Alexandri-Schwestern buchen mit zweitem Gold Olympia-Ticket
Die Synchronschwimmerinnen Anna-Maria und Eirini-Marina Alexandri haben im Rahmen der European Games in Polen eine zweite Goldmedaille erobert.
Zwei Tage nach Gold in der Technik-Kür legten die Schwestern im Rahmen der European Games in Polen am Samstag Gold in der Freien Kür nach. „Wir können die Emotionen nicht beschreiben, sind überglücklich. Wir haben unseren Traum wahr gemacht und uns Gold und das Olympia-Ticket geholt“, jubelten die Geschwister.
Der Sieg des Duetts fiel erneut deutlich aus. Waren es am Donnerstag über 18 Punkte Vorsprung gewesen, so lagen die gebürtigen Griechinnen nach ihrem „Tanz“ diesmal über 23 Punkte vor den ukrainischen EM-Titelverteidigerinnen Maryna Aleksijwa/Wladyslawa Aleksijwa. Die drittplatzierten Britinnen Kate Shortman/Isabelle Thorpe lagen über 32 Punkte zurück.
Bei den Europameisterschaften im vergangenen August in Rom hatten sich die beiden Österreicherinnen noch hinter dem ukrainischen Gespann in Freier und Technik-Kür mit Silber begnügen müssen. Die Änderung der Wertungskriterien hat die Rangordnung aber nun augenscheinlich geändert. So wird etwa mehr Gewicht auf Schwierigkeit gelegt, was den Alexandris entgegenkommt. Sie zeigten in Oswiecim erneut jene Vorstellung mit dem höchsten Schwierigkeitsgrad unter den zwölf Teilnehmern im Finale. Die sonst dominierenden Russinnen sind aufgrund des Angriffskriegs in der Ukraine nicht wettkampfberechtigt.
Für das Erreichen des Olympia-Quotenplatzes war die Addition der Wertungen der beiden Finalbewerbe aus Technik- und Freier Kür maßgeblich gewesen. Damit stehen nun fünf Olympia-Starterinnen des ÖOC fest. Vor den Alexandris (2021 Olympia-Siebente) war die Qualifikation den beiden Schwimmern Felix Auböck (2 Strecken) und Simon Bucher gelungen. Martin Strempfl sicherte den Sportschützen zudem als Vierter bei den European Games im Luftgewehr einen Quotenplatz.
Österreichs Abordnung hat mit nunmehr viermal Gold und einmal Bronze bereits acht Tage vor dem Ende der Multisport-Großveranstaltung die bisher beste Bilanz übertroffen. 2015 waren es in Baku drei Gold-, sechs Silber und vier Bronze-Medaillen. Der Vergleich ist ob des wechselnden Programms und sich verändernder Wertigkeit der Spiele jedoch ein schiefer.
Viertelfinalout von Tischtennismixed Gardos/Polcanova
Das österreichische Mixed-Doppel Robert Gardos/Sofia Polcanova ist am Samstag bei den European Games in Polen im Tischtennis-Viertelfinale ausgeschieden und hat damit den angestrebten Olympia-Quotenplatz vorerst verpasst. Nach einem am Vortag eingefahrenen Auftaktsieg unterlagen die beiden den topgesetzten Rumänen Bernadette Szocs/Ovidiu Ionescu 1:3 (12,-7,-3,-4). Im Einzel waren da vor Gardos und Polcanova wie auch ihr Landsmann Daniel Habesohn ins Achtelfinale eingezogen.
Drittes ÖOC-Gold: Knapp klettert zu Speed-Triumph bei European Games
Gardos/Polcanova drehten wie bei der EM 2022 den ersten Satz nach Rückstand zur Führung, unterlagen dann aber ebenso wie in München noch klar. Szocs ist Polcanovas Europameister-Doppelpartnerin, Frauen- und Männer-Doppel werden in Krakau aber nicht ausgetragen. Dafür aber eben das Einzel, und da siegten bei ihrem jeweiligen Einstieg in die Konkurrenz die als Nummer zwei gesetzte Europameisterin Polcanova mit einem 4:0 (5,5,6,7) gegen die Griechin Aiaterini Toliou und Gardos (Nr. 14) mit einem 4:1 (-8,12,6,9,9) gegen den Finnen Benedek Olah sicher.
Habesohn schaffte gegen den Briten Liam Pitchford (9) mit einem 4:3 (-6,8,-6,-10,8,5,5) einen Außenseitersieg. Im Entscheidungssatz dominierte der Wiener ab dem Stand von 5:5. „Ich habe nach dem vierten Satz meine Taktik geändert, konnte sein Spiel ab da besser lesen und darauf mein Spiel aufbauen“, sagte Habesohn. Am Freitag hatte er gegen den Griechen Ioannis Sgouropoulus 4:1 gewonnen. Habesohns nächster Gegner stand vorerst noch nicht fest, Gardos trifft am Sonntag auf den Slowenen Darko Jorgic (4) und Polcanova auf die Französin Yuan Jia Nan.
Der Team-Bewerb – für Österreich nur bei den Frauen u.a. mit der am Freitag in der zweiten Einzel-Runde ausgeschiedenen Karoline Mischek – beginnt am Mittwoch. Achtelfinalgegnerinnen der Österreicherinnen ist die Auswahl des Veranstalterlandes Polen.
Pötzi und Posch im Vorstieg-Klettern Vierte
Mattea Pötzi und Mathias Posch haben im Vorstieg-Kletterbewerb der European Games in Polen am Samstagabend als jeweils Vierte die Medaillenränge knapp verpasst. Eva Maria Hammelmüller kam auf Platz sieben. Im Bouldern gelang den österreichischen Teilnehmern hingegen kein Finaleinzug. Am Vortag hatte sich Lukas Knapp im ebenfalls nicht topbesetzten Speedwettkampf Gold gesichert.
(APA).
Beitragsbild: GEPA.
