Adamu in Freiburg bisher enttäuschend: „Wir haben uns auch mehr erhofft“
Junior Adamu ist beim SC Freiburg bisher kein Faktor. Zuletzt strich Trainer Christian Streich den ÖFB-Teamspieler aus dem Kader.
Im vergangenen Sommer wechselte der Stürmer für sechs Millionen Euro von Red Bull Salzburg nach Freiburg in die Deutsche Bundesliga. Das Spiel gegen Stuttgart am vergangenen Samstag musste Adamu von der Tribüne aus verfolgen, aber nicht aufgrund einer Verletzung.
„Die Woche vor dem Spiel war seine beste der letzten Trainingswochen. Das Problem ist, dass ich diesmal das erste Mal jemanden auf die Tribüne setzen musste. An anderen Stellen wäre es mir nicht so schwergefallen, diesmal ist es mit schwergefallen, weil wir miteinander gesprochen hatten und er diese Woche wirklich sehr ordentlich trainiert hat, es war jetzt unglücklich für Junior“, erklärte Streich.
In der Liga noch ohne Scorerpunkt
Der 22-Jährige wartet im Jahr 2024 noch auf seinen ersten Einsatz in der Bundesliga. Stattdessen verbuchte der Angreifer im Jänner einen Startelfeinsatz für die U 23 in der 3. Liga. Im September spielte er schon einmal gespielt für die zweite Mannschaft.
„Wir haben uns auch mehr erhofft“
„Wir haben uns auch mehr erhofft“, meint Sportdirektor Klemens Hartenbach gegenüber dem „kicker„, relativiert die Lage aber auch. Adamu hatte einen schwierigen Einstieg. Er kam mit Patellasehnenproblemen in Freiburg an, hatte in den Monaten zuvor teilweise trotz Schmerzen gespielt, und fiel somit für die Vorbereitung und die ersten Saisonwochen praktisch komplett aus.
„Die Probleme waren im Medizincheck nicht zu erkennen. Junior ist ein positiver Typ, eine Frohnatur, er setzt sich aber auch selbst sehr unter Druck, wollte sofort hier beim SC durchstarten und dem Team helfen. Auch in seinen Einsätzen später. Im Sommer dachte er sich leider: ‚Bloß nicht sagen, dass mir etwas wehtut.‘ Das war falsch“, sagt Hartenbach.
„Wir hatten mehr als sechs Anfragen für eine Leihe von Junior“
Angesichts der enttäuschenden ersten Halbsaison stand zuletzt auch das Thema Winterwechsel im Raum. „Wir hatten mehr als sechs Anfragen für eine Leihe von Junior“, verrät Hartenbach und fügt an: „Aber wir waren uns schnell einig, dass wir nach diesem Start auf keinen Fall nach nur einem halben Jahr schon die Flinte ins Korn werfen wollen. Wir werden draufschauen bis zum Sommer.“
Im Detail sieht Hartenbach Fortschritte bei Adamu: „Junior hat in der Woche vor dem Stuttgart-Spiel viel frischer und klarer gewirkt nach der Enttäuschungsspirale zuvor. Zudem ist er beim ersten Kontakt viel kontrollierter geworden. Jetzt geht es um die Verbesserung der Anschlusshandlung, da will er noch öfter zu schnell zu viel.“
Der Sportdirektor des SCF hat auch einen Rat für den Ex-Salzburger: „Junior muss jetzt die Trainingsarbeit voll in den Fokus nehmen. Da war er zuletzt brutal engagiert, inhaltlich gilt es aber, einen Baustein auf den nächsten zu setzen. Er muss in diesem Prozess Geduld für sich aufbringen und darf sich kurzfristig nicht von seinem Anteil an den Spieltagen runterziehen lassen. Dann kriegt er irgendwann wieder seine Chance.“
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