AC Milan und Inter Mailand beantragen Milliardenkredit für neues Stadion
Die italienischen Fußball-Topklubs AC Milan und Inter Mailand treiben ihren gemeinsamen Plan für den Bau eines neuen Stadions voran. Wie die Tageszeitung Corriere della Sella am Freitag berichtete, sollen die Vereine erste Gespräche mit internationalen Banken für einen Kredit in Höhe von 1,5 Milliarden Euro aufgenommen haben.
Der Betrag soll dem Erwerb des in die Jahre gekommenen Tempels San Siro von der Gemeinde Mailand sowie des angrenzenden, bebaubaren Areals von 95.000 Quadratmetern dienen. Ziel sei es laut des Berichts, die Spielstätte in ein Museum zu verwandeln. Dieses soll der Geschichte der beiden Klubs gewidmet werden.
Stadt Mailand verhindert Abriss
Auf dem angrenzenden Gelände soll die neue Arena errichtet werden, dabei sollen auch Lokale und Shops integriert werden. Die Stadioneinnahmen sollen von 80 Millionen Euro um etwa 50 Millionen Euro steigen. Die avisierten Kredite könnten so zurückgezahlt werden.
Zuletzt hatte die Stadt Mailand den Plänen für einen Abriss des 1926 eröffneten Giuseppe-Meazza-Stadions wegen des „kulturellen Interesses“ eine Absage erteilt. Zum 100. Geburtstag im kommenden Jahr findet die Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in der Arena statt.
Pläne für neues Stadion seit 2019
Bereits seit dem Jahr 2019 planen die beiden Mailänder Klubs eine neue, gemeinsame Stadionlösung an. Damals haben die beiden Vereine dem Gemeinderat der Stadt Mailand sogar eine Machbarkeitsstudie für die Errichtung eines neuen Fußballstadions vorgestellt. Die Investitionen für die neue Arena, die das legendäre San Siro ersetzen wird, wurden damals auf 1,2 Milliarden Euro taxiert.
(SID) / Bild: Imago
