KSV-Präsident Fuchs: “Ein paar Idioten wollen den Fußball kaputt machen”

via Sky Sport Austria

Zu Gast bei Talk und Tore am Sonntag, 1. Dezember 2013 waren Kapfenberg-Präsident , Altach-Trainer  und St. Pölten-Trainer . Hier einige Aussagen des von Martin Konrad moderierten Live-Talks.

Erwin Fuchs:

…ist von seinem ehemaligen Spieler Dominique Taboga enttäuscht: „Das ist natürlich eine herbe Enttäuschung. Dominique Taboga habe ich persönlich sehr gut kennen gelernt und auch seine Familie. Die Zwillinge sind hier auf die Welt gekommen. Seine Gattin hat bei uns gearbeitet und sehr gute Arbeit geleistet. Ich bin sehr enttäuscht.“

…fühlt sich Kapfenberg verpflichtet und gibt nicht auf: „Die Wut ist verraucht. Man muss mit diesen Dingen emotionslos umgehen, sonst würde man ja alles hinschmeißen und vor lauter Wut davon laufen. Kurz denkt man daran schon. Aber man muss Vernunft einkehren lassen, wir haben ein Riesenumfeld mit 120 Jungs in der Akademie und 200 Kindern im Nachwuchs. Da kann man nicht einfach davon laufen, weil ein paar Idioten den Fußball kaputt machen wollen.“

…über mögliche weitere Spieler bei Kapfenberg, die manipuliert haben könnten: „Ich habe mit der ganzen Mannschaft einige Besprechungen gemacht. Man ist in dieser Sache ja gefordert, dass man das Ganze aufarbeitet, viel spricht mit den jungen Burschen. Die muss man einfach schützen. Ich habe meinen Jungen gesagt, denkt nach, die letzten vier, fünf Jahre, wenn irgendetwas in der Sache gewesen sein sollte, dann schreibt das auf einen Zettel und kommt damit am nächsten Tag in der Früh. Bis heute ist keiner gekommen, Gott sei Dank.“

…glaubt, dass die Manipulationen für den Abstieg im Jahr 2012 verantwortlich gewesen sein könnten: „Ich habe darüber nachgedacht, als ich die Liste (der manipulierten Spiele, Anm.) gesehen habe, frühmorgens in der Zeitung. Da sind mir einige Schuppen runter gefallen und das war eigentlich die schwerste Stunde. Man sitzt mit dem Trainer und sagt, das gibt’s ja nicht. Man versucht noch einen Spieler (Kuljic, Anm.) herein zu holen. Und dann kommst du drauf, derjenige verspricht, dass er keine Tore für Kapfenberg schießen wird. Das ist ja unglaublich.“

…über “seltsame“ Fehler und Matchsituationen in der Vergangenheit: „Man hat ja nach dem Spiel diese Dinge immer sofort mit Trainer und Spieler besprochen. Ich habe dann immer gesagt, wir brauchen ein neues Flutlicht, vielleicht sieht er schlecht. Wir haben ihn zum Augenarzt geschickt und lauter solche Sachen. Natürlich bekommt man da die Wut im Bauch. Wie oft ich mit Werner Gregoritsch zusammen gesessen bin und wir haben uns gedacht, was ist mit dem los?“

…über Karlheinz Kopf als möglichen Bundesliga-Präsidenten: „Diese Gerüchte kenne ich seit ein paar Stunden und für mich sind es nur Gerüchte. Mir ist bekannt, dass die zehn Klubs aus der obersten Liga eine klare Meinung geäußert haben, dass Hans Rinner der Präsident sein soll.“

Damir Canadi:

…wünscht sich in Zukunft ein besseres Gesprächsklima zwischen Trainer und Schiedsrichter: „Es ist sicher schwierig, Schiedsrichter zu sein. Es gibt oft enge Situationen. Aber was bei uns in Österreich in den zehn Spielen passiert, da gibt es in vier bis sechs Spielen jede Woche streitwürdige Situationen. Ich würde mir einmal einen Workshop zwischen Trainern Schiedsrichtern wünschen, damit man sich kennenlernt. Ich habe nun schon zweimal Anzeigen bekommen wegen Mimik und Gestik. Nicht bös sein! Da hört es sich auf. So eine Arroganz! Es gibt überhaupt keine Kommunikationsstelle mehr zwischen Trainer und Schiedsrichter.“

…kann mit dem Druck des erwarteten Aufstiegs gut umgehen: „Ich denke, wir gehen mit der Situation und dem Druck sehr gut um. Ich glaube, dass uns niemand einen Druck auferlegen muss, mir nicht, der Mannschaft nicht. Wir setzen uns den Druck sowieso selber.“

…sieht im Winter keinen Handlungsbedarf am Spielersektor: „Wir beobachten den Markt aber grundsätzlich halten wir an dem Kader fest, der schon jetzt erfolgreich im Herbst gespielt hat.“

Gerald Baumgartner:

…über seine ersten Arbeitswochen bei St. Pölten: „Ich bin mit zwei Niederlagen gestartet. Die Mannschaft war sehr verunsichert. Es waren dann doch ein paar Baustellen zu beheben. Die Jungs haben dann toll mitgezogen. Wir haben viel und hart gearbeitet. Selbstvertrauen kommt dann zurück, wenn du Siege einfahren kannst.“

…beschreibt seinen Arbeitsstil: „Ich denke nicht, dass ich streng bin. Ich erwarte sehr viel von mir selber, aber auch vom Betreuerteam und jedem einzelnen Spieler. Ich bin sehr ehrgeizig. Als Trainer überlebst du nur, wenn du Erfolg hast und deswegen will ich auch Erfolg haben. Das Konzept, das ich vom Fußball habe, entwickelt auch die Spieler weiter, wenn sie den Weg mitgehen.“

Wiederholung der aktuellen Ausgabe von „Talk und Tore“ auf Sky Sport Austria
Montag, 2. Dezember, 21.15 Uhr
Dienstag, 3. Dezember, 08.00 Uhr 18.45 Uhr