Wenn Motten die Sportkleidung zerfressen – was tun?

Gastbeitrag

Motten im Haus sind nahezu immer ärgerlich. In der Küche entpuppen sie sich als Mehlmotten, in der Stube stören sie beim Entspannen. Doch noch ärgerlich ist es, wenn sich die Mottenschar im Kleiderschrank einnistet. Wer nun glaubt, dass sich die Plagegeister nur auf alte Mäntel der Großeltern spezialisieren, der irrt sich. Auch die eigene Lieblingskleidung kann Kleidermotten zum Opfer fallen – oder aber, die Sportkleidung als Nahrungsquelle auswählen. Bevor nun das eigene Sportprogramm aus dem Fangen der Plagegeister besteht, gibt es Tipps zur Bekämpfung und grundsätzlichen Eindämmung des Problems.

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Kleidermotten verursachen hohe Schäden

Kleidung hat natürliche Fressfeinde und diesen ist es egal, ob es sich um einen flauschigen, doch günstigen Kuschelpullover, den Wollmantel oder der Sportkleidung handelt. Werden Kleidermotten nicht frühzeitig entdeckt, ist die Kleidung hoffnungslos zerfressen und muss

entsorgt werden. Das verursacht natürlich hohe Schäden auf materieller und emotionaler Ebene. Kaum jemand hat nicht dieses eine Kleidungsstück im Schrank, mit dem viel verbunden wird.

Den Motten sollte somit möglichst frühzeitig der Garaus gemacht werden. Allerdings kann schon im Vorfeld dafür gesorgt werden, dass sich erst gar keine Motten einnisten:

  • Fliegengitter – können Motten erst gar nicht in die Wohnung gelangen, ist dem Befall bestens vorgebeugt. Diese Lösung erfordert jedoch zu Beginn etwas Aufwand.
  • Getragene Kleidung – Motten ernähren sich von Hautschuppen, Haaren, aber auch Schweißrückständen. Aus diesem Grund sollten gerade im Winter die dickeren Wollpullis nicht nach dem Tragen in den Schrank, sondern mindestens ordentlich für mehrere Tage auslüften. In der Winterkälte kann der Pulli auch für zwei Tage auf den Balkon gehangen werden, anderenfalls sollte die Kleidung stets gewaschen werden.
  • Kleidersack – zumeist siedeln sich Motten in Kleidung an, die längere Zeit nicht getragen wird: Winterkleidung und auch Sommerbekleidung. Auch die jahreszeitliche Sportkleidung gehört dazu. Solche Kleidungsstücke sollten am Ende der jeweiligen Jahreszeit gereinigt und in geschlossenen Kleidersäcken verstaut werden. Vorsicht: Die Säcke müssen ringsum geschlossen sein.
  • Lüften – oftmals werden saisonale Kleidungsstücke in getrennten Kleiderschränken, gerne auch auf dem Dachboden oder im Keller, verstaut. Da hier selten gelüftet wird, fühlen sich Motten besonders wohl. Aus diesem Grund sollte der Kleiderschrank regelmäßig geöffnet und somit gelüftet werden. Dabei kann gleich geprüft werden, ob sich eventuell ein Nest gebildet hat.
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Möglichkeiten gegen Motten

Die wenigsten Sportler möchten den Inhalt ihres Kleiderschrankes entsorgen, auch wenn dies der erste Gedanke ist, wenn die Bescherung offensichtlich wird. Glücklicherweise ist die Entsorgung nur bei angefressener Kleidung notwendig – der Rest braucht nur gut durchgewaschen zu werden. Allgemein gilt:

  • Einzelstücke – wenn nur einzelne Stücke befallen sind, genügt es, das Wäschestück für einige Tage ins Eisfach zu legen und danach zu waschen. Durch die Kälte sterben Motten, Larven und Eier.
  • Chemie – es gibt etliche Produkte zur Mottenbekämpfung. Bei einem starken Befall lohnen sie sich auf jeden Fall.
  • Auswaschen – die Kleidung sollte unbedingt gewaschen werden, allein schon, damit sie keinen Nährboden mehr bietet. Aber auch der Schrank sollte mit hochprozentigem Essigwasser gereinigt werden. Eventuelle Nester und Larven müssen entfernt werden.
  • Mottenabwehr – die meisten kennen noch die Mottenkugeln. Sie gibt es weiterhin, obwohl sich der Geruch deutlich verbessert hat. Aber auch Mottenpapier kann zwischen Kleidung gelegt werden.
  • Natürliche Möglichkeit – Kleidermotten mögen keine ätherischen Öle. Es ist grundsätzlich sinnvoll, kleine Duftschalen oder Duftsäckchen mit Lavendel, Zirbelkiefer, Kampfer, Nelken oder Zedernholz aufzustellen.

Kleidermotten haben, im Gegensatz zu Lebensmittelmotten, einen großen Vorteil. Sie meiden sämtliche synthetischen Kleidungsstoffe und lassen sich leicht mit dem befallenen Teil entsorgen. Wird die restliche Kleidung gut durchgewaschen, ist die Plage wieder vorbei.

Fazit – durchatmen und handeln

Wer morgens den Kleiderschrank öffnet und von Motten begrüßt wird, der wünscht sich zurecht wieder zurück ins Bett. Doch lässt sich rasch die Herrschaft über den Kleiderschrank zurückgewinnen, denn Kleidermotten sind gut zu bekämpfen. Und damit sie sich gar nicht erst zwischen Sport- und Wintersachen einnisten, helfen schon kleine Kissen mit Lavendel oder Zedernholz.

Bildquelle: @ sandid / Pixabay.com