Andreas Schicker: „Sollte die Leistung in Hartberg nicht gut sein, dann wird es am Montag sicher eine Reaktion geben“

via Sky Sport Austria
  • Jesse Marsch: „Alles war in Ordnung“
  • Nestor El Maestro: „Ich habe nicht vom Geisterspiel profitiert“
  • Lukas Spendlhofer: „Wahrscheinlich reicht es auch nicht im unteren Playoff, wenn wir so spielen“
  • Dominik Szoboszlai: „Das Tor mit links hat mich auch gewundert“
  • Hans Krankl: „Dominik Szoboszlai hat unglaublich großes Talent, er könnte ein Top-Spieler in einer Top-Mannschaft werden“
  • Alfred Tatar: „Sturm sollte mit der Aufbauarbeit für die neue Saison beginnen“

 

Der FC Red Bull Salzburg schlägt den SK Puntigamer Sturm Graz mit 5:1. Alle Stimmen zur Partie bei Sky und Sky X.

 

SK Puntigamer Sturm Graz – FC Red Bull Salzburg, 1:5 (1:4)

Schiedsrichter: Harald Lechner

 

Nestor El Maestro (Trainer SK Puntigamer Sturm Graz):

…nach dem Spiel: „Wir haben mit dem nötigen Willen und Leidenschaft angefangen, allerdings sind wir auf eine ganz starke leidenschaftliche und intensive Mannschaft getroffen. Mit dem ersten Schuss aus 25 Metern sind sie mit einem herrlichen Treffer in Führung gegangen und der zweite genau ins Kreuzeck. Natürlich ist große Qualität dahinter. Es sind Sonntagsschüsse, die auch bei Salzburg nicht jedes Mal in der Reihenfolge so souverän fallen. Ich fand, wir haben charakterstark gekämpft bis zum Schluss, mit neun Mann kannst du deutlicher verlieren, wenn du aufgibst. Das haben wir zumindest nicht getan.“

…über seinen Ausschluss: „Ich habe mich direkt beim Schiedsrichter entschuldigt. Ich habe nicht vom Geisterspiel profitiert. Ich entschuldige mich nochmal. Live hat es gekracht direkt vor mir und nach Überhärte ausgesehen. Ich habe aus Reflex versucht einen Vorteil für meine Mannschaft rauszuarbeiten, man schreit, versucht darauf aufmerksam zu machen. Ich weiß für den Schiedsrichter ist es schwierig live zu entscheiden. Ich habe zu viel und zu lange Einfluss nehmen wollen und dass keine Leute im Stadion waren, war nicht vorteilhaft.“

 

Andreas Schicker (Geschäftsführer Sport SK Puntigamer Sturm Graz):

…nach dem Spiel: „Nach dem Ausschluss war es verdammt schwierig, ich habe heute eine Reaktion gesehen nach dem Ausschluss, weil wir uns nicht aufgegeben haben. Wenn man die Szene im Stadion gesehen hat, hätte ich auch geglaubt, dass es eine gelb-rote Karte ist. Nachdem ich es im Fernsehen gesehen habe, nehme ich es zurück. Natürlich ist es nicht optimal und das muss man im Nachhinein besprechen. Ich bin überzeugt, dass Nestor ein guter Trainer ist und wir sollten den Fokus auf Hartberg richten. Ein wichtiges Spiel, um den Anschluss auf Platz fünf zu wahren. Ich bin mir im Klaren, was sich für die neue Saison ändern muss. Sollte die Leistung in Hartberg nicht gut sein, dann wird es am Montag sicher eine Reaktion geben. Definitiv bei den Spielern eine Reaktion. Ich will nicht den einfachen Weg gehen, ich bin nach wie vor von Nestor überzeugt. Es wird so sein, dass der eine oder andere Spieler nicht mehr für den SK Sturm spielen wird. Auch mit Hinblick auf die neue Saison. Wenn wir in Hartberg nicht gewinnen oder verlieren sollten, dann ist der Abstand zu Platz fünf zu groß. Dann geht definitiv die Planung für die neue Saison los. Wenn ich sehe, wie Nestor die Mannschaft erreicht, dann bin ich nach wie vor überzeugt. Natürlich befinden wir uns in einer Abwärtsspirale, aber ich glaube, dass der Nestor ein guter Trainer ist. Ob es mit Sturm Graz zusammenpasst, werden wir nach der Meistergruppe sehen. (…) Wir befinden uns in der Woche der Wahrheit, ich will eine Reaktion sehen. Heute war sie teilweise da, aber trotzdem zu wenig. Es wird definitiv schon einen großen Umbruch im Sommer geben.“

 

Lukas Spendlhofer (SK Puntigamer Sturm Graz):

…nach dem Spiel: „Gegen Salzburg kann man verlieren, aber 5:1 zuhause und die Art und Weise. Die momentane Verfassung von uns ist nicht ausreichend im oberen Playoff und wahrscheinlich reicht es auch nicht im unteren, wenn wir so spielen. Wir haben dreimal richtig schlecht gespielt. Das müssen wir schleunigst ändern. Ich versuche mit dem linken Fuß den Ball zu blocken, den rechten Fuß ziehe ich nach und treffe ihn. Eine schwierige Situation in der Kameraeinstellung, zwischen Gelb und Rot, ich treffe ihn nicht mit offener Sohle. Für mich eher Gelb.“

