Alcaraz und Medwedew steuern weiter auf Halbfinalduell zu

Titelverteidiger Carlos Alcaraz und der Champion von 2021, Daniil Medwedew, steuern bei den US Open weiter auf den Halbfinal-Hit gegeneinander zu. Der 20-jährige Spanier hatte am Donnerstag mit dem Südafrikaner Lloyd Harris nur in Satz drei Mühe, blieb nach 6:3,6:1,7:6(4) aber ohne Satzverlust. Medwedew musste gegen Christopher O’Connell beim 6:2,6:2,6:7(6),6:2 seinen ersten Satz abgeben. Die Nummer 3 legte sich auch wieder einmal mit dem New Yorker Publikum an.

Der launische Russe vermag sowohl mit Humor als auch weniger netten Ausbrüchen das Publikum auf verschiedenste Weisen zu unterhalten. „Ein hartes Match. Ich weiß nicht warum, aber zu einem bestimmten Zeitpunkt im Match hat er einfach entschieden, besser zu spielen“, scherzte Medwedew, nachdem sein Match erst nach 01.00 Uhr Ortszeit zu Ende gegangen war. Davor hatte er den dritten Satz mit einem Doppelfehler an O’Connell abgegeben, nachdem er im Tiebreak zuvor zwei Matchbälle bei eigenem Aufschlag ausgelassen hatte.

Dann ließ der Russe den Arzt auf den Platz kommen, der zuvor schon O’Connell behandelt hatte, und folgender Dialog kam zustande: „Haben Sie irgendwelche Symptome?“, fragte der Arzt. Medwedew antwortete: „Ja, ich habe den Satz verloren… geben Sie mir das Gleiche, was Sie ihm vorher gegeben haben.“ Dann legte sich Medwedew wie schon vor einigen Jahren mit dem Publikum an, weil sich einige Fans zu langsam hingesetzt hatten. „Seid ihr dumm, oder was?“. Der regierende Wien-Sieger ist keinesfalls ein 08/15-Spieler, weder vom Tennis, noch vom Charakter her.

Krass im Gegensatz dazu der neue Publikumsliebling Carlos Alcaraz. „Wir versuchen, gute Vibes zu den Fans zu bringen. Ich versuche immer, ich selbst zu sein. Ich bin immer glücklich und lächle“, sagte der 20-jährige Spanier schon vor seinem Sieg, obwohl ihm bei seinen 29 unerzwungenen Fehlern nicht immer zum Lachen zumute war.

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(APA) / Bild: Imago