das gemacht, was Landi in der Staffel gemacht hat, er war um das Alzerl stärker.”

Schempp feierte seinen ersten Einzel-Titel. “Das ist ein großer Tag, das war meine letzte Chance und ich habe es geschafft, das ist überragend”, sagte der Sieger. Sein Ärger nach der Staffelniederlage sei schon groß gewesen.

Hinter ihm holte Titelverteidiger Bö seine bereits dritte Silberne in Hochfilzen. Für die norwegischen Herren endete eine WM aber erstmals seit 1999 ohne Gold. Deutschland jubelte über sieben Titel, die weiteren hatten Laura Dahlmeier (4), die Damenstaffel und Benedikt Doll im Sprint geholt.

Topfavorit Martin Fourcade (3 Strafrunden) wurde im Massenstart hinter dem Russen Anton Schipulin Fünfter. Julian Eberhard landete nach einem verkorksten Rennen mit fünf Fehlschüssen auf Rang 19.

Beitragsbild: GEPA

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GRAZ,AUSTRIA,19.FEB.17 - ALPINE SKIING - FIS Alpine World Ski Championships. Image shows Michaela Kirchgasser, Marcel Hirscher, Stephanie Venier, Manuel Feller, Roland Leitinger, Max Franz and Nicole Schmidhofer (AUT). Keywords: montage, St. Moritz, Switzerland, medal. Photos: GEPA pictures/ Christian Walgram, Harald Steiner

ÖSV-Herren erringen sechs Medaillen in St. Moritz

via Sky Sport Austria

St. Moritz (APA) – Auf gut Schweizerisch gesprochen trifft nur ein Wort auf das Abschneiden von Österreichs Herren bei der Alpinski-WM in St. Moritz zu: Tipptopp! Rennsportleiter Andreas Puelacher freute sich über sechs Medaillen, es war das erfolgreichste Abschneiden seit Bormio 2005, als es achtmal Edelmetall für das Herren-Lager im ÖSV gab. Als Doppel-Weltmeister strahlte Marcel Hirscher.

“Sehr zufrieden, natürlich”, bilanzierte Puelacher im Gespräch mit der APA – Austria Presse Agentur. “Wir sind überall um die Medaillen mitgefahren, im Super-G hat es leider nicht geklappt.” Es habe ein bisschen stockend begonnen mit dem Super-G, da habe er sich mehr erwartet. “Natürlich war da die gute Fahrt von Vinz, aber die anderen waren nicht so parat, wie ich es gerne gehabt hätte.” Vincent Kriechmayr landete als Bester an der fünften Stelle, Hannes Reichelt wurde Zehnter.

Die Steigerung folgte in der Abfahrt, der Kärntner Max Franz beendete mit Bronze eine lange Durststrecke. “Nach zwölf Jahren haben wir endlich wieder eine Medaille auf der Abfahrt gewonnen”, atmete auch Puelacher auf. “Und dann kam die Kombi, das war ein bisserl unglücklich mit dieser einen Hundertstelsekunde. Und unglücklich auch mit der Piste. Da war es für Romed, der eine super Abfahrt gefahren ist, unmöglich eine Medaille zu machen.”

Marcel Hirscher hatte im Slalom mit Startnummer drei noch gute Pistenverhältnisse, der als Abfahrtsschnellster mit Nummer 30 kommende Romed Baumann hingegen war wie alle anderen auch chancenlos. Gold ging überraschend an den Schweizer Luca Aerni, der den Torlauf eröffnet hatte. Nur 1/100 dahinter kam Hirscher auf den Silberrang. “Superhappy” war Puelacher mit dem Riesentorlauf, der Gold für Hirscher und überraschend Silber für Roland Leitinger brachte.

Und die Hoffnung auf einen guten Ausklang wurde mehr als erfüllt – am Sonntag kamen im Slalom Gold für Hirscher und Silber für Manuel Feller dazu. Ein “bitterer Beigeschmack, weil das Letzte immer in Erinnerung bleibt”, wie es Puelacher nannte und 2015 in Beaver Creek passierte, blieb damit erspart. Damals kam einzig Reinfried Herbst als Zwölfter in die Wertung. Benjamin Raich und Mario Matt im ersten, sowie Hirscher als Halbzeitführender und Michael Matt schieden aus.

Favoritensiege sah Puelacher in der Abfahrt durch Beat Feuz sowie im Riesentorlauf und Slalom durch Marcel Hirscher. Nicht gerechnet habe er mit dem Kanadier Erik Guay im Super-G, Aerni in der Kombination und den Franzosen im Teambewerb, da seien die Schweden die Favoriten gewesen. Zu dem im Riesentorlauf neben Hirscher als Gold-Tipp gehandelten Alexis Pinturault meinte der ÖSV-Herren-Chef: “Die kannst Topfavorit sein, aber wenn es dir nicht läuft, bist Siebenter.” Auch der Norweger Henrik Kristoffersen ging als zweimal Vierter leer aus.

Die WM, meinte Puelacher, sei auf dem Berg perfekt organisiert gewesen. Enttäuschend fand er die Präparierungen der Einfahrpisten für die Speedbewerbe und den Riesentorlauf. “Mit dem Wetter hat man auch mehr oder minder Glück gehabt, es waren faire Rennen.” Auch das Drumherum habe gepasst, man habe eine gutes Hotel mit einem Gemeinschaftraum gehabt, wo sich die Athleten aus dem Herren- und Damenteam trafen.

Markus Waldner, der Renndirektor des Ski-Weltverbandes (FIS) für die Herren, lobte das Publikum, er habe keine betrunkenen Leute gesehen, vielmehr sehr sportliche. Tausende nahmen den Aufstieg nach Salastrains – von Moritz Dorf dauert das 40 Minuten, von Moritz Bad eine Stunde – zu Fuß in Angriff.

