99ers verlieren Krimi gegen Berlin, Salzburg mit knapper CHL-Niederlage

via Sky Sport Austria

 

Beim Rückspiel gegen Tappara zeigten sich die Red Bulls unglaublich spielfreudig und waren wie schon beim Hinspiel vor einer Woche in Salzburg anfangs die spielbestimmende Mannschaft. Alexander Rauchenwald nutzte in der fünften Minute die erste Top-Chance und netzte den Rückpass von Thomas Raffl frech ein. Ohne die Rekonvaleszenten John Hughes, Raphael Herburger und Daniel Jakubitzka machten die Red Bulls zunächst so weiter, sahen sich aber mit nun zusehends stärker werden Finnen konfrontiert. In der 18. Minute schlugen die Hausherren dann zu und glichen aus, Otso Rantakari hatte freie Schussbahn. Aber in den letzten zwei Minuten drückten wieder die Red Bulls nach vorn und drei Sekunden vor der ersten Pausensirene gelang Bobby Raymond nach einer wahren Salve von Schüssen aufs Tappara-Tor der neuerliche Führungstreffer zum 2:1. Im zweiten Abschnitt wurde die Partie noch intensiver, Tappara versuchte den Spielaufbau so früh wie möglich zu stören. Bei einem weiteren Unterzahlspiel verteidigten die Red Bulls stark, doch kurz nach Ablauf desselben zog Niko Ojamäki von rechts ab und brachte in der 23. Minute den abgefälschten Schuss im Salzburger Tor unter. Danach hatten die Red Bulls wieder mehr Spielanteile, boten den Finnen ein Spiel auf Augenhöhe und nahmen auch die Zweikämpfe an. Trotz guter Chancen stand es nach einem hart umkämpften Mitteldrittel 2:2. Im Schlussdrittel übernahmen die Hausherren noch mehr die Initiative und strahlten permanent Gefahr aus. Die Red Bulls waren aufmerksam, blieben geduldig und kamen auch zu guten Möglichkeiten. Aber in der 48. Minute war die Scheibe plötzlich drin, Luka Gracnar hatte beim Distanzschuss von Veli-Matti Vittasmaki keine Sicht. Tappara drückte weiter und die Red Bulls mehr und mehr in die Defensivzone. In der 51. Minute mussten sich die Salzburger dann ein weiteres Mal geschlagen geben, Kristian Kuusela vollendete im Powerplay eine schöne Kombination zur 4:2-Führung. Kurz darauf blieb Luka Gracnar Sieger bei einem Penalty-Shot von Niko Ojamäki. In den verbleibenden Minuten versuchten die Red Bulls nochmals anzuschließen, mussten sich aber schlussendlich 2:4 geschlagen geben. Am Samstag fliegen die Red Bulls direkt weiter nach Banská Bystrica, wo am Sonntag das vierte CHL Gruppenspiel (14:00 Uhr) steigt.

 

99ers geben Sieg im Finish aus der Hand
Die Moser Medical Graz99ers erwischten gegen die Eisbären aus Berlin einen Start nach Maß und gingen bereits nach vier Minuten durch Daniel Woger, der im Konter traf, in Führung. Kurz darauf stellte Zintis Nauris Zusevics in Überzahl sogar auf 2:0. Kai Wissmann brachte den deutschen Rekordmeister nur eine Minute später wieder heran. Die Fans im Merkus Eisstadion sahen ein packendes Duell, in dem die Grazer mit einem knappen Vorsprung in die erste Pause gingen. Kurz nach Wiederbeginn durften die Hausherren wieder die Powerplay-Formation auf das Eis bringen. Doch anstatt in der Offensive für Gefahr zu sorgen, stellte Daniel Fischbuch auf 2:2. Im nächsten Überzahlspiel machten es die Steirer aber besser, Justin Buzzeo erzielte in der 29. Minute das 3:2. Zwar hatte Berlin in Person von Louis-Marc Aubry wieder eine Antwort parat, doch diesmal konterten die Grazer mit einen Ograjensek-Treffer sofort. Kurz vor der Drittelpause ging das Tor-Festival weiter, Nick Petersen verbuchte das 4:4 für sich. Im Schlussabschnitt zogen die 99ers durch Treffer von Robin Weihager und Zusevics wieder auf zwei Tore davon, zum Sieg sollte es dennoch nicht reichen. Die Berliner versuchten es mit der Brechstange und wurden belohnt: Zuerst traf Jamie MacQueen und Blake Parlett erzwang zwei Sekunden vor der Schlusssirene sogar eine Verlängerung. Schlussendlich mussten sich die Grazer im Penaltyschießen geschlagen geben, da Micki DuPont den entscheidenden Versuch verwertete. Im Spiel um Platz drei geht es für Woger und Co. am Samstag gegen den HK Nitra, der sich davor den Pelicans aus Lahti 3:1 geschlagen geben musste.

