Kylian Mbappé und Jose Mourinho werden nach dem 2:1 (1:0) von Real Madrid im Clasico beim FC Barcelona von der spanische

100 Tore & graue Haare: Spanische Presse feiert Mbappé & Mourinho

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Als Kylian Mbappé am Montag ins Flugzeug Richtung London stieg, hatte Real Madrids 100-Tore-Mann allerbeste Laune. „Was für ein Spiel! Ich fühle mich großartig“, sagte der Torjäger nach seinem Doppelpack zum 2:1 (1:0) im Clasico beim FC Barcelona. Der Reise zur Verleihung des Ballon d’Or stand somit nichts mehr im Wege – anders als beim skandalträchtigen Boykott 2024 und Mbappés freiwilligem Verzicht 2025.

Die Wahlzettel waren da zwar schon ausgefüllt, doch gute Argumente für ein Kreuz neben seinem Namen lieferte Mbappé gegen Barca durchaus. Seine Treffer Nummer 99 und 100 für Real entschieden das 265. Duell der Erzrivalen. „Jeder weiß, dass ich gerne Tore schieße. Das Wichtigste ist aber der Sieg der Mannschaft“, sagte der Franzose ganz bescheiden.

Presse lobt Mourinho

Etwas weiter lehnte sich die spanische Presse nach dem Liga-Spiel des Jahres aus dem Fenster. „Real Madrid ist zurück! Mbappé holt Barcelona auf den Boden der Tatsachen“, schrieb etwa die in Madrid erscheinende Marca. Noch mehr Lob erntete einzig Real-Coach Jose Mourinho (63). „Er mag inzwischen graue Haare haben. Doch richtig gedeutet stehen diese für Weisheit“, schrieb El Mundo.

Fest steht: Mit dem ersten Sieg im Camp Nou seit Anfang April 2023 verhinderte Real den alleinigen Startrekord von Barca, der Rückstand auf den von Hansi Flick trainierten Titelverteidiger beträgt nur noch drei statt möglicher neun Punkte. „Wir wussten, dass wir ein großes Spiel abliefern mussten, ein Spiel für echte Männer. Der Sieg ist ein gutes Zeichen“, betonte Mbappé.

Der 27-Jährige (41.) hatte zunächst die Führung besorgt und erzielt nach dem Ausgleich durch Raphinha (61.) kurz vor Schluss auch den umjubelten Siegtreffer (87.). Der in der Kritik stehende Mourinho ging auf die Knie und jubelte ausgelassen.

„Mein Team hat ein außergewöhnliches Spiel gemacht, sehr organisiert, mit guter Konzentration und dem Mut, von hinten herauszuspielen gegen eine Mannschaft, die sehr viel presst“, sagte Mourinho.

„Waren nicht frisch“: Frust bei Barca nach Clasico-Pleite

Wunden lecken bei Barcelona

Weniger zufrieden war Flick nach der zweiten Niederlage in seinem achten Clasico. „Man hat gesehen, dass uns die Frische gefehlt hat. Es ist die erste Niederlage in La Liga, zuvor haben wir neunmal in Folge gewonnen. Das ist die Perspektive, die wir haben müssen. Niederlagen gehören zum Spiel“, sagte der Deutsche.

Am Montag konnte Flick dann zumindest ausschlafen, auf die Reise nach London verzichtete er laut spanischen Medien. Kein Wunder, bei der Wahl zum Trainer des Jahres war er erst gar nicht nominiert. Und womöglich eine weitere Gala von Kylian Mbappé bewundern – das musste nun wirklich nicht sein.

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