HARTBERG,AUSTRIA,22.APR.20 - SOCCER - tipico Bundesliga, TSV Hartberg, training after lightening the restrictions due to the SARS-CoV-2 crisis, corona crisis. Image shows a feature with balls. Photo: GEPA pictures/ Christian Walgram

Alle Bundesligisten erhalten Lizenz für Saison 2020/21

via Sky Sport Austria

Alle zwölf Fußball-Bundesligisten haben die Lizenz für die Saison 2020/21 erhalten. Das verlautete die Liga am Donnerstagnachmittag nach Prüfung und Evaluierung der von den Clubs eingereichten Unterlagen durch den Senat 5.

Die Entscheidung kam nicht überraschend, da das Lizenzierungsverfahren aufgrund der Coronavirus-Pandemie aufgeweicht worden war.

Mit Ried, Austria Klagenfurt, Wacker Innsbruck, Austria Lustenau und dem GAK bekamen auch fünf Zweitligisten die Lizenz, weshalb sie im Falle des Aufstiegs oben mitspielen dürfen.

Die restlichen Clubs der 2. Liga erhielten allesamt die Zulassung für die zweithöchste Spielklasse. Für sämtliche Clubs wurde aufgrund Covid-19 die Auflage “überarbeitete finanzielle Zukunftsinformationen 2020/21” per 15. Oktober sowie 15. November beschlossen.

Anträge von Regionalligisten sind dieses Mal nicht relevant, da die Saison dort abgebrochen wurde, es somit keinen Aufsteiger gibt. Für sämtliche Clubs wurde aufgrund von Covid-19 die Auflage “überarbeitete finanzielle Zukunftsinformationen 2020/21” per 15. Oktober bzw. 15. November beschlossen.

Punktabzug für Blau-Weiß Linz

Sanktioniert wurde Blau-Weiß Linz. Die Oberösterreicher erhielten einen Abzug von vier Punkten für kommende Saison und eine Geldstrafe in der Höhe von 10.000 Euro wegen eines Fristverzugs betreffend dem Jahresabschluss 30. Juni 2019.

“Die Adaptierungen des Verfahrens und der Bestimmungen aufgrund der Corona-Pandemie waren sinnvoll und notwendig, da eine Beurteilung der finanziellen Leistungsfähigkeit aufgrund der außergewöhnlichen Umstände derzeit nicht möglich ist. Das wurde analog der Vorgehensweise der UEFA umgesetzt. Um die ungewisse Situation laufend beobachten zu können, wurde allen Clubs aufgetragen, bis Herbst 2020 überarbeitete zukunftsbezogene Finanzinformationen abzugeben” gab der Senat-5-Vorsitzende Thomas Hofer-Zeni Einblick.

Raphael Landthaler wies daraufhin, dass die Coronakrise ein “unvorhersehbares, undenkbares und somit unplanbares Ereignis” gewesen sei. “Wir haben schnell auf die Situation reagiert, das Verfahren sowie weitere finanzielle Bestimmungen und Sanktionen den Umständen entsprechend angepasst”, erläuterte der Bundesliga-Vorstand.

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Man stehe im engen Austausch mit den Clubs und wisse über deren aktuelle finanzielle Lage Bescheid. “Die beschlossenen Spiele ohne Publikum stellen einen gewissen Notbetrieb dar und sind nicht die Lösung der wirtschaftlichen Herausforderungen. Eine rasche Unterstützung durch entsprechende Hilfsfonds ist jedenfalls notwendig”, betonte Landthaler.

In der 2. Liga soll am Montag eine Entscheidung über eine eventuell Fortsetzung des Spielbetriebs bzw. einen möglichen Saisonabbruch fallen. Im Falle eines Abbruchs drohen die beiden punktbesten Teams Ried und Klagenfurt mit einer Klage. Sie wollen eine Aufstockung des Oberhauses auf 14 Vereine. Durch die erhaltene Lizenz wurde zumindest einmal die Basis für eine Bundesliga-Teilnahme geschaffen. Rieds Geschäftsführer Roland Daxl bezeichnete das als “weiteren wichtigen Schritt zu unserem großen Ziel”. Die Innviertler steigen am Freitag ins Teamtraining ein, alle durchgeführten Covid-19-Tests waren negativ, wie der Club verlautete.

Die Klagenfurter trainieren ab Montag wieder. “Wir haben unsere Hausaufgaben sehr gewissenhaft und detailliert erledigt, das Ergebnis daher auch so erwartet. Es ist natürlich ein gutes Gefühl, dass wir jetzt Gewissheit und Planungssicherheit haben”, sagte Präsident Ivica Peric. Gegen Senat-5-Beschlüsse kann bestimmungsgemäß innerhalb von acht Tagen schriftlich Protest eingelegt werden.

Verfahren gegen LASK wegen Missachtung der Corona-Regeln

(APA)

Artikelbild: GEPA