5:26 Stunden-Match! Altmaier bezwingt überraschend Sinner in French Open

Große Überraschung in Paris: Tennisprofi Daniel Altmaier steht nach einem Marathonmatch über 5:26 Stunden gegen Jannik Sinner in der dritten Runde der French Open.

Daniel Altmaier kämpfte mit den Tränen – vergeblich. Mit brüchiger Stimme versuchte der deutsche Außenseiter auf dem Court Suzanne Lenglen dem tobenden Publikum zu erklären, wie ihm der Überraschungscoup in den vergangenen fünfeinhalb Stunden gelungen war. „Ich weiß nicht, ob es ein historisches Match war, aber es war eines zum Erinnern“, sagte Altmaier nach dem Fünfsatzsieg über favorisierten Italiener Jannik Sinner.

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Altmaier (24) hatte zwei Matchbälle abgewehrt, sein Herz auf dem Platz gelassen und letztlich mit 6:7 (0:7), 7:6 (9:7), 1:6, 7:6 (7:4), 7:5 triumphiert. Noch vor Alexander Zverevs Rückkehr auf den Court Philippe Chatrier am Abend setzte der Kempener damit ein deutsches Glanzlicht bei den French Open. „Die Emotionen waren verrückt“, sagte Altmaier, der in der 3. Runde auf den Bulgaren Grigor Dimitrov trifft.

Altmaier, der seinen zweiten Karriereerfolg über einen Top-Ten-Spieler feierte, hofft nun darauf, seine Erfolgsgeschichte von 2020 zu wiederholen. Damals war er in Paris bis ins Achtelfinale vorgestoßen.

Im zweitgrößten Stadion von Roland Garros präsentierte sich Altmaier von seiner besten Seite – von Beginn an begegnete er dem an Position acht gesetzten Sinner auf Augenhöhe, anders als bei den US Open im vergangenen Jahr diesmal aber mit Erfolg. Der Kempener agierte konsequent und weitgehend fehlerfrei – immer wieder punktete er am Netz und begeisterte die Fans auf der gut besuchten Tribüne.

Sinner servierte im vierten Satz bereits zum Matchgewinn, doch Altmaier stemmte sich gegen die Niederlage und erzwang den Entscheidungsdurchgang. Auch dort blieb er mutig und attackierte seinen zunehmend ratloser wirkenden Gegner. Ende des fünften Satzes gelang ihm unter dem frenetischen Jubel der Fans das entscheidende Break.

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(SID)/Bild: Imago