Aufreger nach WM-Finale: War Messis zweites Tor irregulär?

Nach dem Finalsieg von Argentinien im WM-Endspiel gegen Frankreich sorgt ein Tor von Lionel Messi  im Nachgang für große Diskussionen – vor allem im Land der unterlegenen Franzosen.

Der Grund für die Aufregung: Bei Messis Tor zum zwischenzeitlichen 3:2 in der Verlängerung befanden sich zwei argentinische Ersatzspieler auf dem Platz – laut offiziellen FIFA-Regularien ist das nicht legal.

Im offiziellen FIFA-Regelwerk heißt es bei Regel 3, Absatz 9 zu dieser Situation: „Wenn der Schiedsrichter nach einem erzielten Tor vor Wiederaufnahme des Spiels feststellt, dass sich zum Zeitpunkt des Torschusses eine weitere Person auf dem Spielfeld befand, muss der Schiedsrichter das Tor aberkennen, wenn die zusätzliche Person: ein Spieler, Ersatzspieler, ausgewechselter Spieler, des Feldes verwiesener Spieler oder Offizieller der Mannschaft war.“

Entscheidend ist hier der Abschnitt „Wenn der Schiedsrichter feststellt“: Da der ansonsten stark pfeifende Referee Szymon Marciniak und seine Assistenten Argentinies Ersatzspieler auf dem Feld nicht bemerkten, konnte der Pole den Treffer im Nachhinein auch nicht aberkennen.

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Laut Regelwerk müsste das Spiel in einem solchen Fall „mit einem direkten Freistoß an der Stelle fortgesetzt werden, an der sich die zusätzliche Person befand.“

Besonders in Frankreich stieß die Szene in den Medien auf Unmut. Die renommierte Sportzeitung „L’Équipe“ titelte am Tag nach dem verlorenen Finale mit den Worten „Warum das dritte Argentinien-Tor nicht hätte anerkannt werden dürfen“.

Ein Grund für die Niederlage sei die strittige Szene laut der Zeitung zwar nicht, das Finale bekam durch die Szene aber einen leichten Beigeschmack und hätte „weniger verrückt sein können“.

https://www.skysportaustria.at/krankl-messi-hat-es-geschafft-mit-dem-grossen-diego-gleichzuziehen/

(Red.)/Bild: Imago