Bedauern äußerte er darüber, dass am Abfahrts-Samstag nach der Absage die 40.000 Zuschauer im Zielbereich nach langem Warten keinen Läufer gesehen hatten. “Eine Option wäre in so einem Fall, die Fahrer ab zum Beispiel hier dem Romingersprung ins Ziel zu schicken, die Leute würden sich das verdienen. Wir sollten darüber nachdenken.” Lob bekamen von Waldner auch die Vorläufer, es sei immer schwierig, gute zu finden, jene in St. Moritz hätten Qualität gehabt.

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Beitragsbild: GEPA

SANKT MORITZ,SWITZERLAND,19.FEB.17 - ALPINE SKIING - FIS Alpine World Ski Championships, slalom, men. Image shows the rejoicing of Marcel Hirscher (AUT). Photo: GEPA pictures/ Christian Walgram

Doppelsieg für ÖSV im Slalom – Hirscher vor Feller

via Sky Sport Austria

St. Moritz (APA) – Marcel Hirscher und Manuel Feller haben am Sonntag die WM in St. Moritz mit einem Doppelerfolg für den Österreichischen Skiverband (ÖSV) ausklingen lassen. Hirscher gewann Slalom-Gold vor dem 24-jährigen Tiroler, für ihn handelt es sich um den größten Erfolg in seiner Karriere. Bronze ging an Felix Neureuther, der im letzten Bewerb der Titelkämpfe die einzige Medaille für Deutschland einheimste.

Hirscher hatte in St. Moritz am Freitag schon Gold im Riesentorlauf geholt, in der Alpinen Kombination den Titel um eine Hundertstelsekunde verpasst und Silber gewonnen. “Dass sich das heute alles ausgeht, Doppelweltmeister, Vize-Weltmeister mit einer Hundertstel Rückstand, alles in allem eine ziemlich peinliche Vorstellung”, witzelte Hirscher im ORF-Interview. “Jetzt fahre ich einmal heim und werde es krachen lassen”, kündigte er an.

Der Salzburger hat nun insgesamt neun WM-Medaillen auf der Habenseite stehen, sechs davon glänzen in Gold. Slalom-Weltmeister war er bereits 2013 in Schladming. Der Annaberger ist der erste Mann seit Alberto Tomba 1996 in der Sierra Nevada (ESP), der bei Weltmeisterschaften sowohl den Riesentorlauf als auch den Slalom gewann. 1989 in Vail war Rudi Nierlich das “Technik-Double” gelungen.

Feller bezeichnete die Medaille als “unglaublich”. Am Vortag hatte er noch über Kreuzschmerzen geklagt. “Ich habe eigentlich nicht damit gerechnet, dass ich heute fahren kann”, meinte er. Feller war in dieser Saison im Slalom fünfmal nicht ins Ziel gekommen und hatte sich erst beim Nachtslalom in Schladming als Sechster für die Titelkämpfe qualifiziert.

Nach dem ersten Durchgang hatten drei Österreicher das Feld angeführt. Hirscher lag vor Marco Schwarz und Michael Matt, Feller rangierte auf Platz sieben. Schwarz fiel in der Entscheidung auf den siebenten Endrang zurück, Matt wurde Achter. Henrik Kristoffersen, der mit Hirscher als Topfavorit gegolten hatte, ging in St. Moritz leer aus und machte keine Medaille. Der Norweger, der in dieser Saison im Slalom fünf Weltcup-Siege gefeiert hatte, landete wie im Riesentorlauf auf dem vierten Platz.

Der ÖSV beendet die WM mit insgesamt neun Medaillen auf dem ersten Platz im Medaillenspiegel – wie zuletzt schon 2015 in Vail/Beaver Creek . Neben Hirscher hatte auch Nicole Schmidhofer Gold geholt, die Steirerin gewann den Super-G. Die Silbernen gingen an Feller, Roland Leitinger (RTL) und Stephanie Venier, Bronze durften sich Max Franz (Abfahrt) und Michaela Kirchgasser (Kombination) umhängen lassen.

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Beitragsbild: GEPA

HOCHFILZEN,AUSTRIA,17.FEB.17 - BIATHLON - IBU World Championships, relay ladies. Image shows Laura Dahlmeier (GER). Photo: GEPA pictures/ Philipp Brem

Dahlmeier holt fünftes WM-Gold – Hauser enttäuschte

via Sky Sport Austria

Hochfilzen (APA) – Die Deutsche Laura Dahlmeier hat ihre famose Biathlon-WM in Hochfilzen mit Gold im Massenstart gekrönt. Die 23-Jährige holte am Sonntag zum Abschluss den fünften Titel, das hat vor ihr noch niemand bei einer WM geschafft. Außerdem steht für Dahlmeier in Tirol auch noch eine Silberne zu Buche. Den 12,5-km-Bewerb gewann sie vor Susan Dunklee (USA). Bronze ging an Kaisa Mäkäräinen (FIN).

Österreichs einzige Starterin Lisa Theresa Hauser kam im elitären 30er-Feld nach miserabler Schießleistung mit sechs Strafrunden nicht über Rang 25 hinaus. Auch in den bisherigen Bewerben war die Lokalmatadorin weit vom erhofften Top-Ten-Platz entfernt gewesen. Alleine im Liegendschießen verfehlte sie fünf Scheiben. “Katastrophal, das braucht man gar nicht irgendwie schönreden. Wieso und warum, weiß ich nicht”, rätselte die eigentlich sichere Schützin über ihre aktuelle Unform.

