MONTMELO, SPAIN - FEBRUARY 27: Valtteri Bottas driving the (77) Mercedes AMG Petronas F1 Team Mercedes W10 on track during day two of F1 Winter Testing at Circuit de Catalunya on February 27, 2019 in Montmelo, Spain. (Photo by Mark Thompson/Getty Images)

Bottas über Mercedes: “Noch nicht das perfekte Auto”

via Sky Sport Austria

Das neue Auto von Formel-1-Titelverteidiger Mercedes bietet haufenweise Anlass für Spekulationen. Hat die Sternenflotte ihre Favoritenrolle abgegeben oder ist alles nur ein großer Bluff? Valtteri Bottas hat am Rande der Testfahrten in Montmelo sein Gefühl verraten, dass Ferrari derzeit vorne liege. “Es ist noch nicht das perfekte Auto”, meinte der Finne. Doch “wir lernen jeden Tag massiv”.

Bisher haben sich Bottas und der fünfmalige Weltmeister Lewis Hamilton bei den Übungsfahrten auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya relativ unauffällig verhalten. Während andere Teams mit weichen Reifen aufs Tempo drückten, lag das Mercedes-Gespann in der Zeitenübersicht konstant im Mittelfeld. Von den Topteams machte Ferrari den schnellsten Eindruck, wobei die Rundenzeiten generell noch wenig Aussagekraft haben.

Bottas gab sich hinsichtlich seines neuen Dienstwagens diplomatisch. Im Vergleich zu 2018 gebe es “einige Verbesserungen im Auto, aber auch ein paar Defizite. Ein großes Thema ist die Stabilität des Autos in Highspeed-Abschnitten”, verriet der 29-Jährige. Zu Beginn der zweiten Testwoche in Katalonien am Dienstag enthüllte Mercedes ein radikales Aerodynamik-Paket, das laut Bottas schon ein großer Schritt nach vorne war.

“Können in allen Bereichen noch besser sein”

“Alles, das wir in dieser Woche am Auto verändert haben, fühlt sich zumindest von meiner Seite besser an”, sagte der WM-Fünfte des Vorjahres. “Im Vergleich zur ersten Woche haben wir definitiv die Balance des Autos verbessern können. Wir haben den Grip, den Abtrieb und die Stabilität verbessern können. Aber in all diesen Bereichen können wir noch besser sein.”

Er könne beim Mercedes-AMG F1 W10 EQ Power+ “definitiv spüren, dass das Potenzial da ist”. Der Wagen “hat vielleicht einen sehr kleinen ‘sweet spot’, aber wenn man den findet, kann er sehr schnell sein”. Sehen könne man das eventuell schon am Freitag. “Morgen machen wir ein paar schnellere Runden. Ich möchte nicht sagen Quali-Simulationen, weil die erste richtige Quali wird in Melbourne sein, aber wir werden zumindest versuchen, ein bisschen mehr aus den Reifen rauszukitzeln.”

Das Warten hat (bald) ein Ende

Ein Pluspunkt sei die Laufleistung. “Im Vergleich zu vielen anderen Teams haben wir ziemlich viele Kilometer geschafft. Ich fühle mich im Auto wohl und habe definitiv genug Kilometer als Fahrer für Melbourne”, erklärte Bottas. In der Stadt an Australiens Südspitze findet am 17. März der erste Grand Prix des Jahres statt. “Es wäre schön, wenn wir in Melbourne konkurrenzfähig sind. Wir wissen, dass wir das schaffen können. Wenn das aber nicht der Fall ist, wenn wir hinten sind, liegt es an uns, die anderen zu jagen.”

Die anderen sind für ihn freilich in erster Linie Ferrari und Red Bull, die schon in den vergangenen Jahren die stärksten Herausforderer von Mercedes waren. “Red Bull schaut auch sehr gut aus. Zwischen uns sind die Unterschiede nicht massiv. Aber mein und unser Gefühl ist, dass Ferrari ein bisschen vor uns beiden ist. Und ehrlich gesagt, das ganze Feld scheint etwas näher beieinander”, erläuterte Bottas. “Das sind aber nur Ratespiele. Man weiß nie, mit was die anderen in Melbourne auftauchen.”

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(APA)