Adieu Paris? Djokovic lässt French-Open-Rückkehr offen
Grand-Slam-Rekordchampion Novak Djokovic hat nach seinem Aus in der dritten Runde bei den French Open eine Rückkehr nach Paris offen gelassen.
„Ich weiß es nicht“, antwortete der 39-Jährige zweimal auf die Frage, ob er auch im kommenden Jahr nahe des Eiffelturms aufschlägt. Djokovic war zuvor nach fast fünf Stunden Spielzeit an dem 20 Jahre jüngeren Brasilianer Joao Fonseca mit 6:4, 6:4, 3:6, 5:7, 5:7 gescheitert.
Weil Jannik Sinner (Italien) bereits ausgeschieden ist und der Spanier Carlos Alcaraz verletzt fehlt, hätte sich Djokovic durchaus Hoffnungen auf seinen vierten Titel in Paris machen können. Aber derlei Gedankenspiele seien „mir egal“, sagte Djokovic: „Ich habe gerade in der dritten Runde verloren.“
Djokovic schwärmt von Fonseca
Er denke nicht, „dass ich zu viel falsch gemacht habe in meinem Spiel. Er war einfach besser“, sagte Djokovic: „Ich habe gutes Tennis gespielt.“
Nach seinem vielleicht letzten Auftritt bei den French Open geriet der Serbe geradezu ins Schwärmen, als er über seinen halb so alten Bezwinger sprach. „Er hat Talent und Schlagkraft. Ganz Brasilien feuert ihn an, die Begeisterung um ihn ist riesig – und das völlig zu Recht“, sagte der 39-jährige Serbe nach seinem Drittrundenaus über Joao Fonseca: „Hoffentlich wird er der nächste große Star und gewinnt Grand-Slam-Turniere. Das wünsche ich mir wirklich sehr.“
Die nächste Chance auf seinen 25. Majortitel hat Djokovic ab Ende Juni in London. „Wimbledon ist körperlich nicht ganz so anstrengend. Das ist sein nächstes großes Ziel“, sagte Tennis-Legende und Ex-Trainer Boris Becker: „Nach den Auftritten von dieser Woche hat er da alle Chancen, den Titel zu gewinnen.“
(SID)/Bild: Imago