15 Punkte seit Ligateilung: Formstarker WAC nimmt Kurs aufs Europacup-Playoff
Das Rennen um die beiden Plätze in der Auftaktrunde des Europacup-Playoffs der Fußball-Bundesliga wird zum Krimi. Zwei Runden vor Schluss liegen mit Neo-Leader WAC und SC Austria Lustenau in der Qualifikationsgruppe zwei Teams punktgleich voran, dahinter lauern die WSG Tirol und der TSV Hartberg. Die Kärntner und Tiroler tankten am Samstag mit Siegen Selbstvertrauen für das Finish. Nicht unwichtig ist Rang eins, bringt der doch das gern gesehene Heimrecht zum Playoff-Start.
Die besten Karten hat nicht nur aufgrund der aktuellen Tabellensituation der WAC. Die Kärntner holten nach dem Grunddurchgang 15 Punkte und damit die meisten aller Teilnehmer am „unteren Playoff“. Nur eine Partie wurde verloren, seit dem 0:4 in Tirol am 7. April gab es in sechs Anläufen keine Niederlage mehr. „Die Formkurve zeigt nach oben. Wenn es irgendwie geht, wollen wir Erster werden, das ist ja klar“, sagte WAC-Trainer Manfred Schmid. Mit einer „überragenden Mannschaftsleistung“ habe man gezeigt, dass man für den Kampf um die Playoff-Teilnahme gerüstet sei.
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Erst vergangene Runde hatte der WAC mit dem Klassenerhalt das erste Ziel positiv erledigt. „Man hat schon gemerkt, dass die Abstiegsangst nicht mehr da war, sich die Mannschaft mehr zutraut, sie kann schon richtig gut Fußball spielen“, verlautete der 52-Jährige. Zudem gab die deutlich bessere Effizienz in einer extrem chancenarmen Partie den Ausschlag. Maurice Malone (38.) und Augustine Boakye (52.) machten kurz vor sowie kurz nach dem Seitenwechsel alles klar. „Es ist uns gelungen, das umzusetzen, was wir uns vorgenommen hatten. Sich mit drei Punkten zu belohnen, ist die logische Folge gewesen“, resümierte der Ex-Austria-Trainer.
Schopp: „Noch nicht alles vorbei“
Für die Steirer war die erste Niederlage nach sechs ungeschlagenen Runden die Folge eines durchwachsenen Auftritts. Der abgefallene Druck nach dem zuletzt fixierten Klassenerhalt dürfte laut Trainer Markus Schopp ein Grund gewesen sein, warum einige Akteure nicht an ihr Leistungspotenzial herangekommen seien. „Klar ist, dass wir keinen Punkt mehr machen, wenn wir so spielen wie heute“, sprach der Steirer Klartext.
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Schopp wollte die Flinte aber nicht voreilig ins Korn werfen. Es gelte nun die richtigen Spieler herauszufiltern, die für die schwierige Aufgabe bereit sein würden. „Es ist noch nicht alles vorbei, noch etwas möglich.“ Bei einem Rückstand von vier Punkten auf das Topduo gibt es nur bei zwei Siegen gegen Ried und in Lustenau noch eine Chance.
(APA).
Beitragsbild: GEPA.
