MARIA ENZERSDORF,AUSTRIA,14.AUG.21 - SOCCER - ADMIRAL Bundesliga, FC Admira Wacker Moedling vs Red Bull Salzburg. Image shows head coach Andreas Herzog (Admira). Photo: GEPA pictures/ Johannes Friedl

Admira gegen Rapid gefordert – Herzog: “Müssen eiskalt zuschlagen”

via Sky Sport Austria

Für Rapid geht es am Samstag im Heimspiel gegen die Admira um einen Pflichtsieg und nach nur zwei Siegen in den ersten sechs Bundesliga-Runden darum, die vordere Tabellenregion nicht aus den Augen zu verlieren. Es ist auch das Trainer-Duell zweier Mitglieder von Rapids Jahrhundertteam. Andreas Herzog trifft als Admira-Trainer auf Dietmar Kühbauer, der beim nunmehrigen Herzog-Club einst seine Profilaufbahn als Spieler und später als Trainer startete (ab 16.00 Uhr live und exklusiv auf Sky Sport Austria 3 – streame das Spiel mit dem SkyX-Traumpass).

Kühbauer sieht seine zehn Punkte hinter Leader Salzburg zurückliegende Mannschaft in der Pflicht. “Wir sind wieder klarer Favorit und dieser Rolle müssen wir morgen gerecht werden.” Er rechnete mit harter Gegenwehr der Niederösterreicher, die mit einer Überraschung in Hütteldorf an Punkten mit den derzeit viertplatzierten Rapidlern (8 Punkte) gleichziehen würden. “Wir brauchen ohne Zweifel ein gutes Spiel. Man sieht klar, dass es in Österreich nicht so ist, dass du als Favorit das Spiel zwangläufig schon gewonnen hast.”

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Der Saisonstart wird in Hütteldorf vor allem aufgrund der erfolgreichen Qualifikation für die Europa League als “durchaus positiv” bezeichnet, wie Sportchef Zoran Barisic ausführte. “Wir haben unsere Zwischenziele erreicht in Form einer europäischen Gruppenphase. In der Meisterschaft belegen wir den vierten Platz, da wäre durchaus mehr möglich gewesen. Das eine oder andere haben wir uns natürlich selbst zuzuschreiben, aber alles in allem sind wir auf Kurs.”

Und nun auch personell breiter aufgestellt. Denn bis auf den erneut am Knie operierten Christopher Dibon sind alle Spieler fit. Kaderselektion sei für einen Trainer nie schön, betonte Kühbauer. “Aber andererseits bin ich froh, dass ich auch jemanden auf die Tribüne setzen muss, weil das habe ich bis zum jetzigen Tage nicht gehabt.” Mit den Neuerwerbungen Thierno Ballo (offensiv) und Emanuel Aiwu (Innenverteidiger/Sechser) soll auch mehr Variantenreichtum nach Hütteldorf gekommen sein. Vor allem Ballo brauche aber noch eine gewisse Adaptionszeit, ließ Kühbauer durchblicken.

Taxiarchis Fountas kam erst spät vom griechischen Team zurück, sein Fitnesszustand war für Kühbauer Freitagmittag noch ungewiss. Abwarten wollte der Trainer auch bezüglich des zuletzt an der Schulter verletzten Einser-Goalies Richard Strebinger, der von den Ärzten gesund geschrieben wurde, sich aber quasi selber aufstellen darf. “Der Richie muss sagen, wie er sich fühlt”, sagte Kühbauer.

Einer Bemerkung, dass angesichts des breiteren Kaders nun auch in englischen Wochen keine Ausreden bezüglich der Belastung mehr erlaubt sind, konterte Kühbauer. “Ich habe gesagt, dass wir viele Spiele haben. Hat eine Mannschaft mehr gespielt wie wir? Nein. Ich habe keine Ausreden, nur Fakten auf den Tisch gebracht. Ich bin schon sehr lange da und eine Ausrede ist bei mir sehr selten passiert.”

An Andreas Herzog richtete Kühbauer am Freitag beste Geburtstagsgrüße. “Ich schätze den Andi wirklich sehr, er ist einer von den größten österreichischen Fußballern. Er ist auch immer am Boden geblieben, was mir wirklich taugt. Wir sind uns da ähnlich.”

Herzog selbst wünschte sich unabhängig von seinem 53. Geburtstag “eine gute Leistung” seiner Mannschaft. “Es wäre schön, wenn wir das Niveau der zweiten Hälfte gegen Sturm (1:1, Anm.) noch ein bisschen toppen könnten und dass die Dinge, die wir unter der Woche besprechen, noch besser umgesetzt werden. Mein großes Ziel ist zumindest einen Punkt zu holen – das wäre auch für den Geburtstag eine schöne Geschichte.”

Aus der Welt gegriffen ist dies laut dem ÖFB-Rekordteamspieler nicht. “Wir wissen, dass uns ein sehr guter Gegner erwartet. Es ist aber auch ein Gegner, der Möglichkeiten zulässt”, sagte Herzog. “Da müssen wir in den richtigen Situationen eiskalt zuschlagen, dann haben wir auch auswärts gegen Rapid eine Chance.” Die jüngere Bilanz untermauert das nicht. In 18 Auswärtsspielen seit dem Aufstieg 2011 gelang nur ein Sieg. Der fiel am 12. März 2016 zwar mit 4:0 deutlich aus, seither gab es im Westen Wiens aber in acht Auftritten nur ein Remis bei sieben Niederlagen (2:23 Tore). Stand Freitagmittag waren für die Partie 15.600 Karten abgesetzt.

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(APA)/Bild: GEPA