Auer als DTM-Leader zum Heimspiel auf Red Bull Ring

Der an Siegen gemessen erfolgreichste heimische DTM-Pilot ist Lucas Auer schon seit einiger Zeit.

2025 will der Tiroler als zweiter Österreicher nach Thomas Preining auch Champion werden und kann am Wochenende in Spielberg die Weichen dafür stellen. „Es ist für uns eine toughe Strecke, das wird auch so bleiben“, übte sich der Mercedes-Dauerbrenner davor allerdings in Zurückhaltung. Geklärt wird die Meisterfrage ohnehin erst in vier Wochen am Hockenheimring.

Vor dem Österreich-Gastspiel führt Auer, der am Donnerstag seinen 31. Geburtstag feierte, in der Wertung mit 151 Punkten vor dem Briten Jack Aitken (Ferrari/149), dem Türken Ayhancan Güven (Porsche/145) und dem Südafrikaner Jordan Pepper (Lamborghini/145). Theoretische Chancen auf den Titel haben außerdem der Oberösterreicher Preining (Porsche/136), die Deutschen Maro Engel (Mercedes/131), Rene Rast (BMW/130) und Marco Wittmann (BMW/123) sowie der Franzose Jules Gounon (Mercedes/126).

Wetter-Kapriolen könnten Auer helfen

„Jede Marke hat ihre Speerspitze, ihre Nummer eins, das wird sich hin und her schaukeln“, geht Auer von einem in jedem Fall packenden Saisonfinale aus. Am Samstag und Sonntag (jeweils 13.30/live ServusTV) finden zwei Rennen auf dem Red Bull Ring statt, dort hat es für den elfmaligen DTM-Tagessieger bei 16 Antritten noch zu keinem Podestplatz gereicht. 2022 fuhr er auf den vierten Platz. „Eine Rechnung habe ich aber nicht offen“, sagte Auer im APA-Gespräch. Für Mercedes ist die Strecke im steirischen Aichfeld traditionell ein Schwachpunkt. „BMW, Ferrari, am ehesten dann noch Porsche“ seien dort im Vorteil.

Über die Saison gesehen gleiche sich jedoch alles aus, betonte der zweifache Saisonsieger (Oschersleben, Lausitzring), der aber auch zwei zehnte und zwei achte Plätze in seiner Bilanz stehen hat. „Bei uns in der DTM gibt es keine Dominanz. Wenn es dein Tag ist, dann ist das Gewinnen teilweise fast einfach. Wenn es nicht dein Tag ist, musst du halt clever agieren, dass du das Maximum herausholst“, sagte Auer. „In der DTM ist schon ein Podium extrem schwierig.“

Das Wetter könnte in Spielberg für Turbulenzen sorgen, speziell am Sonntag ist Regen angesagt. Das könnte Mercedes helfen, weil die spezifischen Stärken und Schwächen der verschiedenen Autohersteller nicht mehr so zum Tragen kommen. Auer sieht sich für alle Eventualitäten gerüstet. „Ich bin extrem stolz auf mein Team, weil für mich habe ich die besten im Paddock an meiner Seite. Wir sind ready, egal was kommt“, erklärte er.

Spielberg wird DTM-Ouvertüre

2026 werden die Spielberg-Rennen übrigens die Saison im April einläuten, um im September Platz für die MotoGP-Stars zu schaffen. „Der DTM-Saisonauftakt ist immer ein Highlight. Dass der bei uns am Red Bull Ring stattfindet, ist natürlich lässig“, sagte Auer. Ob er dabei sein wird, ist offiziell noch offen. „Die DTM ist meine sportliche Heimat, da habe ich auch meine Karriere gestartet. Aber es gibt durchaus auch andere interessante Sachen, wie die LMDh-Klasse. Noch ist es einfach ein bisschen zu früh, um etwas zu sagen.“

Aktuell führt Auer neben der DTM auch die Gesamtwertung der GTWC Europe und deren Teilwertung Endurance Cup an, wo er sich das Auto mit Engel und Matteo Cairoli teilt. „Dass es dieses Jahr so läuft, das muss man genießen. Das ist nicht immer so, speziell im GT3-Sport“, meinte der Neffe von Ex-Grand-Prix-Pilot Gerhard Berger.

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(APA) / Bild: Imago