 

Christoph Leitgeb (SK Puntigamer Sturm Graz):

…in einem Sky-Videobeitrag: „Der Zusammenhalt, das Training, wenn man das von klein auf fast jeden Tag macht, am Wochenende zu den Spielen fährt, das wird schon eine kleine Umstellung sein, wenn man das nicht mehr hat und dann die Spiele vor dem TV verfolgt. Ich habe auch in Salzburg die letzten zwei Jahre meistens auf der Bank verbracht, für mich ist das kein großes Thema. Wichtig ist, dass wir erfolgreich sind.“

…über ein mögliches Auslandsabenteuer, das ihn nach Australien oder Indien führen könnte: „Das ist schwierig mit der Familie. Wenn, dann muss ich es alleine machen. Ich möchte das Kind nicht aus der Schule rausreißen, meine Frau hat einen Job gefunden. Das ist nicht so einfach alles. Wenn, dann muss ich es alleine machen, aber eher nicht. Im Nachhinein kann man das schon so sagen, es war nicht das beste Jahr, das weiß man vorher nicht, schauen wir wie es weitergeht, höchstwahrscheinlich ist dann finish.“

 

Jesse Marsch (Trainer FC Red Bull Salzburg):

…nach dem Spiel: „Wichtige drei Punkte für uns heute, die Karten haben mit diesem Spiel viel zu tun. Wir haben gut gespielt, alles war in Ordnung. Vielleicht hätten wir mehr Tore machen können. Ich weiß nicht, warum der Schiedsrichter diese Entscheidung (gelbe Karte für Marsch, Anm.) getroffen hat, es war nichts. Das nächste Spiel ist immer wichtig. Wir müssen weiter konzentriert spielen.“

…über den LASK: „Es ist komisch, sie waren die ganze Saison so gut, die ganze Situation ist komisch, der (Punkte-)Abzug, das Verhalten. Wir haben immer gesagt, wir fokussieren uns auf uns, das haben wir immer zur Mannschaft gesagt. Der LASK ist immer noch eine gute Mannschaft.“

 

Dominik Szoboszlai (Hattrick, FC Red Bull Salzburg):

…nach dem Spiel: „Ich bin zufrieden, mit meiner Leistung und der der Mannschaft, wir haben von Anfang bis Ende alles gegeben. Das Tor mit links hat mich auch gewundert, dass ich so getroffen habe.“

…über einen möglichen Transfer zum AC Milan: „Diese Frage würde ich gerne überspringen, ich bin hier um über das Spiel zu reden.“

 

Maximilian Wöber (FC Red Bull Salzburg):

…nach dem Spiel: „Heute war sehr viel Energie in unserem Spiel, fast aus jedem Schuss gleich ein Tor gemacht, ein perfekter Auftakt. Mit den zwei roten Karten ist das Spiel immer einfacher geworden. Wenn Fans im Stadion sind, hört man das nicht und es kommt zu keinem Ausschluss (des Trainers).“

…über Dominik Szoboszlai: „Szoboszlai spielt im Training genauso, das ist ein gutes Training für mich.“

 

Hans Krankl (Sky Experte):

…über Christoph Leitgeb: „Wenn ich ihn zurückhole, am Karriereende ist es schön zum Verein zurückzukommen, glaube ich auch, dass er die Qualität damals sicher gehabt hat, als er von Salzburg zurückgekommen ist. In dieser Sturm-Mannschaft kann er absolut helfen.“

…über Dominik Szoboszlai: „Der Junge hat unglaublich großes Talent, fantastisch. Technisch perfekt, Spielübersicht, körperlich kann und muss er sich noch verbessern, aber da sehe ich überhaupt kein Problem. Er könnte ein Topspieler in einer Topmannschaft werden.“

…nach dem Spiel: „Ein Klassenunterschied von Anfang bis zum Ende. Dazu ist nicht mehr zu sagen. Salzburg hat bewiesen, dass sie die stärkste Mannschaft sind.“

 

Alfred Tatar (Sky Experte):

…über Dominik Szoboszlai: „Er hat Fähigkeiten und Fertigkeiten, die sind enorm. Die Zweikampfhärte in den großen Ligen, da ist bei ihm ein wenig Aufholbedarf.“

…über Red Bull Salzburg: „Salzburg hat in diesen Runden geschafft immer von der ersten Sekunde an vollständig da zu sein. Das ist der Schlüssel gewesen, gleich 1:0 geführt und das 2:0 draufgelegt, dann ist jede Mannschaft überfordert. Mit solchen Starts kann man gegen Salzburg nichts reißen.“

…über den SK Sturm: „Man muss mit dem heutigen Tage die Gedanken Richtung neue Saison hegen. Sturm sollte mit der Aufbauarbeit für die neue Saison beginnen. Als sportlicher Repräsentant von Sturm, die Verantwortung, die Nestor El Maestro gegenüber dem Vereinsbild hat, ist so eine Sache grenzwertig.“