Der Trip nach Altach ist für die Wiener Austria keine Reise wert gewesen

Austria-Erfolgslauf endet in Altach

Der Trip nach Altach ist für die Wiener Austria keine Reise wert gewesen. Mit dem Selbstvertrauen vom jüngsten Derby-Erfolg angereist, unterlagen die Veilchen in Vorarlberg nicht unverdient 1:2. Statt für zumindest 24 Stunden Platz eins zu übernehmen, blickt die Austria nun wieder angespannter Richtung Tabelle. Das tut auch Altach. Zwei Runden vor der Liga-Teilung hat sich der unter Ognjen Zaric weiter ungeschlagene SCRA nun sogar die Chance auf die Top sechs erarbeitet.

Die Austria erwischte es wieder einmal gegen einen Gegner, bei dem man sich eigentlich in der Favoritenrolle wähnte. Bei der achten Niederlage dieser Saison patzte die Defensive ohne den erkrankten Aleksandar Dragovic, offensiv ließen die Wiener gegen physisch starke Vorarlberger die nötige Durchschlagskraft vermissen. Stephan Helm führte einmal mehr die Ausgeglichenheit der Liga an. „Altach hat das gut gemacht. Dann muss man solche Niederlagen hinnehmen“, meinte der Austria-Trainer. Er sah seine Mannschaft weiter in „einer guten Situation“, um den Sprung in die Meistergruppe zu realisieren.

Highlights: Altach schlägt die Austria

Hartes Restprogramm für die Austria

Mit einem Sieg in den nächsten zwei Runden wäre die Austria fix durch. Die Gegner sind aber nicht die leichtesten. Nach dem Heimspiel gegen den LASK am kommenden Sonntag wartet in der 22. Runde die Auswärtsfahrt nach Ried. Helm wiederholte Sätze, die bereits bei vorangegangenen Niederlagen gefallen waren. „Wir haben ganz klar den Zugang, dass wir Woche für Woche das Beste rausholen. So werden wir es weiter machen. Und genau so gehen wir auch jetzt in die nächsten Spiele“, sagte er.

Steigend ist die Formkurve bei Altach. Zaric hält nach vier Partien unter seinem Kommando inklusive ÖFB-Cup bei drei Siegen und einem Remis. Gegen die Austria untermauerten die Vorarlberger auch ihre Stärke vor heimischer Kulisse. Von den vergangenen 14 Heimpartien hat Altach nur eine – gegen Sturm Graz Anfang Oktober – verloren. „Es bestätigt unseren Weg, den wir gestartet haben“, erklärte Zaric. Angesprochen auf Platz sechs ließ sich der 37-Jährige keine Kampfansagen entlocken. „Wir wissen, was letzte Saison am letzten Spieltag war“, erinnerte Zaric an den erst im Finale fixierten Klassenerhalt.

Auf Altach wartet nächste Woche jedenfalls das nächste Heimspiel gegen einen Wiener Großclub. Mit Rapid gastiert ein direkter Konkurrent um den sechsten Platz im Schnabelholz. Danach steht bei Altach noch ein Auswärtsspiel bei Sturm Graz am Terminkalender. Drei Zähler vor der Zaric-Truppe Fünfter ist überraschend der TSV Hartberg, der einem Top-Sechs-Endplatz mit einem 1:0 gegen den GAK sehr nahe rückte. „Es sind drei goldene Punkte für uns, wir haben uns in eine unglaublich gute Ausgangslage gebracht“, betonte Trainer Manfred Schmid.

HIGHLIGHTS | TSV Hartberg – GAK | 20. Spieltag

Hartberg ist ganz nah an Ziel Meistergruppe

Das mühevolle Freischaufeln des Stadionsrasens sowie des Trainingsplatzes am Freitag, am 55. Geburtstag von Schmid, haben sich also gelohnt. „Großes Kompliment an die Spieler, es macht irrsinnigen Spaß, mit ihnen zu arbeiten, da macht der ganze Muskelkater vom Schaufeln gestern nichts aus“, sagte Schmid. Eine „Riesenerleichterung“ verspürte Goldtorschütze Fabian Wilfinger. Laut ihm sei die Null hinten der Schlüssel für den Sieg gewesen. „Es war klar, wer das Tor macht, wird gewinnen“, meinte der Abwehrspieler. Für Hartberg geht es noch nach Salzburg und zu Hause gegen Schlusslicht Blau-Weiß Linz.

Die Linzer wollen noch vor der Ligateilung die „Rote Laterne“ an den GAK abgeben, der nach zwei Remis auch im dritten Frühjahrsspiel sieglos blieb. „Hartberg hat es besser gemacht, deshalb stehen sie über dem Strich und wir unter dem Strich. Die Spieler waren in der zweiten Hälfte nicht so bereit, wie ich es erhofft hätte“, fasste GAK-Coach Ferdinand Feldhofer zusammen. Nun gelte es zusammenzuhalten. „Das hat uns vergangenes Jahr in der Phase stark gemacht.

„Zu viel zugelassen“: Feldhofer hadert mit Niederlage im Steirer-Duell

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(APA) / Bild: GEPA