Austria bangt nach Derby-Niederlage um Meistergruppe
Austria Wien steht nach einer schwachen Leistung und der daraus resultierenden Niederlage im Derby gegen Rapid vor dem scheitern im Einzug um die Meistergruppe. Besonders in der ersten Halbzeit wurden die Veilchen von den Hütteldorfern regelrecht überrollt.
„Das waren nicht wir“, sagte Austria-Coach. Sein Kapitän wurde deftiger. „Wir sind nicht als Mannschaft aufgetreten“, sagte Manfred Fischer. „Ich hatte das Gefühl, dass ein paar echt Schiss gehabt haben. Es hat sich angefühlt, als ob wir Angst vor Fehlern gehabt hätten.“ Nebenmann Reinhold Ranftl ergänzte: „Das Spiel haben wir verloren, weil wir so schlecht waren und nicht, weil Rapid so gut war.“
Ranftl nach Derby-Pleite enttäuscht: „Haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren“
Wimmer gab sich kaum Illusionen hin. „Wir sind Achter, das hat auch einen Grund“, meinte er. Nach schwachem Saisonstart hinkt die Austria hinterher. Augenscheinlich war gegen Rapid auch, dass die Ausfälle des gesperrten Johannes Handl und des verletzten Marvin Potzmann nicht kompensiert werden konnten. „Es hat zu lange gedauert, bis wir uns gefunden haben. Die Zeit hast du im Derby nicht“, sagte Wimmer, der selbst zweimal taktische Veränderungen vornahm. Nun droht auch dem in der ersten Halbzeit verletzt ausgetauschten Marvin Martins eine Zwangspause. Nicht unbedingt dienlich war die Niederlage auch der Stimmung bei der am Dienstagabend angesetzten Generalversammlung. Dort warten auf die sportliche Leitung um Sport-Vorstand Jürgen Werner wohl unangenehme Fragen der Mitglieder.
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Nun wird der Weg in Richtung Meistergruppe schwer für die Austria
Die zweite Halbzeit gehörte der Austria, die ihre Chancen aber überhaupt nicht umzumünzen vermochte. In der Tabelle liegen Fischer und Co. nun im Rennen um die Top-6 scheinbar aussichtslos auf Platz acht. Zwei Siege gegen Blau-Weiß Linz (a) und die WSG Tirol (h) sind Pflicht, um überhaupt noch an die Meistergruppe denken zu können. Dazu müssten die Konkurrenten schwächeln. Austria Klagenfurt und Hartberg würden jeweils bei nur einem Zähler aus zwei Partien fix vor der Austria liegen. Die Klagenfurter haben noch ein hartes Programm, sie treten gegen Salzburg (a) und Rapid (h) an. Hartberg spielt noch gegen die WSG (a) und Sturm Graz (h).
(APA)/Bild: GEPA