Auch Trainer Walter Hörl war ratlos. “Sie macht alles anders als sonst. Keine Ahnung, warum. Die Bedingungen könnten nicht besser sein”, sagte Hörl. Hauser will sich vor der Olympia-Generalprobe in Südkorea auf Ursachenforschung begeben. “Ich habe jetzt eine Woche Zeit, dass ich mir Gedanken mache. Das habe ich während der WM ausgeblendet, man soll sich da nicht auf die Probleme konzentrieren. Ich muss schauen, dass ich wieder ruhige Schusseinlagen mache, vielleicht kommen wir so auf den Grund”, sagte die 23-Jährige im Gespräch mit der APA.

Vorne lieferten sich Dahlmeier und Co. einen spannenden Schlagabtausch, mit dem neuerlich besten Ende für die Deutsche. Die Garmischerin machte auf der Schlussrunde fünf Sekunden Rückstand auf die schneller schießende Dunklee gut und ließ die 31-jährige US-Amerikanerin (+ 4,6 Sek.) schließlich spielerisch stehen.

“Es ist superschön, wie das alles aufgeht. Ich habe gerade einen Lauf. Es geht einfach, ich mach mir keinen großen Kopf und versuche, zwischen den Rennen zu Kräften kommen”, sagte die Dominatorin der WM. Seit 2015 hat sie bereits 13 WM-Medaillen (7 Gold, 3 Silber, 3 Bronze) gesammelt. Jene im Massenstart ist ihre elfte in Serie.

Dunklee durfte sich indes wie ihr im Einzel ebenso überraschend siegreicher Landsmann Lowell Bailey über das erste Edelmetall freuen. Es war die überhaupt erste Einzel-WM-Medaille der Damen für die USA. Die bereits hoch dekorierte Mäkäräinen (20,1 Sek./1 Strafrunde) stürmte in der Schlussphase noch an mehreren Konkurrentinnen vorbei. Die 34-Jährige sicherte sich mit Laufbestzeit wie im Vorjahr mit Bronze im Massenstart doch noch Edelmetall.

Beitragsbild: GEPA

SANKT MORITZ,SWITZERLAND,19.FEB.17 - ALPINE SKIING - FIS Alpine World Ski Championships, slalom, men. Image shows Marcel Hirscher (AUT). Photo: GEPA pictures/ Christian Walgram

ÖSV-Dreifachführung im Slalom – Hirscher vor Schwarz und Matt

via Sky Sport Austria

St. Moritz (APA) – Beim abschließenden WM-Slalom der Herren in St. Moritz zeichnet sich ein Riesenerfolg für Österreich ab. Nach Lauf eins gibt es durch Marcel Hirscher 0,43 Sek. vor Marco Schwarz und 0,48 vor Michael Matt eine Dreifachführung für den ÖSV. Manuel Feller (+0,67) ist trotz eines schweren Fehlers Siebenter, während Favorit Henrik Kristoffersen (0,65) als Sechster in die Entscheidung geht.

“Super, es hat sehr gut funktioniert und ist auch mannschaftlich mega, super super cool”, zeigte sich Hirscher hoch zufrieden. Der Salzburger, der zwei Tage davor den Riesentorlauf gewonnen hatte, könnte in St. Moritz der erste “Technik-Doppelweltmeister” seit Alberto Tomba 1996 werden.

2013 hatte Hirscher in Schladming erstmals WM-Gold im Slalom geholt, vor zwei Jahren in Vail/Beaver Creek war er nach Halbzeit-Führung im Finale ausgeschieden. Schafft ein Österreicher am Sonntag Gold, gewinnt Österreich auch die Medaillen-Wertung der 44. Ski-WM.

Hirscher bezeichnete seine Teamkollegen als härteste Konkurrenten im Kampf um WM-Gold. “Das werden heute auch die schärferen Konkurrenten für den zweiten Durchgang, aber Henrik Kristoffersen darf man auch nicht abschreiben”, sagte der 27-jährige Salzburger. Vor allem Michael Matt sei beim Abschlusstraining “so brutal drauf gewesen, so dass er fast der Gefährlichste für den zweiten Durchgang wird. Leider ist erst Halbzeit…”, ergänzte Hirscher.

Der nur fünf Hundertstel vor dem viertplatzierten Engländer Dave Ryding liegende Matt zeigte sich hoch zufrieden. “Oben hat der Servicemann noch gesagt, dass unten sehr viel Zeit drinnen ist, da hat der Marcel auch die Zeit gutgemacht. Das ist aufgegangen. Du musst wieder Vollgas geben, es ist sehr eng beieinander bis zum sechsten, siebenten Platz”, warnte der Arlberger.

Schwarz war als Spezialist für flache Hänge natürlich ebenfalls zufrieden mit seiner Fahrt auf dem vom österreichischen Norwegen-Chefcoach Christian Mitter bemerkenswert schnell gesetzten Kurs. “Die Ausgangslage passt einmal. Im zweiten heißt es noch einmal angreifen. Wenn die Norweger stecken, dreht es normalerweise mehr, heute ist es eher flüssiger dahergegangen”, sagte Schwarz.

“Die Haarnadel hätte ich mir ein bisschen ärger vorgestellt, deshalb habe ich dort etwas zu viel Tempo rausgenommen”, machte der Kärntner klar, dass es auch noch besser gegangen wäre. “Ich werde wieder gescheit Gas geben und schauen, dass ich meinen Platz verteidigen kann”, nahm er sich vor.

Manuel Feller zeigte wieder einmal sein wagemutiges Gesicht. Nach ausgezeichneter Fahrt bekam der Tiroler in der letzten Haarnadel Riesenprobleme und rettete sich nur durch eine wahre Harakiri-Aktion ins Ziel.

