Auftaktsieg! Ofner erstmals in zweiter Runde der French Open

Sebastian Ofner hat am Pfingstsonntag zum zweiten Mal in seiner Karriere bei einem Tennis-Major-Turnier die zweite Runde erreicht. Der Weltranglisten-118., der sich über die Qualifikation bei den French Open in sein insgesamt drittes Grand-Slam-Hauptfeld gekämpft hatte, besiegte den US-Amerikaner Maxime Cressy nach 2:19 Stunden sicher mit 6:4,7:6(6),6:2. Cressy ist Nummer 44 im ATP-Ranking.

Ofner trifft nun am Mittwoch auf jeden Fall wieder auf einen Amerikaner, nämlich Sebastian Korda (Nr. 24 gesetzt) oder Mackenzie McDonald.

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Für Ofner bedeutet das ein Preisgeld von 97.000 Euro und mit bisher insgesamt 70 Punkten ein weiteres Vorrücken in Richtung seines großen Ziels, das erstmalige Erreichen der Top 100.

Ofner gelang im ersten Duell mit dem 2,01 m großen Cressy ein frühes Break zum 2:1. Zwar musste er bei 4:3 zwei Breakbälle abwehren, am Ende hatte er aber nach 42 Minuten Satz eins in der Tasche. Auch im zweiten Durchgang breakte er den Weltranglisten-44. sofort, doch dieser holte sich das verlorene Game zum 1:1 zurück.

Danach vergab Ofner in zwei Games seines Gegners nicht weniger als sechs Breakbälle, erst zum 6:5 gelang dem Steirer das verdiente Break, doch etwas billig gab Ofner selbst den Aufschlag ab. Satz zwei musste im Tiebreak entschieden werden. In diesem führte Ofner rasch 4:0, doch auch da wurde es noch eng. Mit dem zweiten Satzball zum 8:6 stellte er dennoch auf 2:0 in Sätzen.

Im dritten Satz war Ofner dann klar besser, Breaks zum 2:0 und 6:2 besiegelten den Erfolg des 27-jährigen Steirers.

Dominic Thiem eröffnet seine zehnten French Open am Pfingstmontag gegen den Argentinier Pedro Cachin im dritten Match nach 11.00 Uhr. Das Match wurde nicht auf einem Show Court, sondern auf Platz sechs nach einer Männer- und einer Frauen-Partie angesetzt.

Kein Handschlag: Kostjuk in Paris ausgebuht

Die Ukrainerin Marta Kostjuk hat der Mitfavoritin Aryna Sabalenka aus Belarus im brisanten Erstrunden-Duell bei den French Open den Handschlag verweigert und ist dafür ausgebuht worden. Nach dem 3:6,2:6 würdigte die 20-jährige Kostjuk ihre Kontrahentin am Sonntag keines Blickes und verzichtete darauf, wie normalerweise im Tennis die Hand zu geben. Größere Teile des Publikums auf dem Court Philippe-Chatrier reagierten mit Buhrufen und Pfiffen

Zumindest einige Zuschauer applaudierten auch beim Abgang Kostjuks. Sie weigert sich, Spielerinnen aus Russland und Belarus nach Partien die Hand zu geben und fordert von Profis aus beiden Ländern eine klare Verurteilung des Krieges. Sabalenka hatte vor der Partie zum wiederholten Mal erklärt, dass sie den Angriffskrieg Russlands beenden würde, wenn sie dies könnte und gesagt, dass es „okay“ sei, falls Kostjuk sie hasse.

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Nach der Partie reagierte Sabalenka zunächst überrascht auf die Buhrufe und Pfiffe des Publikums und verneigte sich in Richtung der Zuschauer. Sie habe zunächst gedacht, dass diese ihr gelten würden, sagte die 25-jährige Australian-Open-Siegerin mit einem Lächeln. „Das Spiel war sehr schwer und emotional für mich.“

Im Gegensatz zu anderen Sportarten dürfen im Tennis Spielerinnen und Spieler aus Russland und Belarus antreten, weil diese als unabhängig von ihren Staaten gewertet werden. Nach einem Ausschluss im Vorjahr wird dies auch beim Rasen-Klassiker in Wimbledon der Fall sein.

Das Sabalenka-Match war eines der ersten, das am Auftakt-Tag der mit 49,6 Mio. Euro dotierten French Open an einem sonnigen und warmen Pfingstsonntag zu Ende ging.

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(APA).

Beitragsbild: GEPA.