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VIDEO: Rückpass – Der Blick ins Archiv: Sturm Graz gegen Olympique Marseille

via Sky Sport Austria

In der Saison 98/99 landen die “Blackies” in der Champions League Gruppenphase nach dem Sieg gegen Olympique Marseille auf dem dritten Rang der Gruppe D und dürfen sich immerhin mit dem Umstieg in den UEFA-Cup trösten. Einen wichtigen Grundstein dafür legt Roman Mählich mit seinem Führungstreffer in der 18. Minute. In der heutigen Ausgabe von “Rückpass – Der Blick ins Archiv” blicken wir noch einmal auf diesen emotionalen Moment zurück.

Am 27. Oktober 1999 feiert Sturm Graz im Schwarzenegger-Stadion gegen den bisherigen Tabellenführer Olympique Marseille mit einer imponierenden Vorstellung den zweiten Sieg in Folge und überholt in der D-Gruppe damit den SK Croatia Zagreb, der zur gleichen Zeit im heimischen Stadion Manchester United, dem neuen Gruppenleader, mit 1:2 unterliegt. Mählich (18.) und Kocijan (61./84.) scoren für Sturm, “Weltmeister” Dugarry (52./78.) trifft zweimal für die Franzosen.

Roman Mählich jubelt über seinen Treffer (Foto: GEPA)

Die Angriffe der Grazer sind weit gefährlicher als die Attacken des Gegners, der zwar mehr im Ballbesitz ist, lange Zeit aber zu keiner effektiven Chance kommt. Den ersten Warnschuss feuert Kocijan in der 17. Minute ab, zwei Minuten später fällt dann das 1:0. Schopp erläuft einen Lochpass von Kocijan knapp vor der Outlinie und Mählich schießt dessen Zuspiel im Zweikampf mit Pires aus fünf Metern ins Netz (19.). Weltmeister Dugarry, der für den verletzten de le Pena, der auch erst in der 46. Minute ins Spiel gekommen war, eingewechselt wird, trifft zwei Minuten nach seinem Auftritt nach Vorarbeit von Ravanelli und Pires zum 1:1 (52.).

Rote Karte für die Gäste

Doch Sturm kontert wieder und schafft in der 61. Minute das 2:1. Mählich bringt mit einer weiten Vorlage nach rechts Vastic in Position und dessen scharfe Flanke köpfelt Kocijan wuchtig ins Tor – 2:1. OM gleicht noch einmal aus, als sich Dugarry gegen Schopp durchsetztvund aus kurzer Distanz das 2:2 schießt (78.). Zu diesem Zeitpunkt sind die Gäste nur noch zehn Mann, Blondeau wurde nach einer “leichten” Tätlichkeit an Kocijan in der 68. Minute ausgeschlossen.

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Sturm schafft aber doch noch das Siegestor. Kocijan nützt eine plötzliche Chance und jagt den Ball aus halblinker Position zum 3:2 in die Maschen (84.). In den letzten Minuten geht es noch turbulent zu, ehe nach 94 Minuten der erlösende Schlusspfiff des bulgarischen Schiedsrichters ertönt.

Torfolge: 1:0 (18.) Mählich, 1:1 (52.) Dugarry, 2:1 (61.) Kocijan, 2:2 (78.) Dugarry, 3:2 (84.) Kocijan

Günther Neukirchner, Georg Bardel, Hannes Reinmayr, Gilbert Prilasnig, Markus Schopp, Mehrdad Minavand, Josef Schicklgruber (Foto: GEPA)

Die damaligen Aufstellungen:

Sturm: Schicklgruber – Neukirchner – Feldhofer (39. Strafner), Prilasnig – Schopp (81. Reinmayr), Schupp, Mählich, Martens, Minavand (76. Bardel) – Kocijan, Vastic

Marseille: Porato – Perez, Berizzo, Gallas, Blondeau – Pires, Luccin, Issa (46. de la Pena/52. Dugarry), Dalmat – Ravanelli, Maurice (70. Reina)

Die Stimmen zum Spiel:

Tomislav Kocijan (zweifacher Torschütze Sturm Graz): “Es war ein schönes Spiel für die Zuschauer und eine Zitterpartie für die Bank. Für mich war es ein Riesenspiel, ich bin überglücklich über meine zwei schönen Tore. Nachdem ich nach Graz gekommen bin, hatte ich muskuläre Probleme, manchmal haben mich die Fans ausgepfiffen. Aber ich bin von Natur aus ein Kämpfer und meine Frau hat mir immer volle Unterstützung gegeben, darum sind nach der Krise gute Spiele gekommen. Eine Berufung ins Nationalteam wäre für mich eine große Ehre.”

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Ivica Osim (Trainer Sturm): “Es war ein schönes, sehr spannendes Spiel. Ich bin zufrieden, vor allem für die Zuschauer. So ein Spiel kostet viel Kraft, viel Konzentration. Ich muss aber über das reden mit den Spielern, was negativ war im Spiel, denn das Gute sehen alle. Solche Tore darf man nicht bekommen.”

Markus Schopp: “Ein großer Traum ist in Erfüllung gegangen. Wir wollten Dritter in der Gruppe werden, jetzt haben wir den Grundstein gelegt. Unser Sieg geht in Ordnung, denn wir hatten die besseren Chancen und haben über weite Strecken dominiert.”

(APA)

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Beitragsbild: GEPA

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