“Ich bin mir zwei Mal auf die Skispitzen gestiegen. Auch bei der letzten Vertikale, das ist natürlich eine ungünstige Passage”, erklärte Feller. “Aber insgesamt war das nicht so schlecht. Jetzt bin ich viertbester Österreicher, das hat es auch nicht oft gegeben. Die Gesamtleistung von unserem Team ist schon ein Wahnsinn. Es ist noch nicht alles verloren”, sagte der Tiroler.

Kristoffersen gab sich nach nur Platz sechs zur Halbzeit kritisch. Er würde prinzipiell eher mit seinem Techniktrainer Stefan Kornberger trainieren. “Jetzt hat Christian den Kurs gesetzt. Ich mag es gern ein bisschen enger im Steilhang, aber so ist es”, sagte der fünffache Slalom-Saisonsieger.

Mitter erklärte, dass er den Kurs bewusst so gesetzt habe. Nämlich oben schnell um auf Tempo zu kommen und dann zwar Kurven, “aber auch nicht zu viel, um das Tempo nicht zu verlieren”, erklärte der Steirer. “Henrik ist sauber gefahren, aber er hätte mehr Tempo machen müssen”, meinte Mitter.

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HOCHFILZEN,AUSTRIA,16.FEB.17 - BIATHLON - IBU World Championships, 20km individual, men. Image shows Dominik Landertinger (AUT). Photo: GEPA pictures/ Mathias Mandl

ÖSV-Herren-Staffel holt bei Heim-WM Bronze

via Sky Sport Austria

Hochfilzen (APA) – Österreichs Biathlon-Staffel mit Daniel Mesotitsch, Julian Eberhard, Simon Eder und Schlussläufer Dominik Landertinger hat am Samstag in der 4 x 7,5 km-Staffel der Herren bei der Heim-WM in Hochfilzen die Bronzemedaille gewonnen. Der Sieg ging an Russland 5,8 Sekunden vor Frankreich. Landertinger kam mit 20,1 Sekunden Rückstand ins Ziel. Deutschland landete nur auf Rang vier.

Die ÖSV-Staffel hat damit wie vor zwölf Jahren bei der Heim-WM in Hochfilzen Staffel-Bronze bei den Herren geholt.

 

SANKT MORITZ,SWITZERLAND,18.FEB.17 - ALPINE SKIING - FIS Alpine World Ski Championships, slalom, ladies. Image shows Michaela Kirchgasser (AUT). Photo: GEPA pictures/ Christian Walgram

Kirchgassers letztes WM-Rennen war ein Traum

via Sky Sport Austria

St. Moritz (APA) – Michaela Kirchgasser hat sich höchst anständig von der WM-Bühne verabschiedet. Als Sechste im abschließenden Slalom war die 31-Jährige Salzburgerin in ihrem letzten WM-Rennen am Samstag sogar beste Österreicherin und schaffte es damit auch zur abendlichen Siegerehrung. “Das ist ein absolut schöner Abschluss, ich werde es genießen”, sagte Kirchgasser.

Die Salzburgerin hatte schon vor der WM klar gemacht, dass wegen ihrer gravierenden Knieprobleme St. Moritz 2017 ihr letzter Auftritt bei einer Weltmeisterschaft sein wird. Auch dass sie wieder operiert werden muss, ist seit längerem fix.

Mit Bronze in der Kombination bewies die dreifache Team-Weltmeisterin in St. Moritz dennoch, dass sie nach wie vor Weltklasse ist. Platz sechs im Slalom war dann ein bemerkenswerter Abschluss.

Nur 0,47 Sekunden fehlten ihr am Ende auf Bronze. “Ohne den Fehler im ersten Lauf und zwei, drei Hakler im zweiten weniger, dann wäre es möglich gewesen”, glaubte Kirchgasser, freute sich aber vor allem über ihr bestes Saisonergebnis im Slalom. “Das ist ja normalerweise nicht so schlecht. Und selbst eine Medaille wäre möglich gewesen. Von unseren Mädels hätte man das mir wohl am wenigsten zugetraut.”

Im Ziel wurde Kirchgasser von der Tribüne zugejubelt, dann prasselte eine “Tschüss-Lawine” der Ski-Kolleginnen auf sie ein. “Ich musste allen erklären, dass ich ja noch nicht aufhöre”, berichtete sie lachend. Die Auszieh-Chöre aus dem Publikum habe sie nicht gehört, versicherte Kirchgasser schmunzelnd. Auch am Abend werde sie nichts Besonderes aufführen wegen ihrer letzten WM. “Ich gehe mit zwei Füßen rauf, das ist genug.”

Der letzte Tag bei einer Ski-WM sei schön gewesen. Ich habe ihn genossen, aber auch geglaubt, dass ich cooler bin”, gestand sie, viele Gedanken gewälzt zu haben. “Wenn man alles Revue passieren lässt, was man seit einer gefühlten Ewigkeit so gerne getan hat, ist das intensiv. Das dann vor so einer Kulisse und bei schönem Wetter zu erleben, das war schön und das wird es nicht mehr oft geben.”

Wie es bei Kirchgasser nach der WM weitergeht, ist ein wenig offen. Fix sind nach nur drei Tagen Pause die Starts bei den zwei Weltcup-Kombis nächste Woche in Crans Montana, den Rest diktiert das Knie. Ob sich am Ende die US-Tournee noch ausgeht, ist unsicher. Denn die Schmerzen sind ständiger Begleiter. “Ich kann’s zwar gut ausblenden. Aber alleine das freie Fahren zum Start tut mir nicht gut”, gestand sie.

Was nach der Saison passiert, ist klarerweise ebenfalls offen. “Ich weiß es selbst nicht”, beteuerte Kirchgasser. “Ich muss die Entwicklung und die Operation abwarten. Ich will weiterfahren, es wird aber schwierig.”

