„Absolute Katastrophe“ – Die Stimmen zu Deutschlands WM-Aus
Deutschland hat sich wie vor vier Jahren vorzeitig von der Fußball-Weltmeisterschaft verabschiedet. Ein 4:2 (1:0) gegen das ebenfalls gescheiterte Costa Rica nach einem turbulenten Schlagabtausch in der zweiten Spielhälfte war für das Team von Hansi Flick zu wenig. Da Japan im Parallelspiel am Donnerstagabend Spanien schlug, blieb dem Weltmeister von 2014 in der Gruppe nur Platz drei.
Reaktionen zu Costa Rica – Deutschland
Thomas Müller (Deutschland-Stürmer): „Das ist eine absolute Katastrophe. Das ist für uns unglaublich bitter, denn unser Ergebnis hätte ja gereicht. Wir haben viel Aufwand betrieben. Wir haben die Positionen dann irgendwann nicht mehr perfekt gehalten, weil wir vielleicht zu viel wollten. Trotzdem sind wir die ganze Zeit in der Drangphase gewesen. Die Effizienz war nicht gut genug, um das Wunder zu schaffen mit den sieben Toren Unterschied. Es ist unglaublich bitter, dass die Japaner es geschafft haben, die Spanier zu besiegen. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Das ist ein wenig ein Ohnmachtsgefühl. Man kann der Mannschaft heute nichts vorwerfen. Das ganze Unglück ist mit dem Ergebnis gegen Japan passiert.“
Kai Havertz (Deutschland-Doppeltorschütze): „Mit dem Ergebnis von Spanien hätten wir nicht gerechnet. Aber wir müssen uns an der eigenen Nase packen, wir hatten genug Chancen gegen Japan zu gewinnen und gegen Spanien zu gewinnen. Dass es so unglücklich läuft, hat natürlich keiner erwartet. Zweitklassig ist der deutsche Fußball nicht. Dass die Jungs nach dem WM-Titel 2014 als Turniermannschaft gefeiert wurden, war ja klar. Jetzt fliegen wir zweimal in der Gruppenphase raus, da ist es klar, dass wir keine Turniermannschaft sind.“
Flick: “Hätten Ergebnis heute höher gestalten können“
Hansi Flick (Deutschland-Trainer): „Sprachlos bin ich nicht. Ich kann das Spiel ganz gut deuten. Nach der ersten Halbzeit war ich richtig sauer. Wie wir den Gegner stark gemacht haben. Wir haben Chancen gehabt ohne Ende, um drei oder vier Tore zu machen. Durch Leichtfertigkeiten haben wir den Gegner stark gemacht. Das Aus hat sich heute nicht entschieden, es waren 20 Minuten gegen Japan. Auch gegen Spanien hätten wir zum Schluss das 2:1 machen können. Wir hatten keine Effizienz in diesem Turnier. Natürlich ist die Enttäuschung riesengroß, das müssen wir erst mal verarbeiten.“
Oliver Bierhoff: „Hansi Flick ist ein Top-Trainer. Wenn man sich die Spiele anschaut, haben sie wirklich viele gute Dinge gemacht. Am Ende war es eine enge Kiste. Die Konstellation war am Ende unglücklich, es war ein bisschen zu wenig. Aber Hansi steht für mich außer Zweifel.“
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(APA) / Bild: Imago