Arnautovic mit Inter weiter auf CL-Erfolgskurs – PSG bereits unter Druck
Liverpool führt bei Halbzeit der reformierten Champions League die Tabelle ohne Punkteverlust an, zwei Punkte dahinter und ebenfalls noch ungeschlagen folgen Sporting Lissabon, das von Adi Hütter trainierte Monaco, Überraschungsteam Stade Brest sowie Inter Mailand.
Italiens Meister ist nach einem 1:0 gegen Arsenal am Mittwoch weiter ohne Gegentor. Bayern München wahrte mit einem 1:0 gegen Benfica Lissabon die Chance auf die Top 8, Paris Saint-Germain ist unter Druck.
Inter ist nach einem 0:0 gegen Englands Champion Manchester City auch gegen den Vize-Meister ohne Gegentor geblieben. Trainer Simone Inzaghi, der für ÖFB-Teamstürmer Marko Arnautovic nur Platz auf der Ersatzbank fand, hob daher die Leistung seiner Defensive hervor. „Es war eine großartige Leistung, null Gegentore gegen Arsenal und City. Es macht uns stolz, aber jetzt müssen wir so weitermachen“, sagte Inzaghi.
Der Siegtreffer durch Calhanoglu:
Nach dem Elfmeter-Treffer von Hakan Calhanoglu in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit drückte Arsenal nach der Pause. Trotz gesamt 21 Schüssen und 13:0 Eckbällen hielt Inter Stand. „Das Beste an diesem Spiel sind die drei Punkte, der Teamgeist und der Kampfgeist, die wir auf dem Platz gezeigt haben“, erklärte Kapitän Lautaro Martinez. Aber „wir müssen das Niveau weiter steigern. Wir wollen alles, das sagt die Geschichte dieses Vereins. Ich möchte alles gewinnen“.
Bayern-Freude getrübt
Die Bayern haben im Kampf um die Top 8, die es ohne Umwege ins Achtelfinale schaffen, einen wichtigen Sieg gefeiert. Mit Konrad Laimer als rechter Verteidiger holte der deutsche Rekordmeister mit einem 1:0 zu Hause gegen Benfica Lissabon den zweiten Sieg. Die Bayern liegen zwar vorerst nur auf Rang 17, aber nur drei Punkte fehlen auf die direkten Aufstiegsplätze.
Der Jubel in München fiel aber sehr gedämpft aus, war der Erfolg doch durch einen Todesfall überschattet. Ein Zuschauer war kurz nach dem Anpfiff auf der Tribüne zusammengebrochen und notärztlich versorgt worden. Rund eine Stunde nach dem Schlusspfiff erreichte die Bayern die traurige Nachricht, dass der Fan auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben ist. Aus Anteilnahme hatten die Bayern-Fans in der Südkurve auf die übliche lautstarke Unterstützung ihrer Mannschaft schon während der Partie verzichtet. „Nach dem Spiel haben wir nicht viel gefeiert. Die Jungs haben das erst nach dem Spiel erfahren“, berichtete Trainer Vincent Kompany.
Sorgen bei PSG
Die größten Sorgen der Top-Klubs bei Halbzeit der Ligaphase hat Paris Saint-Germain. Die Franzosen unterlagen zu Hause Atletico Madrid 1:2 und nehmen mit vier Punkten aus vier Spielen nur Platz 25 ein. Die Spanier zeigten dabei eine fast perfekte Effizienz, landeten durch Nahuel Molina zum 1:1 (18.) und Ángel Correa (93.) doch zwei der drei Torschüsse im Netz. Von den neun Torschüssen von PSG traf dagegen nur Warren Zaire-Emery (14.).
„In unseren drei Heimspielen waren wir unseren Gegnern deutlich überlegen, aber wir hatten kein Glück“, sagte Trainer Luis Enrique. „Ich bin seit über 30 Jahren im Geschäft und kann es nicht erklären. Es ist einfach Pech. Wir hätten es verdient, unsere drei Heimspiele zu gewinnen. Komfortabel. Wir brauchen 20 klare Torchancen, und unsere Gegner husten einmal und punkten. Das ist wie ein schlechter Witz“, erklärte der Spanier.
(APA) / Bild: Imago