Zur alten und neuen Slalom-Weltmeisterin Mikaela Shiffrin fielen auch Kirchgasser nur Superlativen ein. “Unglaublich. Sie hat gezeigt, warum sie die letzen vier Jahre so dominant und gut ist und in ein Lehrbuch gehört”, verneigte sie sich vor der jungen Amerikanerin. “Es war ein Lauf par excellence. Sie hat jeden Schwung getroffen, ist eine komplette Skifahrerin und speziell mit den Slalom-Ski weiß sie genau, was sie tun muss.”

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SANKT MORITZ,SWITZERLAND,18.FEB.17 - ALPINE SKIING - FIS Alpine World Ski Championships, slalom, ladies. Image shows Mikaela Shiffrin (USA). Photo: GEPA pictures/ Andreas Pranter

Slalom-Gold erneut an Shiffrin – Kirchgasser Sechste

via Sky Sport Austria

St. Moritz (APA) – US-Skistar Mikaela Shiffrin hat am Samstag mit einer Machtdemonstration ihren bereits dritten Slalom-WM-Titel en suite erobert. Die 21-jährige Olympiasiegerin distanzierte die zweitplatzierte Kombinationsweltmeisterin Wendy Holdener aus der Schweiz um 1,64 Sekunden. Bronze ging an die Schwedin Frida Hansdotter (1,57). Michaela Kirchgasser (2,22) landete als beste Österreicherin auf Rang sechs.

Shiffrin lag schon nach dem ersten Lauf 0,38 Sekunden vor Holdener in Führung. Im zweiten Durchgang fuhr die Riesentorlauf-Vizeweltmeisterin dann entfesselt mit überlegener Bestzeit zum WM-Hattrick. “Das war ein wirklich cooler Lauf”, betonte die sichtlich erleichterte US-Amerikanerin nach ihrer neuerlich erfolgreichen Titelverteidigung. Shiffrin wird wohl auch noch vor ihrem 22. Geburtstag am 13. März über den erstmaligen Triumph im Gesamt-Weltcup jubeln dürfen.

“Wenn man bei der WM die beste Slalom-Saisonplatzierung erreicht, darf man sich nicht beschweren”, lautete indes der erste Kommentar von Kirchgasser, die zuvor in St. Moritz Bronze in der Kombination geholt hatte, nach dem 21. und letzten WM-Rennen ihrer Karriere. Dabei vergoss die 31-jährige Salzburgerin Tränen. Ob Kirchgasser noch die kommende Olympia-Saison bestreiten wird, ist fraglich.

Die anderen Österreicherinnen kamen mit der Slalompiste nicht zurecht. Bernadette Schild (2,97) wurde Zehnte, Katharina Truppe (3,63) 19., während Katharina Gallhuber im zweiten Durchgang ausschied. Die in dieser Weltcup-Saison von Verletzungen ihrer Spitzenläuferinnen arg gebeutelten ÖSV-Damen dürfen dennoch zufrieden mit drei Medaillen aus der Schweiz abreisen. Mit Kirchgassers Kombi-Medaille durfte gerechnet werden, nicht aber mit dem Super-G-Triumph von Nicole Schmidhofer und Abfahrts-Silber von Stephanie Venier.

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SANKT MORITZ,SWITZERLAND,17.FEB.17 - ALPINE SKIING - FIS Alpine World Ski Championships, giant slalom, men, award ceremony. Image shows the rejoicing of Marcel Hirscher (AUT). Keywords: medal, trophy. Photo: GEPA pictures/ Christian Walgram

Hirscher nach RTL-Gold nun auch Topfavorit im Slalom

via Sky Sport Austria

St. Moritz (APA) – Das Rennprogramm ließ es nicht zu, dass Marcel Hirscher sein Riesentorlauf-Gold am Freitag ausgiebig gefeiert hat, für Partymachen ist der weltbeste Skirennläufer aber ohnehin nicht bekannt. Nach seinem fünften WM-Titel geht er als Topfavorit in den Slalom zum Ausklang der Weltmeisterschaften in St. Moritz. Größter Herausforderer ist Henrik Kristoffersen, der als RTL-Vierter Edelmetall verpasste.

Von acht klassischen Weltcup-Slaloms in diesem Winter gewann Kristoffersen fünf. Hirscher war zweimal erfolgreich, heimste zudem aber vier zweite und einen dritten Rang ein, was ihm die Führung in der Disziplinwertung brachte. Bis auf Zagreb (Sechster) war er immer auf dem Podest.

Auf dem flachen WM-Hang freilich sei vieles möglich, wie auch Hirscher anmerkte, der bereits 2013 in Schladming Slalom-Weltmeister war. “Vielleicht gibt es in dem Slalom überhaupt keine Favoritenmedaille. Es kann aber auch alles so laufen, wie die letzten Rennen waren”, meinte der 27-Jährige, der seinen Teamkollegen Marco Schwarz und den Schweden Andre Myhrer weit oben auf der Rechnung hat. Weil es sich um ein WM-Rennen handle und die Topografie so eigen sei, sei ein Überraschungssieger möglich.

“Mein Status quo im Slalom ist schwer zu beurteilen”, meinte Hirscher, es stehe und falle vieles damit, wie die Bedingungen am Sonntag sein werden. Auf der mit Wasser präparierten Piste fuhren am Samstag bereits die Damen ihren Slalom aus, zudem setzten die warmen Temperaturen der Oberfläche zu. “Wenn es hart ist, fühle ich mich gut, wenn es weich ist, habe ich weiche Knie.”

