„Auf einmal implodiert er“: Feller nach Madonna-Sturz ratlos
Slalom-Ass Manuel Feller erlebte in Madonna di Campiglio am Ende einen Abend zum Vergessen. Nach dem ersten Lauf auf Platz vier liegend, ging der 32-Jährige mit guten Podestchancen in Durchgang Nummer zwei.
Der Start im zweiten Lauf verlief vielversprechend, Feller lag nach zwei Drittel der Strecke auf Bestzeit-Kurs und schien den späteren Sensationssieger Albert Popov von Rang eins verdrängen zu können. Vor dem letzten Streckenabschnitt rutschte dem virtuell in Führung liegenden Feller der Ski weg, ein bitterer Sturz mit anschließender Rutschpartie war die Folge.
Feller von Reaktion seiner Ski überrascht
Feller rang nach seinem bitteren Faller um Worte. „Ich glaube, es war ein guter Lauf bis dahin. Ich habe alles daran gesetzt, um schnell Ski zu fahren und um ein Podium mitzureden“, erklärte der Tiroler.
In der Steilhang-Einfahrt sei er schon ein bisschen zu spät gewesen, habe das aber bis zur Ausfahrt wieder im Griff gehabt. „Ich habe den Ski voll auf Biegung, und auf einmal implodiert er … keine Ahnung. Normalerweise fühlt man, dass man keinen Grip hat und der Ski geht weg, aber da ist es einfach, wie wenn sich der ganze Druck in einem Moment auflöst.“
Eine Chance zur Wiedergutmachung hat Feller bereits am kommenden Wochenende, wenn im schweizerischen Adelboden der nächste Herren-Slalom im alpinen Ski-Weltcup auf dem Programm steht.