„Al Rihla“: Der neue Spielball der WM 2022
Welche Mannschaft aus der diesjährigen Fußballweltmeisterschaft als Sieger hervorgeht, hängt von vielen Faktoren ab. Entscheidend sind die Zusammensetzung der Mannschaft, deren körperliche Verfassung und ihr Trainer. Aber auch die Beschaffenheit des Spielfelds und das Wetter können das Spiel positiv oder negativ beeinflussen. Und schließlich kommt es auch darauf, mit welchem Ball die Profifußballer spielen. Denn nicht jeder Ball bewegt sich gleich schnell durch die Luft. Vor kurzem wurde der Spielball für die WM 2022 vorgestellt.
„Al Rihla“ ist der Spielball 2022
Seit vielen Jahren entwickelt Adidas Fußbälle, die perfekt an die Profispieler und deren hohe Spielgeschwindigkeit angepasst sind. Im März 2022 präsentierten die FIFA und Adidas den offiziellen Spielball für die diesjährige WM Katar. Er trägt den arabischen Namen „Al Rihla“, was übersetzt „Reise“ bedeutet. Laut Angaben der FIFA handelt es sich bei diesem Modell um den am schnellsten durch die Luft fliegenden Ball der gesamten Geschichte der Fußballweltmeisterschaften. Diese Eigenschaft unterstützt die gerillte Oberfläche. Zudem gilt der „Al Rihla“ als besonders präzise. Die Grundlage für das Design dieses WM-Fußballs ist das Perlenhandwerk. Dies ist in Katar eine traditionelle Kunstform. Dementsprechend ist der Spielball in Perlmuttweiß gehalten. Farbverläufe von blau zu rot stehen für die schillernden Farben des kostbaren Perlmutt-Materials, aus dem Schmuck hergestellt wird. Bei der WM sorgt jedoch nicht nur die Präsentation des neuen Spielballs für Aufregung. Auch die Frage, welche Mannschaft aufsteigt, lässt die Herzen der Fans schneller schlagen. Bei WM Wetten stellen viele ihre Einschätzung über den Spielausgang unter Beweis.
Der Anstoß für die WM in Katar steht bevor
Obwohl der Spielball schon vorgestellt wurde, müssen Fans noch ein paar Monate auf den Anstoß im ersten WM-Spiel 2022 warten. Am 21. November beginnt das internationale Turnier. Am 18. Dezember soll es zum Finale kommen. In Katar findet die WM zum ersten Mal statt. Dass die Endrunde im Winter stattfindet, mag viele irritieren. Doch die hohen Sommertemperaturen im Wüstenstaat machen die Austragung in der kalten Jahreszeit notwendig. Titelverteidiger ist diesmal Frankreich. Doch auch Argentinien, Brasilien, Deutschland, England und Spanien gelten als Favoriten und könnten der französischen Mannschaft den Titel streitig machen. Die Spieler der deutschen Nationalmannschaft fanden jedoch seit der WM 2014 nicht zu ihrer bekannten Stärke zurück. Die WM in Katar wird zeigen, ob die Mannschaft noch einmal zu einem WM-Sieg fähig ist. Neben den Favoriten könnten es auch unterschätzte Außenseiter an die Spitze schaffen. Belgien, die Niederlande und Portugal gelten zwar nicht als die größten Herausforderer, sind aber dennoch starke Mannschaften.
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Seit wann tragen die Spielbälle der WM Namen?
Schon 1930 fand die erste Fußballweltmeisterschaft in Uruguay statt und in wenigen Jahren wird das internationale Turnier sein hundertjähriges Bestehen feiern. Bei der ersten Weltmeisterschaft wurde mit Fußbällen ohne Luftventil gespielt. Daher hatten die Bälle einen unterschiedlich starken Luftdruck und waren zudem nicht gleich groß. Erst bei der vierten WM in Brasilien, die 1950 ausgetragen wurde, kamen zum ersten Mal Bälle mit einem Luftdruckventil zum Einsatz. Seitdem entwickeln sich die Spielbälle mit jeder WM rasant weiter. Seit 1970 beteiligt sich Adidas an der Entwicklung und Herstellung der WM-Bälle und verleiht jedem Modell einen Namen, der sich meist auf den Austragungsort bezieht. Mit dem „Telstar Durlast“ schuf Adidas den ersten Ball mit den charakteristischen weißen und schwarzen Fünf- und Sechsecken. Was heute kaum jemand weiß: Durch dieses Muster war der Fußball besser auf den damaligen Schwarz-Weiß-Fernsehern erkennbar. Seit 1970 hat Adidas jeden weiteren WM-Fußball designt. In der WM 2018 gab es für die finalen Runden sogar einen speziellen Spielball.
Das sind die Spielbälle der letzten Jahre

Wie viele Fußbälle brauchen die Spieler in einer WM?
Die Anzahl der verwendeten Fußbälle hängt von ihrer Beanspruchung ab und ist demnach nicht bei jeder WM gleich. Wie viele Bälle tatsächlich für die WM in Katar benötigt werden, ist noch nicht klar. Schließlich hat das Turnier noch nicht stattgefunden. Vergangene Weltmeisterschaften zeigen in etwa die Größenordnung, in der Bälle produziert werden. 2014 wurde während der WM in Brasilien mit über dreitausend Bällen gespielt. Pro Spiel wurden also 15 bis 20 Fußbälle eingesetzt. Für die WM 2022 ist also mit ca. ebenso vielen Fußbällen zu rechnen. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Spieler zu jedem Zeitpunkt des Spiels einen Ball mit dem idealen Luftdruck haben. Das schafft eine gleichwertige Voraussetzung unter den Spielern.
Was passiert nach der WM mit dem Ball?
Im Dezember 2022 findet das Finale der WM in Katar statt. Danach werden die vermutlich über dreitausend Exemplare von „Al Rihla“ nicht mehr für eine WM verwendet. Was geschieht also nach dem Finale mit den WM-Bällen? Ein Teil der Bälle wird als Souvenir erhalten. So werden etwa die Austragungs-Städte und FIFA-Partnerunternehmen einen „Al Rihla“ als Souvenir erhalten. Ebenso bekommen die Mannschaften und die Schiedsrichter ein Modell als Andenken an die WM. Außerdem geht in jeder Saison ein Ball ins FIFA-Museum in Zürich. Dort wird die Geschichte des Fußballs im Museum anschaulich dargestellt. Bei den übrigen Bällen ist davon auszugehen, dass sie möglicherweise im Training eingesetzt werden. Jedoch nur, wenn sie noch in einem guten Zustand sind.
Fazit
Bei der WM 2022 in Katar wird der Spielball „Al Rihla“ zum Einsatz kommen. Er gilt als ein Ball, mit dem die Profifußballer besonders schnell und präzise kicken können. Wie bei jeder WM-Ball seit 1970 wird auch der „Al Rihla“ von Adidas produziert. Verwendet werden vermutlich über dreitausend Exemplare. Nach der WM 2022 werden die meisten Bälle zu einem Souvenir für an der FIFA beteiligte Organisationen und wandern ins FIFA-Museum.
Bildquelle: GooseB via pixabay.com