Seine zweite WM bestreitet Michael Matt, vor zwei Jahren schied er im zweiten Durchgang aus. “Die Erfahrung war wertvoll, aber die Ausgangsposition war damals eine ganz andere mit Nummer 40. Die Anspannung am Start war eine andere als bei einem normalen Rennen, aber schlussendlich musst du dich auf dein Skifahren konzentrieren, mehr kannst du eh nicht machen.”

Die Saison habe gezeigt, wer die zwei Favoriten sind. “Aber belegt ist gar nichts, die zwei müssen auch erst runterfahren. Die zwei können nur verlieren, wir können nur gewinnen. Also haben wir sicher die bessere Ausgangsposition”, sagte Matt.

Der jüngere Bruder von Olympiasieger Mario Matt will mit einem kontrollierten Risiko ins Rennen gehen. “Sicher greifen manche mehr an als bei einem Weltcuprennen. Aber du sollst ja nicht sinnlos riskieren müssen, damit du schnell bist. Sondern trotzdem deine Linie fahren, das soll ja auch schon schnell sein.” Mehr freuen würde er sich über harte Verhältnisse, aber er sei für alles gerüstet.

“Unschlagbar sind sie auf keinen Fall. Bei den Teilzeiten bin ich voll dabei, aber Podest gab es in diesem Winter noch keines. Wenn es jetzt in St. Moritz passt, wäre ich auch nicht beleidigt”, sagte Schwarz.

Und der über einen hohen Grundspeed verfügende, aber auch ausfallanfällige Manuel Feller meinte: “Marcel und Henrik werden sicher den Ton angeben. Das Podest ist für mich auf jeden Fall möglich, aber es wird ein sehr harter Brocken werden. Der Vorteil von einem Außenseiter ist, dass von dir nichts erwartet wird. Das Schlimmste wäre, dass sie danach sagen, ‘hat er wieder eingefädelt’.”

Feller war bei acht Rennen in der aktuellen Weltcupsaison fünfmal nicht ins Ziel gekommen, schrieb andererseits aber auch als Fünfter, Siebenter und Sechster an. “Ich möchte im Ziel abzuschwingen und mir nicht vorwerfen müssen, dass ich mehr riskieren oder rausholen hätte können. Ich werde alles riskieren, aber auch nicht hirnlos fahren.” Er werde gut besichtigen und sich die ein, zwei Passagen raussuchen, wo er vielleicht nur 99 Prozent fahren müsse. Aber er fliege lieber auf die Papp’n, als Vierter oder Fünfter zu werden.

2015 in Vail/Beaver Creek hatte es von den Österreichern als Zwölfter nur Reinfried Herbst ins Klassement geschafft. Hirscher nach Halbzeitführung, sowie auch Benjamin Raich, Mario und Michael Matt schieden aus. Gold holte sich der Franzose Jean-Baptiste Grange vor den Deutschen Fritz Dopfer (derzeit verletzt) und Felix Neureuther sowie Kristoffersen.

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SANKT MORITZ,SWITZERLAND,18.FEB.17 - ALPINE SKIING - FIS Alpine World Ski Championships, slalom, ladies. Image shows Mikaela Shiffrin (USA). Photo: GEPA pictures/ Christian Walgram

Shiffrin Slalom-Halbzeitführende – Kirchgasser Siebente

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St. Moritz (APA) – Kombi-Bronzemedaillengewinnerin Michaela Kirchgasser ist am Samstag Österreich beste Athletin im ersten Durchgang des WM-Slaloms in St. Moritz gewesen. Die Salzburgerin liegt im letzten WM-Rennen ihrer Karriere zur Halbzeit als Siebente 0,95 Sekunden hinter der US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin, die als Topfavoritin auf den dritten Titel in Folge losgeht.

Zweite ist die Schweizerin Wendy Holdener (0,38), gefolgt von den Slowakinnen Veronika Velez Zuzulova (0,59), Petra Vlhova (0,76), der Schwedin Frida Hansdotter (0,77) und der Schweizerin Michelle Gisin (0,86). Bernadette Schild hat als Zwölfte 1,61 Rückstand, Katharina Truppe als 19. bereits 2,00 und Katharina Gallhuber als 25. 2,76.

“Ein Hakler muss anscheinend immer bei mir drin sein, doch der Rest dürfte ganz passabel gewesen sein. Ich habe nach dem Fehler angegriffen und mich gut gefühlt”, sagte Kirchgasser. “Ich war überrascht, dass es für den Fehler so wenig Rückstand war. Das dürfte ganz gut gewesen sein”, freute sich die 31-Jährige. “Der Speed ist da, die Lockerheit ist da. Ich brauch jetzt nicht rumschwitzen, sondern muss Vollgas geben, wenn ich heute da was gewinnen will.”

Schild indes kam auf dem flachen Hang überhaupt nicht zurecht. “Es hat sich schrecklich angefühlt, ich muss damit umgehen und es im zweiten besser machen. Ich habe probiert, Gas zu geben und zu verdrängen, dass das nicht meines ist.”

“Der Berg ist super, die Piste perfekt, die Sonne scheint. Kein Grund nicht zu attackieren”, erklärte Shiffrin, die ihre erste Fahrt als “solides Skifahren” bezeichnete. Es werde spannend. “Ich muss mir einfach vorstellen, es sei ein neues Rennen, ohne Vorsprung”, ist ihre Taktik für den zweiten Durchgang. Der zweite Durchgang geht ab 13.00 Uhr in Szene (live ORF eins).

Truppe hatte sich zwei Tage davor bei einem schweren Sturz im Riesentorlauf eine schmerzhafte Wadenbeinprellung zugezogen. “Zwei Sekunden sind eine g’scheite Klatschn. Ich bin aber auch nicht gut gefahren, habe zu wenig attackiert”, sagte die Kärntnerin. “Den Fuß habe ich beim Runterfahren gar nicht gespürt”, versicherte Truppe.

