DORTMUND, GERMANY - APRIL 11: Police stand near the team bus of the Borussia Dortmund football club after the bus was damaged in an explosion on April 11, 2017 in Dortmund, Germany. According to police an explosion detonated as the bus was leaving the hotel where the team was staying to bring them to their Champions League game against Monaco. So far one person, team member Marc Bartra, is reported injured.   (Photo by Maja Hitij/Getty Images)

28-Jähriger nach Anschlag auf Dortmunder Mannschaftsbus festgenommen

via Sky Sport Austria
Berlin/Dortmund (APA/dpa/Reuters) – Nach dem Sprengstoffanschlag auf den Mannschaftsbus des deutschen Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und mehrerer anderer Medien wurde der 28 Jahre alte Mann bei einem Polizeieinsatz in Baden-Württemberg am frühen Freitagmorgen festgenommen.

Das deutsche Bundeskriminalamt bestätigte die Festnahme eines mutmaßlichen Tatverdächtigen im Zusammenhang mit dem Anschlag. Es werde in Kürze weitere Informationen geben, erklärte das BKA Freitag früh per Twitter.

Zuvor hatten “Bild”-Zeitung, NDR, WDR und “Süddeutsche Zeitung” sowie “Spiegel Online” über die Festnahme berichtet. Der Verdächtige ist demnach mutmaßlich kein Extremist, er soll im Zusammenhang mit dem Anschlag auf einen Kurssturz der BVB-Aktien gewettet haben. Nach Angaben von NDR, WDR und “SZ” wurde der Mann in der Nähe von Tübingen festgenommen.

Nach den Informationen der “Bild”-Zeitung und der dpa wohnte der 28 Jahre alte Tatverdächtige in Baden-Württemberg. Er sei seit dem 13. April – zwei Tage nach dem Rohrbombenanschlag auf den BVB-Bus mit zwei Verletzten – per Haftbefehl wegen 20-fachen versuchten Mordes und Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion gesucht worden.

Die “Bild”-Zeitung schreibt, nach den Ermittlungen habe der Verdächtige direkt vom BVB-Mannschaftshotel aus online ein Aktienpaket von 15.000 Optionsscheinen für 78.000 Euro gekauft. Mitarbeiter der betreffenden Bank hätten der Polizei eine Verdachtsanzeige gegen den Mann wegen Geldwäsche übermittelt, weil ihnen der Kauf verdächtig erschien. Im Falle eines deutlichen Kursverlustes der BVB-Aktie hätte der Verdächtige einen Millionengewinn mit den Aktienoptionen machen können.