Auf ÖHB-Frauen wartet nach Gastgebern nun der Titelverteidiger
Auf Österreichs Handball-Frauen-Nationalteam kommt der nächste sehr starke Gegner zu. Nach dem 22:34 am Dienstag zum Vorrunden-Abschluss gegen die Niederlande geht es am Donnerstag zum Hauptrundenstart gegen Frankreich.
Nach dem Team des Co-Gastgebers wartet also der Titelverteidiger, Punkte sind da kaum zu erwarten. Das soll am Samstag gegen Tunesien und am Montag gegen Polen gelingen. In der Sechser-Tabelle wird Rang drei oder vier angestrebt.
„Gegen Polen und Tunesien wollen wir gewinnen“, ließ ÖHB-Teamchefin Monique Tijsterman vor den wieder in Rotterdam angesetzten Spielen unmissverständlich wissen. „Dafür ist es aber sehr wichtig, dass wir mit einem guten Gefühl in diese Partien reinkommen.“ Dieses soll sich ihre Auswahl gegen die Französinnen holen, ähnlich wie gegen die Niederlande soll solange wie möglich dagegengehalten werden. „Wir müssen versuchen, in der ersten Halbzeit knapp zu spielen.“ Frankreich habe jedenfalls eine „wirklich gute, technisch sehr, sehr entwickelte Mannschaft.“
Stankovic vor Duell mit Titelverteidiger: „Wird sicher cool“
Eleonara Stankovic, gegen die Niederländerinnen mit fünf Toren und gleichauf mit der gut fünf Minuten vor Schluss angeschlagen ausgetauschten Ines Ivancok-Soltic beste ÖHB-Werferin, fiebert dem Duell mit dem Titelanwärter entgegen. „Nicht jede hat die Möglichkeit, gegen einen ehemaligen Weltmeister zu spielen“, bezog sie sich auf die drei WM-Titel der „Grande Nation“, womit diese hinter Russland (7), Norwegen und Deutschland (je 4) im Erfolgsranking auf Position vier liegt. „Es wird sicher cool. Es wird wichtig sein, dass wir danach zufrieden sind und etwas daraus lernen können.“
Der Zweitages-Rhythmus behagt Stankovic. „Es ist auch wichtig, weil man so mit einem Gegner abschließen muss und sich auf das nächste Spiel vorbereitet.“ Der Körper spüre die Strapazen nicht so, weil man eben in diesem Rhythmus sei. ÖHB-Sportdirektor Patrick Fölser würde Klagen auch kaum akzeptieren: „Das ist eine WM. Es ist ein Privileg, hier zu sein. Aber so treten die Mädels auch auf. Ein großes Lob an die Mannschaft, wie sie die Ausfälle kompensiert haben. Sie glauben an sich und stärken sich gegenseitig den Rücken. Mit der Vorrunde bin ich mehr als zufrieden.“
Auch bei den Gegnern war der Respekt zu spüren. Bei den Rot-Weiß-Rot unterlegenen Ägypterinnen (20:29) und Argentinierinnen (23:27) sowieso, aber auch in den Reihen der Niederlande. „Der niederländische Coach hat gesagt, dass wir ein wirklich gutes Spiel gespielt haben. Zur Halbzeit (14:12, Anm.) war er noch nicht sicher, dass sie gewinnen würden“, berichtete Tijsterman. „Ich bin stolz auf die Mädels, sie haben 35 bis 40 Minuten gut Gas gegeben.“ Fölser wusste, dass da auch die „Oranje“-Fans beeindruckt gewesen seien: „Wir haben die Halle ein bisschen verstummen lassen.“
(APA) / Bild: GEPA