Gallhuber war mit ihrer WM-Premiere zunächst gar nicht zufrieden. “Eine coole Stimmung ist hier. Leider habe ich’s von oben bis unten zu viel genossen. Ich bin unsauber am Ski gestanden, da kann man nicht attackieren”, gab sich die 19-jährige Niederösterreicherin selbstkritisch.

Beitragsbild: GEPA

Biathlon-WM: Damen-Staffel-Gold an Deutschland

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Hochfilzen (APA) – Laura Dahlmeier hat am Freitag als Schlussläuferin in der 4 x 6 km-Staffel der Damen ihre vierte Goldmedaille bei den Biathlon-Weltmeisterschaften in Hochfilzen geholt. Deutschland gewann nach 1:11:16,6 Stunden 6,4 Sekunden vor der Ukraine und 8,1 vor Frankreich den Titel.

Österreichs Damen sind hingegen disqualifiziert worden. Nach Startläuferin Dunja Zdouc, die nach ihrer Runde auf Platz 16 übergeben hat, lud Julia Schwaiger beim Liegend-Schießen einmal zu oft nach. Pro Athletin sind nur sechs Nachlader erlaubt, Schwaiger hatte insgesamt sieben Nachlader. Österreich wurde daraufhin disqualifiziert. Das angestrebte Top-Ten-Ergebnis für den ÖSV wäre aber wohl auch ohne dieses Missgeschick außer Reichweite gewesen.

 

HOCHFILZEN,AUSTRIA,08.FEB.17 - BIATHLON - IBU World Championships, training. Image shows Julia Schwaiger (AUT). Photo: GEPA pictures/ Mathias Mandl

Biathlon-WM: ÖSV-Damen in WM-Staffelbewerb disqualifiziert

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Hochfilzen (APA) – Österreichs Biathlon-Damen sind am Freitag im WM-Staffelbewerb in Hochfilzen über 4 x 6 km disqualifiziert worden. Nach Startläuferin Dunja Zdouc, die ihre Runde auf Platz 16 übergeben hat, lud Julia Schwaiger beim Liegend-Schießen einmal zu oft nach. Pro Athlet sind nur sechs Nachlader erlaubt, Österreich wurde daraufhin disqualifiziert.

Das angestrebte Top-Ten-Ergebnis für den ÖSV wäre aber wohl auch ohne dieses Missgeschick außer Reichweite gewesen.

Beitragsbild: GEPA

SANKT MORITZ,SWITZERLAND,17.FEB.17 - ALPINE SKIING - FIS Alpine World Ski Championships, giant slalom, men, flower ceremony. Image shows the rejoicing of Marcel Hirscher (AUT). Photo: GEPA pictures/ Andreas Pranter

Hirscher schon vierterfolgreichster WM-Teilnehmer

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St. Moritz/Wien (APA) – Marcel Hirscher ist bereits die Nummer vier in der ewigen Medaillenstatistik von alpinen Ski-Weltmeisterschaften. Nach Gold im Riesentorlauf von St. Moritz am Freitag und Silber in der Alpinen Kombination am Montag hält der 27-jährige Salzburger schon bei fünf WM-Goldmedaillen und dreimal Silber. Ski-WM: Hirscher und Leitinger im Riesentorlauf zu Gold und Silber

Hirscher überholte mit seinem Triumph im Riesentorlauf Gustav Thöni, Aksel Lund Svindal, Ingemar Stenmark, Ted Ligety, Marc Girardelli, Primin Zurbriggen und Emile Allais. Erfolgreicher sind nur der Tiroler Toni Sailer mit siebenmal Gold und einmal Silber, der Franzose Jean-Claude Killy (6-0-0) und der Norweger Kjetil Andre Aamodt (5-4-3). Hirscher hat in St. Moritz im abschließenden Slalom am Sonntag aber noch die Chance, Aamodt und Killy zu überholen.

Erfolgreichste Medaillensammler bei alpinen Ski-Weltmeisterschaften mit mindestens drei Goldmedaillen – Stand nach dem WM-Riesentorlauf in St. Moritz am Freitag:

HERREN: Gold Silber Bronze Gesamt 1. Toni Sailer (AUT) 7 1 - 8 2. Jean-Claude Killy (FRA) 6 - - 6 3. Kjetil Andre Aamodt (NOR) 5 4 3 12 4. Marcel Hirscher (AUT) 5 3 - 8 * + 5. Gustav Thöni (ITA) 5 2 - 7 6. Aksel Lund Svindal (NOR) 5 1 2 8 * 7. Ingemar Stenmark (SWE) 5 1 1 7 8. Ted Ligety (USA) 5 - 2 7 * 9. Marc Girardelli (LUX) 4 4 3 11 10. Pirmin Zurbriggen (SUI) 4 4 1 9 11. Emile Allais (FRA) 4 4 - 8 12. Rudolf Rominger (SUI) 4 1 2 7 13. Stein Eriksen (NOR) 4 1 1 6 14. Toni Seelos (AUT) 4 1 - 5 . Bode Miller (USA) 4 1 - 5 * 16. Lasse Kjus (NOR) 3 8 - 11 17. Benjamin Raich (AUT) 3 6 1 10 + 18. Karl Schranz (AUT) 3 2 1 6 . Hermann Maier (AUT) 3 2 1 6 20. Mario Matt (AUT) 3 1 1 5 + 21. Stephan Eberharter (AUT) 3 1 - 4 . Zeno Colo (ITA) 3 1 - 4 23. Rudi Nierlich (AUT) 3 - - 3 * = noch aktiv + = beinhaltet auch Teammedaillen

