Aufregung um Oberstdorf-Sieger: Hätte Wellinger überhaupt starten dürfen?

Stefan Kraft musste sich beim Auftaktspringen der 72. Vierschanzentournee in Oberstdorf dem Deutschen Andreas Wellinger und Ryoyu Kobayashi aus Japan geschlagen geben. Doch hätte der Tagessieger überhaupt am Start stehen dürfen?

Diese Frage stellte sich der norwegische Sender „nrk“. Der Sender präsentierte auch ein Beweisfoto, dass Wellinger nach der Qualifikation mit einem defekten Anzug zeigte. Unter der rechten Achsel hatte der Anzug ein Loch, wodurch dieser nicht regelkonform war. TV-Bilder beweisen, dass das Loch durch den Jubel Wellingers entstand. Der Deutsche entschied die Quali für sich.

Unter dem rechten Arm ist ein Loch im Anzug von Andreas Wellinger zu sehen. Bild: Imago

 

„Wenn er bei mir gewesen wäre und ich den Anzug gesehen hätte, wäre er disqualifiziert worden“, erklärte FIS-Equipment-Kontrolleur Christian Kathol bei „nrk“. Dies war aber nicht der Fall und auch kein Verband legte Protest ein. So konnte der 28-Jährige am Freitag an den Start gehen und das Auftaktspringen der 72. Vierschanzentournee gewinnen.

Bild: Imago