Admira-Präsident Thonhauser: Trennung von Magath “wahrscheinlich die beste Lösung”

via Sky Sport Austria

Philip Thonhauser war am Montag bei “Dein Verein” zu Gast. Der Präsident des FC Flyeralarm Admira sprach über die aktuelle sportliche Situation sowie über den Rückzug von Felix Magath. Hier sind die besten Aussagen von Thonhauser:

…über seinen Austausch mit Trainer Damir Buric: „Ich gebe ihm die Zeit, die er braucht, wenn er das Bedürfnis verspürt sich mit mir auszutauschen, bin ich immer für ihn da. Im konkreten Fall (gestriges Match, Anm.) haben wir jetzt noch nicht gesprochen, da gebe ich ihm die ‚Verdauungszeit‘, die er braucht, um sich selber zu ordnen.“

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…über den Abstiegskampf: „Was uns auszeichnet ist, dass wir durch diese Erkenntnis, dass es ernst ist, durch diese Phase bereits durchgegangen sind, in den letzten Spielen des Grunddurchgangs erlebt und gesehen haben, wir haben einen Trockenlauf machen können, um zu sehen, wo unsere Schwächen sind, dann kann man an den eigenen Schwächen arbeiten und man kennt die eigenen Stärken. Da haben wir einen gewissen Startvorteil, das haben wir schon durchlaufen. Wenn ich in die Mannschaft hineinhöre, dann merke ich, dass sie wollen, sie wissen, wie es funktioniert. Sie sind auch erprobt zum Thema Abstiegskampf. Das sind die entscheidenden Kriterien, warum ich sehr, sehr zuversichtlich bin, dass wir es bald geschafft haben werden.“

…über den möglichen Abstieg: „Es wäre ein finanzieller Aderlass, der seinesgleichen sucht. Das kennen alle Vereine, die abgestiegen sind. Es ist einfach ein Riesenunterschied, von der Seite ist es eine Herausforderung. Aber es gibt wahrscheinlich keinen direkten Abstieg, sondern gegebenenfalls die Relegation. Wir beschäftigen uns mit dem Szenario eher auf der ökonomischen Seite. Aber auf der emotionalen Seite beschäftigen wir uns damit überhaupt nicht.“

…über die Trennung von Felix Magath: „Die Erfahrung, die ich mir gerne erspart hätte, wäre, dass man in dieser Reiseeinschränkungszeit so schnell ‚disconnectet‘, wenn man nicht vor Ort mit den Menschen wirklich in Verbindung treten kann. Wir hätten am Anfang vielleicht mehr Zeit investieren müssen, auch das wiederum bedingt durch die schwere Reisesituation, dem Felix auch mehr Zeit geben müssen, in diese Ist-Zustand-Analyse hineinzugehen. Es wurde sehr schnell Ferndiagnostik betrieben, das hätte ich mir gewünscht zu ersparen. Ich war bei dem Gespräch direkt nicht dabei, das in Deutschland war, zwischen Thorsten Fischer und Felix Magath, aber ich glaube, es war ein beiderseitiges Herangehen (…) und dann kam es sehr rasch von beiden Seiten zur Erkenntnis, unter den gegebenen Umständen ist es wahrscheinlich die beste Lösung und so ist das zustande gekommen.“

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…über die Rückkehr von Walter Knaller und das Konzept für die Zukunft der Admira: „Walter Knaller zurückzuhaben ist ein unfassbar großer Segen für den Verein, sensationell. Er atmet und spürt Admira. Die Kernkompetenz, die wir haben, ist die Entwicklung von jungen, talentierten Spielern. Talenten die Bühne zu geben und das soll quasi das Projektziel sein von der mittelfristigen Seite her. Wir haben auch hier gute Unterstützung über unser ‚Global Soccer Team‘ in der Nachwuchsausbildung. Das wird die nächsten Monate und Jahre das Hauptaugenmerk sein.“

…über die Rückkehr der Fans in die Stadien: „Ich kann es wirklich nicht beantworten, da tut sich jeder derzeit schwer in der Entscheidungsfindung. Es sind so viele komplexe Themen, die da reinspielen. (…) Jedes Stadion ist anders, die Auslastungen sind anders, wie viele Eingänge hat jedes Stadion, es ist nicht ganz so easy, wenn man ins Detail hineingeht. Das Tolle ist, dass die Bundesliga und das Team rund um Christian Ebenbauer wirklich weiß, was es tut, wir auch schon bei der Öffnung des ursprünglichen Spielbetriebs eigentlich führend waren in Europa, da bin ich sehr stolz auf das Bundesliga-Team, muss ich an dieser Stelle auch sagen. Deswegen vertraue ich darauf, dass die Konzepte funktionieren werden und bald wieder Spiele mit Zuschauern möglich sein werden.“

 

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