Beitragsbild: GEPA

ST MORITZ, SWITZERLAND - FEBRUARY 17:  Marcel Hirscher of Austria celebrates after winning the gold medal in the Men's Giant Slalom during the FIS Alpine World Ski Championships on February 17, 2017 in St Moritz, Switzerland.  (Photo by Julian Finney/Getty Images)

Ski-WM: Hirscher und Leitinger im Riesentorlauf zu Gold und Silber

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St. Moritz (APA) – Marcel Hirscher ist erstmals in seiner Karriere Riesentorlauf-Weltmeister. Der Salzburger verwies am Freitag in St. Moritz seinen Landsmann Roland Leitinger um 0,25 Sekunden auf den zweiten Platz, für den 25-Jährigen ist es der bisher größte Erfolg in seiner Laufbahn. Bronze ging ebenfalls überraschend an den Norweger Leif Kristian Haugen (+0,71).

“Ich bin megahappy”, meinte der bald sechsfache Gesamtweltcup-Sieger Hirscher. “Es war anstrengend und sauschwierig. Ich bin oben gut gefahren, habe dann ordentlich verloren und dann gewusst, ich muss alles geben.” Leitinger war im Ziel überglücklich: “Ich habe voll durchgezogen, wollte einfach Gas geben und das ist mir gelungen. Es hat sich leicht angefühlt, weil ich gut Ski gefahren bin.”

Undankbarer Vierter wurde Henrik Kristoffersen, der höher als sein Landsmann Haugen eingeschätzt worden war. Auf dem fünften Platz landete Philipp Schörghofer, der nach Teil eins noch an zweiter Stelle rangierte. Gold-Mitfavorit Alexis Pinturault fiel in der Entscheidung von Platz drei auf sieben zurück. Der Tiroler Manuel Feller, der nach dem ersten Durchgang an Position 33 rangierte, verzichtete auf ein Antreten im Finale.

Der zweite Durchgang wurde nach einem Zwischenfall, der auf das Konto der Fliegerstaffel der Schweizer Armee geht, mit 30 Minuten Verspätung gestartet. Ein Flugzeug zerstörte in der Pause das über dem Zielgelände gespannte Tragseil einer TV-Kamera, die daraufhin in den Zielbereich stürzte. Verletzte gibt es laut offiziellen Angaben keine, der Liftbetrieb wurde aber aus Sicherheitsgründen eingestellt, wodurch zahlreiche Läufer erst mit Verspätung auf den Berg kamen.

Hirscher gewann seine fünfte Goldene bei Weltmeisterschaften. Dazu hält er bei drei WM-Silbermedaillen. Mit dem 2009 verstorbenen Toni Sailer war bis dato bei internationalen Titelkämpfen nur ein Österreicher erfolgreicher als Hirscher. Der Tiroler ist mit seinen sieben Weltmeistertiteln auch der erfolgreichste WM-Teilnehmer überhaupt.

Das ÖSV-Team hält nun bei zweimal Gold sowie dreimal Silber und zweimal Bronze in St. Moritz. Damit ist die Vorgabe von Verbandspräsident Peter Schröcksnadel, der von “sechs bis acht Medaillen” sprach, bereits zwei Bewerbe vor WM-Ende erfüllt. Am Samstag und Sonntag stehen noch die Slalom-Entscheidungen bei Damen und Herren auf dem Programm.

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GEPA-11021388052 - SCHLADMING,AUSTRIA,11.FEB.13 - SKI ALPIN - FIS Alpine Ski Weltmeisterschaften 2013, Superkombination der Herren. Bild zeigt eine Kamera. Keywords: Seilkamera, Catcam. Foto: GEPA pictures/ Christopher Kelemen

Ski-WM: Nach Fliegerstaffel-Überflug kracht Kamera in den Zielraum

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 St. Moritz (APA) – Wegen einer in den Zielraum abgestürzten Kamera und der Einstellung des Liftbetriebes ist der Beginn des zweiten Durchgangs des WM-Riesentorlaufs in St. Moritz um eine halbe Stunde auf 13.30 Uhr verschoben worden. Auf Videos sieht man, wie Teile der Seilkamera in den Schnee stürzen, nachdem die Fliegerstaffel der Schweizer Armee den Zielbereich überflogen hatte.

Ein über dem Zielbereich gespanntes Seil der Kamera soll von einem Flugzeug berührt und abgerissen worden. Das Kameraseil traf den Sessellift, auf dem sich auch die Athleten auf dem Weg zum Startbereich befanden. Von den Österreicher saßen auch Marcel Hirscher und Philipp Schörghofer im Lift.

Erinnerungen an den Drohen-Vorfall im Dezember 2015 in Madonna di Campiglio kamen auf, als Marcel Hirscher während seiner Fahrt im zweiten Durchgang des Nachtslaloms von einer abstürzenden Drohne nur ganz knapp verfehlt worden warf.

Rund um Sport-Großereignisse häufen sich derartige Vorfälle, weil im Zuge der TV-Berichterstattung seit langem Live-Bilder aus der Luft sehr begehrt sind. Auch während der vergangene Sommerspiele in Rio de Janeiro war im Olympia-Park eine Seilkamera aus 20 Metern höhe abgestürzt, dabei wurden sieben Personen verletzt.

Wie es zu dem Zwischenfall kam, war zunächst unklar, verletzt wurde niemand. Zum Zeitpunkt des Liftstopps waren nach Angaben des Schweizer Fernsehens erst vier Athleten bei der Besichtigung. Der Beginn des zweiten Durchgang des WM-Riesentorlaufs der Herren am Freitag in St. Moritz ist um eine halbe Stunde auf 13.30 Uhr verschoben worden.

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