Argentiniens Fußballer auf Triple-Jagd
Die Olympischen Sommerspiele in Paris werden zwar offiziell erst am Freitag eröffnet, schon zwei Tage früher allerdings rollt der Fußball. Am Mittwoch startet die Gruppenphase der Männer, einen Tag später steigen auch die Frauen ein. In Abwesenheit von Titelverteidiger Brasilien peilt Argentinien nach WM- und Copa-America-Titel ein besonderes Triple an. Das gilt auch für Spaniens Frauen, die amtierende Weltmeisterinnen und Nations-League-Siegerinnen sind.
Die „Albiceleste“ möchte wie 2004 und 2008 (damals mit Lionel Messi) olympisches Gold holen. Argentinien verfügt in Paris über das nötige Talent. Angeführt wird dieses von den Weltmeistern Nicolas Otamendi – der Innenverteidiger von Benfica ist mit 36 Jahren der älteste Akteur des Turniers – und Stürmer Julian Alvarez von Manchester City. Auch Torhüter Geronimo Rulli und Thiago Almada waren 2022 beim WM-Sieg dabei.
Gecoacht wird das Team von Doppel-Olympiasieger Javier Mascherano, er soll das Puzzle zum Gold-Triple vervollständigen. Gruppe B mit Marokko (mit PSG-Star Achraf Hakimi), dem Irak und der Ukraine sollte keine allzu große Hürde für die „Gauchos“ darstellen, zumal die Top zwei ins Viertelfinale aufsteigen.
Gastgeber Frankreich und Spanien, das in Tokio Silber holte, gelten als die Mitfavoriten im Kampf um Edelmetall. Auch ohne Kylian Mbappe verfügt Trainer Thierry Henry über eine schlagkräftige Elf (U23-Spieler plus drei Ältere), darunter Bayern-München-Neuzugang Michael Olise. Kapitän ist Alexandre Lacazette. „Wir haben großen Ehrgeiz und wollen eine Medaille“, erklärte der 33-jährige Lyon-Stürmer, dessen Elf auf die USA, Neuseeland und Guinea (mit Naby Keita) trifft. Es wäre das erste olympische Edelmetall für Frankreichs Kicker.
Spanien verzichtet auf Routiniers
Die Spanier von Trainer Santi Denia verzichteten auf jegliche Routiniers, ältester Spieler ist der 24-jährige Bologna-Verteidiger Juan Miranda. Nachdem die EM Lamine Yamal und Nico Williams eine große Bühne geboten hat, könnte in Paris die Stunde der Barcelona-Jungspunde Fermin Lopez (ebenfalls EM-Teilnehmer) und Pau Cubarsi schlagen. Ägypten, die Dominikanische Republik sowie Usbekistan warten in der Vorrunde.
Österreich ist indirekt im Turnier vertreten: Salzburg-Legionär Oskar Gloukh ist mit Israel dabei, LASK-Verteidiger Maksym Talowjerow – der auch schon im EM-Kader stand – tritt für die Ukraine an. Das Finale findet am 9. August im Pariser Prinzenpark statt (18.00 Uhr).
(APA)/Bild: Imago
