Australian Open: Engländerin gelingt Tennis-Wunder
Francesca Jones hat die Qualifikation für das Hauptfeld bei den Australian Open 2021 geschafft. Der Erfolg der 20-jährigen Engländerin ist bemerkenswert. Jones leidet nämlich unter einer seltenen genetischen Beinträchtigung, das Ektrodaktylie–Ektodermale Dysplasie Syndrom.
Bei den Australian Open sorgte Francesca Jones für ein großes Wunder. Mit nur acht Fingern und sieben Zehen schaffte sie den Sprung zu den Australian Open. Mit Siegen über Monica Niculescu (Rumänien, 6:3, 6:2), Jana Fett (Estland, 7:6(7), 2:6, 6:1) und Lu Jiajing (China, 6:0, 6:1) schaffte die 20-Jährige am Mittwoch erstmals in ihrer Karriere den Einzug in ein Einzel-Hauptfeld bei einem Grand Slam.
„Ich bin überglücklich und freue mich jetzt so richtig auf Australien„, sagte die aktuelle Nummer 241 der Welt. „Ich war noch nie dort und bin mir sicher, es wird eine großartige Erfahrung. Jede Auslosung wird faszinierend sein. Ich freue mich auf jedes Match, das ich spielen kann – egal ob es Serena Williams ist, oder eine Qualifikantin.“
Durch eine Spaltbildung an Hand und Fuß hat Jones nur sechs Finger und sieben Zehen. An beiden Händen sind bei der Frau aus Leeds (England) jeweils nur drei Finger und ein Daumen ausgebildet. Ihr linker Fuß hat nur drei Zehen, der rechte vier. Als Kind sagten ihr Ärzte, dass sie niemals eine Karriere als Profitennisspielerin verfolgen könnte. Zehn Operationen musste sie bereits durchmachen.
Das erste Major des Jahres findet von 8. bis 21. Februar statt.
Bild: Imago

