Prince Boateng bei Barcelona: Ein Fehlgriff für beide Seiten

via Sky Sport Austria

Kevin-Prince Boateng kommt beim FC Barcelona einfach nicht zum Zug. War der Wechsel zu den Katalanen ein Fehler?

Es war die Überraschung im Winter, als Kevin-Prince Boateng vom italienischen Erstligisten US Sassuolo zum FC Barcelona wechselte. Der 32-Jährige kam auf Leihbasis als Sturm-Backup, um Luis Suarez zu entlasten. Barca hat zudem eine Option, Boateng für rund acht Millionen Euro fest zu verpflichten. Allerdings kommt der Deutsch-Ghanaer bei den Katalanen einfach nicht zum Zug.

“Ich bin Realist, aber wenn man Träume hat, kann man die Wirklichkeit verändern.” Mit diesen Worten stellte sich Boateng in Barcelona vor. Dass er nur eine Reservistenrolle einnehmen würde, war ihm klar: “Ich weiß, dass ich kein Stammspieler sein werde. Aber ich denke, dass ich der Mannschaft mit meiner Erfahrung trotzdem weiterhelfen kann”, so Boateng.

Kevin-Prince Boateng mit magerer Bilanz

Doch auch als potentieller Ersatz schaut seine Bilanz sehr mager aus. Boateng durfte bei Barcelona nur in zwei Spielen ran. Einmal in der Liga, einmal in der Copa del Rey. Keines davon spielte der über die gesamte Distanz. Mit nur 123 Einsatzminuten kann Boateng kaum zufrieden sein.

Barca-Trainer Ernesto Valverde hatte wohl schon vor dem Transfer seine Zweifel. Am Ende ließ er sich aber doch dazu überreden, Boateng auszuleihen. Jedoch scheint der Coach seine Meinung nicht geändert zu haben. Boateng ist entweder gar nicht im Kader oder verfolgt die 90 Minuten von der Bank.

Auf dem Platz ist Boateng kaum zu sehen, abseits davon macht er zudem mit negativen Schlagzeilen auf sich aufmerksam. Die spanische AS berichtete zuletzt, dass die Barca-Verantwortlichen sauer auf Boateng seien, weil dieser nicht zum freiwilligen Training gekommen war.

FC Barcelona sauer auf Boateng

Trainer Valverde hatte all seinen Profis, die nicht zur Nationalmannschaft fuhren zwar freigegeben, jedoch darum gebeten, dass die daheim gebliebenen Spieler am Montag und Dienstag zur Regenerierung erscheinen.

Alle kamen – außer Gerard Pique, Clement Langlet, Malcom und Kevin-Prince Boateng. Bei den beiden Erstgenannenten drückte der Klub noch ein Auge zu, da sie beim vergangenen 4:1-Sieg gegen Betis Sevilla durchgespielt hatten. Boateng und Malcom vielen hingegen unangenehm auf, da das Duo nicht zum Einsatz kam.

Dass der FC Barcelona nach diesem Verhalten und der bisherigen Bilanz noch die Kaufoption ziehen wird, scheint mehr als fraglich. Stattdessen wird Boateng aller Voraussicht nach von der Weltbühne zurück ins beschauliche Sassuolo kehren müssen.

(www.skysport.de)

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Beitragsbild: Getty Images

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