"Am Boden zerstört": Donnarumma meldet sich nach Ausbootung

„Am Boden zerstört“: Donnarumma meldet sich nach Ausbootung

Noch ist Gianluigi Donnarumma offiziell ein Spieler von Paris Saint-Germain, auch wenn sämtliche Umstände anderes vermuten lassen. „Die Trennung ist vollzogen“, schrieb die L’Equipe und suggerierte damit eine Endgültigkeit, die anscheinend sehr nah an der Realität liegt. Denn wie PSG am Dienstag mitteilte, ist Donnarumma nicht Teil des Kaders im UEFA-Supercup-Finale gegen Tottenham Hotspur am Mittwoch (21.00 Uhr) in Udine.

Der Abgang des Champions-League-Helden steht unmittelbar bevor – und er selbst nimmt auch schon Abschied. Donnarumma ließ am Abend keine Zweifel mehr, dass seine Zeit in Paris beendet ist.

Er veröffentlichte einen Brief bei Instagram: Er sei enttäuscht und am Boden zerstört, weil „jemand beschlossen hat, dass ich nicht mehr zu dieser Mannschaft gehöre“. Es sei „eine enorme Ehre“ gewesen, für PSG zu spielen.

PSG holt neuen Torhüter für 40 Millionen Euro

Von „einem der heftigsten Abstiege der jüngeren Fußballgeschichte“ schreibt die L’Equipe angesichts des bevorstehenden Wechsels des Triple-Helden der vergangenen Saison, der auf dem Weg zum Champions-League-Triumph im Mai eine Schlüsselrolle eingenommen hatte. Donnarumma präsentierte sich auf dem Platz zumeist tadellos – und doch schien er den Verantwortlichen nun nicht mehr gut genug: Am Samstag gab der Klub die Verpflichtung von Lucas Chevalier vom Ligakonkurrenten OSC Lille bekannt, für den Torwart zahlte Paris 40 Millionen Euro.

Ein Transfer, der den Status von Donnarumma ins Wanken brachte. Denn, das lässt die hohe Ablösesumme, die durch Boni noch auf 55 Millionen Euro ansteigen könnte, bereits vermuten: Chevalier ist als neue Nummer eins eingeplant. „Es war der richtige Zeitpunkt, alles war für mich bereit“, sagte der 23-Jährige anlässlich seines Vereinswechsels. So klingt niemand, der sich auf einen erbitterten Konkurrenzkampf mit dem seit 2021 für Paris spielenden Donnarumma einstellt.

Was geschieht mit Donnarumma?

Der italienische Nationaltorhüter hat in der französischen Hauptstadt noch einen Vertrag bis zum kommenden Sommer. Sowohl Donnarumma als auch PSG dürften nun an einem zeitnahen Wechsel interessiert sein, allein: einen Abnehmer zu finden, der bereit ist, Ablöse und Gehalt für den 26-Jährigen zu schultern, dürfte schwierig werden.

Zuvor hatten sich Donnarumma und sein Noch-Arbeitgeber nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen können. Ein Umstand, der bei den Klubverantwortlichen zur Entscheidung für einen neuen Stammtorwart geführt haben dürfte.

Lucas Chevalier möchte am Mittwochabend gegen Europa-League-Sieger Tottenham nun eine neue Ära im PSG-Tor einläuten. Donnarumma hingegen könnte in Paris – sofern sich zeitnah ein neuer Verein für den Keeper findet – bald endgültig Geschichte sein.

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(SID)/Bild: Imago