Aus gegen Kiel: Wolfsburg scheitert im DFB-Pokal

Dem Ende der Pleitenserie in der Bundesliga folgte das Aus im DFB-Pokal: Der VfL Wolfsburg kommt nicht richtig in Tritt.

Die Wölfe, die ihren eigenen Ansprüchen weit hinterher hinken, schieden überraschend in der zweiten Runde mit 0:1 (0:1) gegen den Zweitligisten Holstein Kiel aus.Der Pokalsieger von 2015 enttäuschte vor der Minuskulisse von nur 10.000 Zuschauern erneut – und musste nach Gelb-Rot für Jenson Seelt (36.) früh in Unterzahl spielen. Alexander Bernhardsson schoss die Kieler, zuletzt viermal in Folge ohne Sieg, mit einem verwandelten Foulelfmeter (42.) erstmals seit 2020 wieder ins Achtelfinale.
Bei Wolfsburg wurde Patrick Wimmer für die zweite Hälfte eingewechselt und brachte Schwung ins VfL-Spiel, für Kiel war Stefan Schwab bis zur 78. Minute im Einsatz.

HSV dank Glatzel im Achtelfinale

Ausgerechnet Robert Glatzel hat den Hamburger SV ins Achtelfinale des DFB-Pokals geschossen. Im Bundesligaduell beim 1. FC Heidenheim gewann die Mannschaft von Trainer Merlin Polzin dank eines Treffers des Angreifers verdient mit 1:0 (0:0) und hat sich nach zuletzt zwei Niederlagen Rückenwind für die Liga geholt. Am Sonntag steht das Auswärtsspiel beim 1. FC Köln an.

Der Ex-Heidenheimer Glatzel, zuletzt in Hamburg nur noch zweite Wahl, traf in der 83. Minute für den dreimaligen Pokalsieger nach einem umstrittenen Foulelfmeter. Der HSV, der den FCH zuletzt schon in der Liga besiegt hatte (2:1), profitierte zudem von einer Roten Karte gegen Tim Siersleben, der nach einer Notbremse (45.) von Schiedsrichter Benjamin Brand des Feldes verwiesen wurde. Heidenheims Trainer Frank Schmidt sah kurz vor Schluss Gelb-Rot.

Herthas Finaltraum lebt

Hertha BSC hat den Traum vom DFB-Pokalfinale im heimischen Olympiastadion am Leben gehalten. Die Berliner gewannen am Dienstag das Zweitrundenduell mit dem Zweitliga-Rivalen SV Elversberg mit 3:0 (1:0) und zogen zum dritten Mal nacheinander ins Achtelfinale ein. Für Elversberg ist wie im Vorjahr in der zweiten Runde Schluss.

Michael Cuisance (15.), Sebastian Grönning (58.) und Jon Thorsteinsson (90.+4, Foulelfmeter) trafen für die Hertha. Elversberg-Kapitän Lukas Pinckert hatte kurz zuvor nach einer Notbremse im Strafraum die Rote Karte gesehen (90.+3).

(SID) / Bild: Imago