20 Jahre Red Bull in Salzburg: Das war der Tag der Übernahme
Heute vor 20 Jahren kam es zu einer gravierenden Veränderung im österreichischen Fußball: Am 6. April 2005 wurde bekannt, dass die Firma Red Bull „ab sofort die Salzburg Sport AG und damit den Fußballbetrieb des Salzburger Bundesligisten“ zu 100 Prozent übernehmen würde.
Bevor der Verein in der Saison 2005/06 in die erste Spielzeit als „neuer“ Club startete, wurde am 3. Juni 2005 bei der konstituierenden Generalversammlung noch die Umbenennung von Austria Salzburg in FC Red Bull Salzburg, sowie die Änderung der Vereinsfarben beschlossen.
Am 6. April 2005 veröffentlichte Red Bull ein Statement zur Übernahme des Bundesligisten. Die Presseaussendung im Wortlaut.
Red-Bull-Übernahme von Austria Salzburg: Das Statement im Wortlaut

Red Bull übernimmt den Salzburger Fußball-Bundesliga Club
Die Red Bull GmbH aus Fuschl übernimmt ab sofort die Salzburg Sport AG und damit den Fußballbetrieb des Salzburger Bundesligisten. Diese Vereinbarung haben dessen Präsident Rudi Quehenberger und Red Bull-CEO Dietrich Mateschitz heute getroffen. Eine wichtige Rolle im Engagement von Red Bull übernimmt eine der angesehensten und kompetentesten Fußballpersönlichkeiten der Welt, Franz Beckenbauer, der Dietrich Mateschitz als Freund und Berater begleiten wird. Sobald die wesentlichen Entscheidungen zu Plänen, Zielen und Strategien des Vereins getroffen sind, werden Details dazu bekannt gegeben.
Dietrich Mateschitz: „Selten haben wir eine Entscheidung länger und genauer geprüft als jene, in das österreichische bzw. internationale Fußballgeschehen einzusteigen. Last but not least war dafür auch die Entwicklung verantwortlich, dass sich der internationale Fußball immer mehr zu einem höchst intelligenten Strategiespiel entwickelt hat, mit charismatischen Spielerpersönlichkeiten, mit neuen fußballbegeisterten Zuschauern und Zuschauerinnen, wie man sie nie zuvor in Stadien gesehen hat. Auch ist mit der kommenden Welt- und vor allem auch der in Salzburg stattfindenden Europameisterschaft ein äußerst günstiger Zeitpunkt für ein Engagement gegeben. Unsere Zielsetzungen müssen und sind äußerst ambitioniert und können nur die langfristige permanente Teilnahme in den obersten Europäischen Wettbewerben zum Inhalt haben. Damit hat Red Bull neben der Formel-1 ein zweites Standbein in seinem Sportengagement mit internationaler Reichweite.“
Beckenbauer: Austria Salzburg war „eine gute Basis“
Franz Beckenbauer: „Wenn der Fußball so eine Chance bekommt, dass ein Unternehmen wie Red Bull einsteigt, war meine Antwort auf die Frage von Dietrich Mateschitz klar. Ich habe mich gerne dazu bereit erklärt, ihn als Freund auf diesem Weg zu begleiten. Auch seine Entscheidung für Austria Salzburg halte ich für richtig, da die Austria Salzburg unter den verschiedensten Aspekten, unter anderem auch durch die geleistete Vorarbeit von Rudi Quehenberger, eine gute Basis dafür darstellt.
Rudolf Quehenberger: „Meine Arbeit für den Salzburger Fußball hat sich nun endlich gelohnt. Ich bin glücklich darüber, dass eines der bedeutendsten Unternehmen der Welt sich für den Fußball interessiert und bin davon überzeugt, dass wie in den Jahren 1993 bis 1997 für die Salzburger Fans wieder Fußballjahre kommen werden, von denen man nur träumen kann. Didi Mateschitz ist von mir seit mehr als 15 Jahren jedes Jahr angesprochen worden, für den Salzburger Fußball Interesse zu zeigen. Vor einer Woche hat er mich angerufen, ob ich Interesse für ein Gespräch habe.“
(APA/OTS) / Bild: GEPA