VSV verliert letzten Test
Der EC VSV traf in seinem letzten Testspiel in Garmisch-Partenkirchen auf den SC Riessersee. Nach Zuspiel von Christian Jennes brachte Rob Flick die Gäste bereits nach vier Minuten in Führung. Die Freude währte aber nur kurz: Nur eine Minute später stellte Michael Rimbeck auf 1:1 und wenig später drehte Simon Mayr drehte die Partie sogar. Beide Teams vergaben in weiterer Folge je eine Überzahl, weshalb es zunächst beim knappen Spielstand von 2:1 blieb. Im Mittelabschnitt kassierte Villachs Torschütze Flick für ein Foul eine 2+2 Minuten-Strafe und wurde anschließend für Schiedsrichterkritik mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe vom Eis geschickt. Riessersee nutzte die Überzahl und erhöhte durch Tim Richter auf 3:1. Die Kärntner mussten im Mitteldrittel noch einige Male auf die Strafbank. Doch sie kassierten in dieser Phase nicht nur keinen weiteren Gegentreffer, sondern kamen in Unterzahl durch Andrew Sarauer (32.) wieder heran. In einem weiterhin sehr ausgeglichenen Schlussabschnitt sollten aber keine Tore mehr fallen.

DEC reicht ein Shootout-Treffer
Das Kräftemessen mit dem Schweizer NLA-Klub EHC Kloten wurde eine Woche vor Start der Erste Bank Eishockey Liga der erwartet schwere Test für die MacQueen-Schützlinge. Die Hausherren, bei denen der Vorarlberger Patrick Obrist verletzungsbedingt fehlte, versuchten dem Spiel sofort ihre Note aufzudrücken. Zwar kontrollierten die Schweizer das Spiel, doch Dornbirn hielt geschickt dagegen und kreierte selbst einige gute Chancen. Ein Abschlussversuch von Henrik Neubauer stoppte der Flyers-Keeper und bei einem Schuss von Brodie Reid entpuppte sich der Pfosten zum Retter in der Not. Die Hausherren zeigten sich mit Verlauf der Partie phasenweise brandgefährlich, doch DEC Rückhalt Ronan Quemener wusste seinen Kasten sauber zu halten. In der Schlussphase wurden die Vorarlberger wahrlich in die Enge getrieben, doch die Flyers konnten von ihrer spielerischen Überlegenheit nicht profitieren. Auf Torjubel und eine Entscheidung musste bis ins Penaltyschießen gewartet werden. Matt Fraser schoss die Bulldogs zum 1:0-Sieg. Als Generalprobe für die Meisterschaft empfangen die Dornbirn Bulldogs am Sonntag (20 Uhr) den DEL2-Meister Frankfurt im Messestadion.

Black Wings schlagen auch Ingolstadt
Der EHC LIWEST Black Wings Linz kann auch nach fünf Testspielen auf eine blütenweiße Weste verweisen. Die Stahlstädter erwischten zum Auftakt des Vinschgau Cups gegen den ERC Ingolstadt einen guten Start und gingen in der 4. Minute durch Joel Broda in Führung. Die Freude darüber währte aber nicht lange, denn auch die Deutschen zeigten, dass sie schnelle Konter vortragen können und kamen aus einem dieser Gegenstöße in der 6. Minute zum Ausgleich. Nach diesem fulminanten Start ging es auch in weiterer Folge hin und her, Chancen gab es auf beiden Seiten. In einigen Unterzahl-Situationen bewahrte Mike Ouzas sein Team vor einem weiteren Gegentreffer, es ging mit dem 1:1 in die erste Pause. Nachdem die Mannschaften wieder am Eis waren, eröffnete wie schon im ersten Drittel Joel Broda den Chancenreigen, danach ging es ebenfalls weiter wie im Eröffnungsabschnitt. In erneuten Unterzahl durften sich die Oberösterreicher bei der Stange und wieder bei Schlussmann Ouzas bedanken. In der 33. Minute traf Patrick Spannring entgegen dem Spielverlauf zur abermalige Führung für die effizienten Stahlstädter. Aber auch dieses Mal konnten die Oberösterreicher den Vorsprung nicht lange halten: nur 25 Sekunden später glichen die Panther aus. Im Schlussabschnitt kamen die Linzer wieder mehr auf, ein Weitschuss von Robert Lukas knallte an die Querlatte. 74 Sekunden vor dem Ende war es dann Rick Schofield, der in Überzahl zum 3:2-Sieg traf. Damit geht es für die Mannschaft von Troy Ward morgen gegen Färjestads BK weiter.

Innsbruck verliert in Straubing
Ein temporeiches Testspiel bekamen die Fans zwischen Straubing und dem HC TWK Innsbruck zu sehen. Die Gäste aus Tirol gerieten nach vier Minuten durch Kyle MacKionnon in Rückstand, in Überzahl erhöhte James Bettauer gar auf 2:0. Der Mittelabschnitt gehörte zu Beginn wieder den Straubing Tigers, das erste Tor gelang allerdings den Tiroler: Nach 26. Minuten verkürzte Philipp Lindner bei numerischer Überlegenheit. Kurz vor der zweiten Sirene markierte Innsbruck durch Jesse Mychan sogar den Ausgleich und stellte den Spielverlauf damit auf den Kopf. Die Straubing Tigers schlugen im Schlussabschnitt zurück: Steven Zalewski und Jeremy Williams stellten auf 4:2, Hunter Bishop gelang in der 51. Minute aber noch einmal der Anschlusstreffer. Die Freude im Lager der Gäste war jedoch nur von kurzer Dauer, denn die Hausherren erzielten durch Maury Edwards einen weiteren Powerplay-Treffer zum 5:3-Endstand.

 

Fehervar und Zagreb mit erfolgreichem Turnierstart
Medvescak Zagreb eröffnete das Gabor Ocskay Gedenkturnier mit der Partie gegen Nove Zamky. Beide Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe, den ersten Treffer erzielten jedoch die Kroaten: Ein Zanoski-Schuss von der blauen Linie fand den Weg ins gegnerische Tor. Ein ähnliches Bild zeigte sich im Mittelabschnitt. Drei Minuten vor der nächsten Pause war es dann Mike Boivin, der auf 2:0 stellte. Im letzten Drittel verwalteten die „Bären“ den Vorsprung geschickt und feierten schlussendlich einen verdienten Sieg. Morgen geht es gegen Fehervar AV19.

Die Ungarn erwischten in ihrem Auftaktspiel gegen die Lausitzer Füchse den besseren Start. In Überzahl besorgte Juha Uotila mit seinem ersten Tor für Fehervar die Führung. Zwar blieb das nächste Powerplay ungenützt, bei der nächsten Gelegenheit schlugen die Gastgeber aber zu – wieder war es Uotila, er auf 2:0 stellte. Der zweite Abschnitt gestaltete sich dann ausgeglichener und die Gäste aus der Lausitz zeigten sich effizient – nach dem Anschlusstreffer besorgte Götz sogar das 2:2. Im Schlussdrittel war wieder Fehervar die aktivere Mannschaft und nach nur fünf Minuten erzielte Gilbert den Game Winner. Denn obwohl die Mannschaft von Hannu Järvenpää alles nach vorne warf, gelang ihr der Ausgleich nicht mehr.

Champions Hockey League, 01.09.2017:
Tappara – EC Red Bull Salzburg 4:2 (1:2, 1:0, 2:0)
Tore Tappara: Rantakari (18.), Ojamäki (25.), Vittasmaki (28.), Kuusela (51./PP)
Tore Salzburg: Rauchenwald (5.), Raymond (20.)

Testspiele:
Moser Medical Graz99ers – Eisbären Berlin 6:7 n.P. (2:1, 2:3 2:2, 0:0, 0:1)
Tore Graz: Woger (4.), Zusevics (8./pp, 50.), Buzzeo (29./pp), Ograjensek (31.), Weihager (45./pp)
Tore Berlin: Wissmann (10.), Fischbuch (23./sh), Aubry (31.), Petersen (39.), MacQueen (59.), Parlett (60.), DuPont (entsch. Penalty)

SC Riessersee – EC VSV 3:2 (2:1, 1:1, 0:0)
Tore Riessersee: Rimbeck (5.), Mayr (9.), Richter (27./pp)
Tore VSV: Flick (4.), Sarauer (33./sh)

EHC Kloten (NLA) – Dornbirn Bulldogs 0:1 n.P. (0:0, 0:0, 0:0, 0:1)
Tor DEC: 0:1 Fraser (PS)

ERC Ingolstadt – LIWEST Black Wings Linz 2:3 (1:1, 1:1, 0:1)
Tore: 0:1 Broda (4.), 1:1 Laliberte (6.), 1:2 Spannring (33.), 2:2 McNeill (33.), 2:3 Schofield
(59./PP).

Straubing Tigers – HC TWK Innsbruck 5:3 (2:0,0:2,3:1)
Tore Straubing: 1:0 (03:06) MacKinnon, 2:0 (11:38) Bettauer (PP1); 3:2 (42:57) Zalewski S.; 4:2 (46:29) Williams; 5:3 (53:01) Edwards (PP1).
Tore Innsbruck: 2:1 (25:52) Lindner (PP1); 2:2 (38:39) Mychan; 4:3 (50:25) Bishop

KHL Medvescak Zagreb – HC Nove Zamky 2:0 (1:0, 1:0, 0:0)
Tore Zagreb: 1-0 Zanoški, 2-0 Boivin

Fehervar AV19 – Lausitzer Füchse 3:2 (2:0, 0:2, 1:0)
Tore Fehervar: 2x Uotila, Gilbert
Bild: erstebankliga.at